Eichmann in Jerusalem
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Eichmann in Jerusalem |
| Autor(en): | Hannah Arendt |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Piper |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1963 |
| Seitenanzahl: | 448 Seiten |
| Originaltitel: | Eichmann in Jerusalem. A Report on the Banality of Evil |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3492246516 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783492246514 |
| Schlagwörter: | Banalität des Bösen, Prozess, Shoah, Gehorsam |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen ist das 1963 erschienene Buch von Hannah Arendt über den Prozess gegen Adolf Eichmann. Der Untertitel ist zum Begriff geworden – und zum Streit.
Inhalt
Arendt sitzt 1961 für den New Yorker im Gerichtssaal in Jerusalem. Eichmann, Organisator der Deportationen, ist kein dämonischer Sadist, sondern ein ehrgeiziger Beamter, der in Klischees spricht, Befehl und Pflicht verwechselt und Kant zitiert, ohne ihn verstanden zu haben. Die Banalität des Bösen meint nicht, das Böse sei harmlos; sie meint, dass es ohne Tiefe auskommt, ohne Gedanken, in der Bereitschaft, die eigene Person durch die Rolle zu ersetzen.
Der Bericht folgt der Verhandlung: Anklage, Zeugen, die Frage der Zuständigkeit eines israelischen Gerichts, die Mitwirkung jüdischer Räte, die Arendt scharf benennt und die ihr den Vorwurf der Täter-Opfer-Umkehr einträgt. Sie bestreitet nicht die Schuld. Sie bestreitet, dass man sie versteht, wenn man Eichmann zum Ungeheuer macht. Das Ungeheuerliche liegt in der Organisation, die gewöhnliche Leute braucht.
Das Schlusskapitel gilt dem Urteil. Arendt hält die Todesstrafe für gerecht, nicht weil Eichmann der Inbegriff des Bösen war, sondern weil er nicht hätte leben sollen auf einer Erde, die er mit anderen nicht hat teilen wollen. Verstehen heißt hier nicht verzeihen.
Einordnung
Das Buch spaltete die New Yorker Intellektuellen, Gershom Scholem warf Arendt Herzlosigkeit vor, Hans Jonas brach mit ihr. Neben Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft ist es ihr wirksamster Text: kürzer, journalistischer, unerbittlicher. Der Begriff der Banalität ist seither in jeder Debatte über Gehorsam und Völkermord. Wer ihn entleert, hat Arendt nicht gelesen; wer ihn nur als Entlastung versteht, auch nicht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.