Autor:Daniel Kehlmann

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Daniel Kehlmann (* 1975 in München) hat dem historischen Roman die Pointe zurückgegeben, die die Historie selbst nicht hat. Tyll schickt den Narren durch den Dreißigjährigen Krieg und lässt die Großen kleiner aussehen, als sie sich erzählten.

Leben

In Wien aufgewachsen, Sohn eines Regisseurs, früh der deutschsprachige Autor, den man nach Die Vermessung der Welt für den nettesten Aufklärer hielt. Tyll ist das europäische Gegenbuch: nicht Gauß und Humboldt, sondern Seil, Pest, Prag, die Winterkönigin. Er lebt in Berlin und New York. Der Umweg ist die Wissenschaftsgeschichte, die ihn berühmt machte – erst wer vermessen hat, kann zeigen, was sich nicht vermessen lässt.

Wirkung

Tyll Ulenspiegel überlebt, weil er keiner Sache dient, für die man ihn töten müsste. Der Krieg zwingt den Kontinent in die Neuzeit, erzählt von unten und von der Seite; der Narr ist keine Entlastung. Kehlmann stiehlt der Historie die Pointe, ohne sie zu verhöhnen. Nach dem Welterfolg der Vermessung war das das Risiko: ein Buch, das nicht charmiert.

Die Aufnahme hat ihn zwischen Unterhaltung und Weltliteratur hin- und hergeschoben, als wäre das ein Gegensatz. Tyll hält beides aus und ist schärfer als der Ruf. Wer Kehlmann nur als Gewandten liest, hat den Galgen des Vaters Claus nicht gelesen. Der Roman gehört zu den wenigen jüngeren deutschen Büchern, die den großen Krieg nicht als Kostüm verwenden.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Vermessung der Welt, Ruhm, Lichtspiel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.