Autor:Christopher Clark

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Christopher Clark (* 1960 in Sydney) hat den Ausbruch des Ersten Weltkriegs neu erzählbar gemacht: nicht als deutsche Tat allein, sondern als gemeinsames Hineinschlafwandeln. Die Schlafwandler verschob die deutsche Debatte, ohne Fischers Frage zu tilgen.

Leben

Australier, Historiker in Cambridge, Kenner Preußens, bevor er 1914 schrieb. Preußen. Aufstieg und Niedergang hatte ihn in Deutschland bekannt gemacht; 2012 kam das Kriegsbuch und machte ihn zum öffentlichen Historiker der Berliner Republik. Er lehrt in Cambridge und spricht ins Deutsche, als wäre es die erste Sprache. Der Umweg ist Preußen: Wer den Hohenzollernstaat von innen kennt, liest die Julikrise anders als der, der nur Berlin als Täter sucht.

Wirkung

Gegen Fritz Fischers Griff nach der Weltmacht setzt Clark die Krise vor die Ziele. Das eine Buch fragt, was Deutschland mit dem Krieg wollte; das andere, wie Europa in ihn geriet. Kabinette, Fahrpläne, Botschaften, die serbische Verschwörung, der Glaube, noch steuern zu können: Die Stärke liegt in der Gleichzeitigkeit, nicht in der Entlastung. Geteilte Verantwortung ist nicht geteilte Unschuld.

Die deutsche Aufnahme war begeistert, manchmal zu begeistert – als wäre mit dem Schlafwandeln die Sonderfrage erledigt. Clark hat das nicht behauptet. Das Buch bleibt nötig neben Fischer, nicht statt seiner. Wer 1914 nur verteilt, um 1939 nicht denken zu müssen, liest beide falsch.

Werke

In Auswahl außerdem: Preußen. Aufstieg und Niedergang, Von Zeit und Macht, Frühling der Revolution.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.