Eine Theorie der Gerechtigkeit: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 18. August 2026, 13:47 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Eine Theorie der Gerechtigkeit
Autor(en): John Rawls
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1971
Seitenanzahl: 672 Seiten
Originaltitel: A Theory of Justice
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518277710
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518277713
Schlagwörter: Gerechtigkeit, Schleier, Fairness, Grundgüter
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen

Eine Theorie der Gerechtigkeit (englisch A Theory of Justice) ist das 1971 erschienene Hauptwerk von John Rawls. Es hat die politische Philosophie als normative Disziplin zurückgebracht: nicht nur klären, was Wörter meinen, sondern sagen, was gerecht wäre.

Inhalt

Rawls stellt sich Menschen vor, die hinter einem Schleier des Nichtwissens Grundsätze wählen: Sie kennen ihre Klasse, ihr Geschlecht, ihre Gaben nicht. Unter dieser Bedingung, so die Behauptung, wählen sie zwei Prinzipien. Jeder hat den gleichen Anspruch auf die umfangreichste Freiheit, die mit der gleichen Freiheit der anderen vereinbar ist. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind nur gerecht, wenn sie den am wenigsten Begünstigten am meisten nützen und mit Ämtern verbunden sind, die allen offenstehen.

Gerechtigkeit als Fairness steht gegen den Utilitarismus, der das Glück der einen gegen das Leiden der anderen rechnen darf. Grundgüter – Rechte, Freiheit, Einkommen, die sozialen Grundlagen der Selbstachtung – sind nicht verhandelbar wie Waren. Der Staat, der daraus folgt, ist weder der Nachtwächter noch die Planbehörde; er ist die Ordnung, die Ungleichheit rechtfertigungspflichtig macht.

Das Buch ist lang, schulmäßig, voller Einwände, die Rawls selbst vorbringt und beantwortet. Gerade diese Nüchternheit hat es durchgesetzt.

Einordnung

Kaum ein philosophisches Werk nach 1945 hat so viele Gegner auf den Plan gerufen und so sehr die Mitte bestimmt. Robert Nozick antwortete mit dem libertären Gegenentwurf, Kommunitaristen warfen Rawls vor, den Menschen ohne Bindung zu denken, Feministinnen den Schleier ohne Geschlecht. Neben Friedrich August von Hayeks Der Weg zur Knechtschaft und John Maynard Keynes' Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes steht es als der dritte große Ordnungsentwurf des Jahrhunderts – der einzige, der von der Fairness her denkt, nicht vom Markt oder der Nachfrage.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.