Autor:Lew Tolstoi

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 18. August 2026, 22:08 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Seite in den Namensraum verschoben)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Lew Tolstoi (1828–1910) schrieb auf Russisch auf dem Gut Jasnaja Poljana und hat dem historischen Roman die Feldherrnillusion genommen. Krieg und Frieden schildert die Napoleonzeit, als geschähe Geschichte über den Köpfen derer, die sie erleiden.

Leben

Graf, Offizier im Krimkrieg, dann Gutsherr, der die eigenen Leibeigenen belehren und die eigene Klasse anklagen wollte. Der Umweg war der Krieg: Ohne Sewastopol wäre aus dem Dekabristenfragment kein Epos geworden. Später predigte er Gewaltlosigkeit, übersetzte das Evangelium und zerstritt sich mit der Kirche; 1910 verließ er das Haus und starb an einer Bahnstation. Die Welt las den Roman. Die Lehre hat sie weniger gebraucht.

Wirkung

Krieg und Frieden hat Familienchronik, Schlacht und Geschichtsphilosophie so verbunden, dass Napoleon klein wird und der Himmel über Austerlitz groß. Tolstoi unterbricht die Handlung durch Aufsätze gegen die große Männergeschichte; das ist keine Zutat, das ist die These. Neben ihm steht die russische Prosa des Jahrhunderts als Moral und als Form.

Der Roman ist Schulbuch und Weltname geworden, Verfilmungen haben ihn auf Bälle und Kavallerie verkürzt. Wer nur die Rostows liebt, hat die Abhandlung nicht gelesen; wer nur die Abhandlung liest, verpasst, dass Pierre auf dem Schlachtfeld nichts begreift – und der Leser mit ihm. Die späten Traktate haben den Erzähler verdunkelt, das Epos nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Anna Karenina, Die Kreutzersonate, Auferstehung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.