Autor:Robert Musil

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Robert Musil (1880–1942), in Klagenfurt geboren, hat der untergehenden Habsburgermonarchie das Denken nachgeschrieben, bevor die Katastrophe eintrat. Der Mann ohne Eigenschaften ist das große unvollendete Werk der deutschen Moderne: ein Roman, der den Zustand vor 1914 als Zustand des Geistes erzählt.

Leben

Sohn eines Ingenieurs, selbst Offizier und Maschinenbauer, kam Musil über die Wissenschaft zur Prosa; der frühe Törleß zeigte schon, dass der Stoff die Anstalt und die Seele zugleich war. In Wien schrieb er am Hauptwerk, das den Krieg nicht mehr einholte. 1938 die Flucht nach Zürich, dann Genf, wo er in knappen Verhältnissen starb. Das Fragment ist keine Pietät der Nachlassverwalter, es ist die Form, die das Jahrhundert ihm ließ.

Wirkung

Neben Thomas Mann und Franz Kafka ist Musil der dritte der deutschen Moderne – der essayistischste. Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, handelt nicht; er prüft Möglichkeiten, während Kakanien eine Parallelaktion zum Kaiserjubiläum veranstaltet. Die Ironie trifft nicht Personen, sie trifft die Lage, in der Eigenschaften zu Kostümen geworden sind.

Gelesen wurde das Buch lange als Torso für Spezialisten; die späten vollständigen Ausgaben haben es in den Kanon gehoben, ohne es leichter zu machen. Wer Musil nur als Chronisten Österreich-Ungarns nimmt, verfehlt den Anspruch: Es geht um das Denken selbst, das vor 1914 noch an die Lösung glaubte und sie nicht fand. Die Unabgeschlossenheit ist seither mitgelesen worden, oft als Tugend, manchmal als Ausrede.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, Drei Frauen, Nachlaß zu Lebzeiten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.