Autor:Knut Hamsun

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Knut Hamsun (1859–1952) schrieb auf Norwegisch und hat mit Hunger den Roman ins Innere eines einzelnen geholt, der noch wahrnimmt, während er verfällt. 1920 erhielt er den Nobelpreis; im Alter kollaborierte er mit der deutschen Besatzung Norwegens.

Leben

Geboren in Gudbrandsdalen, aufgewachsen im Norden, verdiente Hamsun das Geld als Landarbeiter, Straßenbahnschaffner und Gelegenheitsautor in Amerika, ehe Hunger ihn 1890 bekannt machte. Der Nobelpreis galt vor allem dem späteren Segen der Erde, dem Buch vom Boden und der Scholle. Im Zweiten Weltkrieg stellte er sich auf die Seite der Besatzung, schrieb nach Hitlers Tod einen Nachruf und wurde in Norwegen als Landesverräter vor Gericht gestellt. Er starb hochbetagt in Nørholm; die Geldbuße hatte den Hof ruiniert.

Wirkung

Mit Hunger beginnt in Europa der Roman, der das Bewusstsein an die Stelle der Fabel setzt. Die Sätze folgen Impulsen, nicht einer Handlung; ohne dieses Buch sind Joyce, Franz Kafka und die Stadtromane des 20. Jahrhunderts schwer zu denken. Die späteren Bodenromane haben dieselbe Sprachkraft in den Dienst einer Lehre gestellt, die Blut und Scholle für wahrer hielt als die Stadt.

Die Kollaboration hat den Namen in Norwegen lange unlesbar gemacht und den Nobelpreis zur Last. Wer nur den Verräter sieht, unterschlägt den Roman von 1890; wer nur den Roman sieht, macht die Person unschädlich. Die Bücher brauchen wir trotzdem. Die Person rechtfertigen sie nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Segen der Erde, Mysterien, Pan.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.