Hitlers Volksstaat

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Hitlers Volksstaat
Autor(en): Götz Aly
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 2005
Seitenanzahl: 479 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 359615863X
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596158638
Schlagwörter: Nationalsozialismus, Volksgemeinschaft, Raub, Sozialpolitik
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen

Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus erschien 2005. Götz Aly erklärt die Zustimmung zum NS-Staat nicht zuerst aus Ideologie oder Terror, sondern aus dem materiellen Gewinn, den »arische« Deutsche aus Enteignung, Krieg und umgelenkter Steuerlast zogen.

Inhalt

Aly rechnet. Familienlastenausgleich, Ehestandsdarlehen, der Verzicht auf eine scharfe Kriegsbesteuerung der Masse, die Plünderung der Juden im Reich und in den besetzten Gebieten, die Ausbeutung der eroberten Volkswirtschaften: Der Nationalsozialismus erscheint als eine Politik, die Zustimmung kauft. Die Volksgemeinschaft ist bei ihm eine Gemeinschaft von Nutznießern. Wer profitierte, musste die Verbrechen nicht lieben; er musste sie nicht stören.

Der »nationale Sozialismus« des Untertitels ist keine Verharmlosung, sondern die These, dass Umverteilung nach innen und Raub nach außen zusammengehören. Aly führt das bis in die Alltagswährung: Beute aus Wohnungen, Möbel aus den Niederlanden, Lebensmittel aus dem Osten. Der Krieg finanziert die Stimmung, die den Krieg trägt. Ohne diesen Kreislauf, so Aly, wäre die Herrschaft brüchiger gewesen.

Das Buch hat den Streit gesucht. Kritiker warfen ihm vor, Ideologie und Terror zu unterschätzen und aus Korrelationen eine Kausalität zu machen. Aly hält dagegen, dass die moralische Geschichte den Deutschen zu billig gekommen sei, solange sie den Preis nicht nannte, den andere für deutsche Konsumruhe zahlten. Die Stärke liegt in den Zahlen und Akten; die Grenze liegt dort, wo aus einem Motiv das Motiv wird.

Einordnung

Neben Fests Biographie und Kershaws Standardwerk ist dies die unbequemste Ergänzung: nicht der Charakter des Führers, sondern die Buchhaltung der Gefolgschaft. Aly hat die NS-Forschung um den Satz gebracht, Zustimmung sei auch eine ökonomische Tatsache gewesen. Man muss ihm nicht in jedem Prozent folgen, um den Satz zu behalten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.