Autor:Luigi Pirandello
Luigi Pirandello (1867–1936), in Agrigent auf Sizilien geboren, hat dem Theater die Figur zurückgegeben, die der Autor nicht mehr halten kann. Sechs Personen suchen einen Autor macht aus dieser Not das Stück; 1934 erhielt er den Nobelpreis.
Leben
Sizilianischer Grundbesitz, der im Schwefelbergbau versank; die Frau erkrankte an Verfolgungswahn und lebte jahrzehntelang in der Anstalt. Pirandello hat gesagt, sie sei eine Figur, die er nicht zu Ende schreiben könne – das ist das Material, nicht die Anekdote. 1921 endete die römische Uraufführung der Sechs Personen im Tumult; wenig später spielte man das Stück überall. 1924 trat er der faschistischen Partei bei. Er starb in Rom.
Wirkung
Pirandello hat die Forderung des Naturalismus nach der lebendigen Figur wörtlich genommen und damit das illusionistische Rührstück gesprengt. Was bleibt, ist der Widerspruch zwischen gelebtem Leid und der Routine der Bühne. Das moderne Theater – von Brecht bis zum Absurden – kommt an diesem Einbruch nicht vorbei.
Der Nobelpreis hat ihn kanonisiert, die Parteimitgliedschaft hat den Kanon belastet. Gelesen wird er oft als Theoretiker der Identität, gespielt als Effekt: Maske, Spiegel, Spiel im Spiel. Die Stücke sind schärfer. Sie zeigen, dass niemand die Geschichte besitzt, von der er handelt – weder der Autor noch die Figur noch das Publikum.
Werke
In Auswahl außerdem: Heinrich IV., Mattia Pascal, Einer, keiner, hunderttausend.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.