Die elementaren Formen des religiösen Lebens: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. August 2026, 20:40 Uhr
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die elementaren Formen des religiösen Lebens |
| Autor(en): | Émile Durkheim |
| Originaltitel: | Les Formes élémentaires de la vie religieuse |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1912 |
| Schlagwörter: | Totem, Ritual, Gesellschaft, Heilig |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Religionswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 604 Seiten |
| ISBN: | 9783518287255 |
| Verweise | |
Die elementaren Formen des religiösen Lebens (französisch Les Formes élémentaires de la vie religieuse) ist das 1912 erschienene religionssoziologische Hauptwerk von Émile Durkheim. Die Gesellschaft verehrt im Heiligen sich selbst.
Inhalt
Durkheim geht zu den australischen Totemkulten, nicht aus Exotik, aus Methode: Im Einfachsten soll das Wesen sichtbar werden. Heilig und profan scheiden die Welt. Das Totem ist das Zeichen der Sippe; in ihm verdichtet sich die Gruppe zur Macht, die der Einzelne als Außen erlebt – als Gott, als Kraft, als Verbot.
Das Ritual ist der Motor. In der Versammlung steigt eine Erregung, die über das Alltags-Ich hinausgeht; Durkheim beschreibt sie als kollektive Sprengkraft, aus der Verpflichtung und Begeisterung kommen. Glauben ohne Ritus verblasst. Die Kategorien des Denkens – Zeit, Raum, Gattung – haben in dieser Lesart denselben Ursprung: die Ordnung der Gruppe, nicht die des isolierten Verstandes.
Das Buch ist ethnographisch gebaut und philosophisch gemeint. Die australischen Befunde sind seither bestritten. Die Verschiebung bleibt: Religion ist keine Illusion, die man wegerklärt, und kein Jenseits, das man glaubt. Sie ist die Art, in der eine Gesellschaft sich als heilig erfährt.
Einordnung
Neben Der Selbstmord vollendet dies Durkheims Programm: Bindung messen, Bindung gründen. Die Religionswissenschaft hat den funktionalen Kern genommen und die Totemtheorie oft verworfen; die Soziologie hat das Heilige als Gesellschaftsbegriff behalten. Wer Durkheim nur als Reduktionisten liest, der Gott durch Gruppe ersetzt, unterschlägt die Pointe: dass die Gruppe als Gott wirkt – mit Gebot, Rausch und Opfer. Ohne diesen Ernst wird aus Religion Sozialkit.
Ideen
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
