Autor:Elias Canetti

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Elias Canetti (1905–1994), in Rustschuk an der Donau geboren, hat Masse und Macht aus Berührung, Befehl und Überleben gedacht, ohne einer Schule zu gehören. Masse und Macht von 1960 ist das theoretische Hauptwerk; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Leben

Sephardische Kaufmannsfamilie, Ladino zuerst, Manchester, nach dem Tod des Vaters Wien, die Mutter zwang das Deutsche herbei. Zürich, Frankfurt, die Promotion in Chemie, die er nicht ausübte. Der Umweg ist 1927: der Brand des Wiener Justizpalastes, die Menge, die er sah und nicht vergaß. 1938 die Flucht nach London, zwei Jahrzehnte am Massebuch, Veza Canetti an jeder Silbe. Später Zürich. Er starb dort; Deutsch blieb, schrieb er, die Sprache seines Geistes, weil er Jude sei.

Wirkung

Canetti hat gegen Gustave Le Bon und Sigmund Freud geschrieben, ohne deren Begriffe zu übernehmen. Nichts fürchte der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes; in der Masse allein werde er erlöst. Entladung, Gleichheit, Dichte, Richtung; der Befehl als älter als die Sprache, mit Todesdrohung im Kern, danach der Stachel, der nur vergeht, wenn man ihn weitergibt. Macht offenbart sich im Überleben vor dem Toten. Faschismus wird umkreist, ohne die Wörter zu strapazieren.

Die Aufnahme war zwiespältig: Bewunderung der Prosa, Zweifel an der Wissenschaftlichkeit, der Vorwurf des Mythos. Wer das Buch als Soziologie im engen Sinn oder als verschlüsselte Hitlerbiographie liest, verfehlt die ethnographische Breite. Die Autobiographie – Die gerettete Zunge, Die Fackel im Ohr – hat den Roman Die Blendung und das Massebuch nachträglich beleuchtet. Geblieben sind Entladung, Stachel und die Furcht vor der fremden Berührung.

Werke

In Auswahl außerdem: Die gerettete Zunge, Die Fackel im Ohr, Das Augenspiel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.