Richard Sennett, in Chicago geboren und lange zwischen New York und London schreibend, hat den Charakter als Opfer der neuen Arbeit beschrieben. Der flexible Mensch erzählt, was aus Bindung, Handwerk und Erzählbarkeit wird, wenn der Vertrag kurz und die Biographie ein Portfolio sein soll.
Leben
Chicago, Harvard, die New School, die London School of Economics. Der Umweg ist die Stadt: Wer über öffentliche Räume und das Handwerk geschrieben hat, sieht in der flexibilisierten Firma denselben Verlust von Dauer, den die Stadt erleidet, wenn sie nur noch durchflossen wird. Er lebt in London und New York.
Wirkung
Sennett hat der Soziologie nach 1998 ein Gesicht gegeben, das keine Kurve ist: Rico, der Berater, der nicht mehr erzählen kann, wer er war, weil jede Stelle die vorige entwertet. Gegen die Feier der Beweglichkeit setzt er die Erosion des Charakters, nicht als Moralpredigt, sondern als Bericht. Deutsche Seminare um 2010 lasen das Buch neben Boltanski, oft als die erzählende Hälfte derselben Diagnose.
Die Kritik nannte das zu literarisch, zu amerikanisch, zu wenig Klasse. Der Einwand trifft die Form und verfehlt die Pointe: Gerade weil Sennett Personen folgen kann, sieht man, was Statistik als Anpassung verbucht. Wer Flexibilität nur als Chance kennt, hat diesen Bericht nicht gelesen.
Werke
- Der flexible Mensch (1998)
In Auswahl außerdem: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens, Handwerk.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.