Summa theologica

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Summa theologica
Autor(en): Thomas von Aquin
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Kröner
Serie:
Erscheinungsjahr: 1266
Seitenanzahl: 520 Seiten
Originaltitel: Summa theologiae
Originalsprache: lateinisch
ISBN-10: 3520105039
ISBN-13/

EAN-Code:

9783520105035
Schlagwörter: Gott, Schöpfung, Tugend, Gesetz
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Rezensionen
Umschlag

Summa theologica (auch Summa theologiae, deutsch Summe der Theologie) ist das zwischen 1265 oder 1266 und 1273 entstandene Hauptwerk des Thomas von Aquin. Es ordnet die ganze heilige Lehre in Fragen, Einwänden, Gegengründen und Antworten und blieb unvollendet, als Thomas nach einem Erlebnis das Schreiben niederlegte. Der Dominikaner lehrte in Paris und Neapel und wollte Anfänger durch die Theologie führen, nicht Gelehrte mit Sentenzenkommentaren ermüden. Drei Teile gelten Gott und der Schöpfung, dem handelnden Menschen, Christus und den Sakramenten; das letzte Stück fehlt. Die Summe zählt, weil sie Aristoteles taufte, ohne den Glauben zur Fußnote der ersten Philosophie zu machen.

Inhalt

Thomas schreibt gegen die Zersplitterung der Sentenzenkommentare und gegen die Furcht, Aristoteles verderbe den Glauben. Die Summe soll Anfänger führen: von Gott über die Schöpfung zum Menschen und seiner Rückkehr in Gott. Jeder Artikel hebt mit Einwänden an, die die gegenteilige Meinung stark machen, zitiert eine Autorität – oft die Schrift, Augustinus, Aristoteles –, und entscheidet. Gott ist nicht eine Sache unter Sachen; sein Dasein wird in den fünf Wegen erschlossen, vom Beweger, von der Ursache, vom Möglichen, vom Grad, vom Zweck. Wesen und Dasein fallen in Gott zusammen; in den Geschöpfen nicht. Die Schöpfung ist keine Emanation, die Gott verdünnt, sondern Setzung aus nichts, die die Welt wirklich lässt.

Der zweite Teil gilt dem Menschen als handelndem Wesen. Glückseligkeit ist das letzte Ziel; sie liegt in der Schau Gottes, nicht im Reichtum und nicht in der Ehre. Tugenden sind Haltungen, die das Handeln festigen: die sittlichen, die die Mitte treffen, und die göttlichen – Glaube, Hoffnung, Liebe –, die über die Natur hinausheben. Das Gesetz ist ewiges Gesetz in Gott, natürliches im vernünftigen Geschöpf, menschliches in der Satzung, göttliches in der Offenbarung. Thomas hält die Vernunft hoch und begrenzt sie: Was die Vernunft vom Glück weiß, reicht nicht zur Seligkeit. Der dritte Teil, unvollendet, gilt Christus, den Sakramenten, der Rückkehr. Die Supplemente aus dem Sentenzenkommentar haben später ergänzt, was fehlte.

Die Form ist scholastisch und von einer Ruhe, die den Streit in das Schema nimmt. Unsicher bleibt, wie weit Aristoteles trägt, wo die Dreieinigkeit und die Menschwerdung keine Analogie in der ersten Philosophie haben. Thomas bricht ab; die Legende vom Verstummen gehört zur Rezeption. Der Ton ist nicht andächtig, sondern prüfend. Wer die Summe als Dogmatik ohne Philosophie liest, verfehlt die fünf Wege; wer sie nur als Aristoteles im Ornat liest, verfehlt die Gnade, die die Natur voraussetzt und übersteigt.

Einordnung

Keine lateinische Theologie hat Europa so lange unterrichtet. Die Metaphysik des Aristoteles wird hier Taufe und Grenze: Substanz, Akt und Möglichkeit dienen der Schöpfung, der unbewegte Beweger wird zum Gott der Offenbarung, ohne mit ihm zusammenzufallen. Luther hat die Scholastik verworfen, die Neuscholastik hat Thomas zurückgeholt, das Zweite Vatikanische Konzil ihn empfohlen, ohne ihn zum Gesetz zu machen. Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft zerstört die Gottesbeweise in der Form, in der die Schulmetaphysik sie weitergab; die fünf Wege sind damit nicht erledigt, aber ihrer Unschuld beraubt.

Die Kröner-Auswahl von Joseph Bernhart macht die Summe auf Deutsch greifbar, in einem Deutsch, das eigene Wörter wagt. Die Kritik nennt das System geschlossen, wo die Welt offen ist, und hierarchisch, wo Freiheit zählen soll. Geblieben ist die Methode, den Gegner zuerst recht zu haben, und der Satz, dass Gnade die Natur nicht aufhebt, sondern vollendet. Wer im Abendland über Glauben und Vernunft spricht, ohne sie zu trennen wie Feinde, spricht oft noch in dieser Ordnung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.