Mein Kampf
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Mein Kampf |
| Autor(en): | Adolf Hitler |
| Herausgeber: | Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Institut für Zeitgeschichte |
| Serie: | Eine kritische Edition, 2 Bände |
| Erscheinungsjahr: | 1925 |
| Seitenanzahl: | 1966 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3981405234 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783981405231 |
| Schlagwörter: | Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassenlehre, Propaganda |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Mein Kampf ist die 1925 und 1926 in zwei Bänden erschienene Programmschrift Adolf Hitlers. Sie ist kein Buch, das man liest, sondern eines, das man kennen muss: Sie hat angekündigt, was später geschah. Die Angaben beziehen sich auf die kommentierte Edition des Instituts für Zeitgeschichte.
Inhalt
Entstanden ist der erste Band 1924 in der Festungshaft in Landsberg, zu der Hitler nach dem gescheiterten Putsch vom November 1923 wegen Hochverrats verurteilt worden war. Die Haftbedingungen waren komfortabel, Besuch und Schreibmaschine erlaubt; Rudolf Heß und Emil Maurice halfen. Der ursprünglich geplante Titel – Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit – verrät den Ton besser als der endgültige. Der zweite Band entstand nach der vorzeitigen Entlassung auf dem Obersalzberg. Vordergründig ist das Ganze ein Lebenslauf: Kindheit, die Wiener Jahre, der Krieg, der Aufstieg der Partei. Nachprüfbar ist daran wenig, und vieles ist nachweislich zurechtgelegt, vor allem die Erzählung von der Bekehrung zum Antisemiten in Wien.
Der eigentliche Inhalt ist eine Weltanschauung aus wenigen, immer wiederholten Sätzen. Die Geschichte sei ein Kampf der Rassen, in dem allein die Arier Kultur schüfen; die Juden erscheinen als Gegenrasse, als Parasit, dem Hitler zugleich Kapitalismus und Bolschewismus zurechnet – ein Widerspruch, den er nicht auflöst, weil er ihn nicht braucht. Demokratie, Parlament, Mehrheitsbeschluss gelten als Verfallserscheinungen und werden durch das Führerprinzip ersetzt. Außenpolitisch steht das Ziel bereits fest: Lebensraum im Osten, gewonnen mit Gewalt auf Kosten Russlands, davor die Abrechnung mit Frankreich. Dazwischen stehen die berüchtigten Kapitel über Propaganda, die empfehlen, sich an die Masse zu wenden, wenige Punkte endlos zu wiederholen und mit der Größe einer Lüge zu arbeiten. Und es gibt jene Stelle am Ende des ersten Bandes, an der Hitler schreibt, man hätte im Krieg Tausende von Juden unter Giftgas halten sollen – 1924 gedruckt und käuflich.
Gelesen wurde das Buch anfangs kaum, gekauft dagegen immer mehr: rund 250.000 Stück bis 1933, danach in Millionenauflagen, Standesämter überreichten es Brautpaaren, bis 1945 waren über zwölf Millionen Exemplare im Umlauf. Hitler wurde davon wohlhabend. Die Behauptung, niemand habe wissen können, was kommen würde, ist damit schwer zu halten – das Programm lag in fast jedem Haushalt, ungelesen.
Einordnung
Nach 1945 fiel das Urheberrecht an den Freistaat Bayern, der Neudrucke bis zum Ablauf der Frist Ende 2015 verhinderte. Im Januar 2016 legte das Institut für Zeitgeschichte eine kommentierte Ausgabe vor: zwei Bände, fast zweitausend Seiten, rund 3.500 Anmerkungen, die den Text Absatz für Absatz mit dem konfrontieren, was tatsächlich der Fall war. Der Streit darüber, ob man das drucken dürfe, war heftig und ist entschieden – die Ausgabe wurde ein Bestseller und wird in Schulen benutzt. Das ist der einzige vernünftige Umgang mit diesem Buch: nicht verstecken, sondern aufschlagen und danebenschreiben, was daraus geworden ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 5, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.