Die Kultur der Renaissance in Italien: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Neuer Artikel: Werkeintrag (neu formuliert).)
 
(Einordnung: Werkverweise mit Autor und Titel.)
Zeile 29: Zeile 29:
 
== Einordnung ==
 
== Einordnung ==
  
Mit diesem Buch wird Kulturgeschichte eine eigene Disziplin, nicht der Rest, der nach Kriegen und Verträgen übrig bleibt. [[Herbst des Mittelalters|Huizingas Herbst]] antwortet darauf für den Norden; beide fragen nach Formen, nicht nach Siegern. Burckhardt war Schweizer und schrieb gegen den preußischen Nationalstaat seiner Zeit. Dass »Renaissance« seither ein Epochenwort ist, geht auf ihn zurück – samt allem, was später an diesem Wort zu viel versprochen wurde.
+
Mit diesem Buch wird Kulturgeschichte eine eigene Disziplin, nicht der Rest, der nach Kriegen und Verträgen übrig bleibt. Huizingas [[Herbst des Mittelalters]] antwortet darauf für den Norden; beide fragen nach Formen, nicht nach Siegern. Burckhardt war Schweizer und schrieb gegen den preußischen Nationalstaat seiner Zeit. Dass »Renaissance« seither ein Epochenwort ist, geht auf ihn zurück – samt allem, was später an diesem Wort zu viel versprochen wurde.
  
 
[[Kategorie:Sachbuch]]
 
[[Kategorie:Sachbuch]]

Version vom 13. August 2026, 11:50 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Kultur der Renaissance in Italien
Autor(en): Jacob Burckhardt
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Kröner
Serie: Kröners Taschenausgabe
Erscheinungsjahr: 1860
Seitenanzahl: 594 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3520053128
ISBN-13/

EAN-Code:

9783520053121
Schlagwörter: Renaissance, Individualismus, Italien, Kulturgeschichte
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen

Die Kultur der Renaissance in Italien ist der 1860 erschienene »Versuch« des Basler Historikers Jacob Burckhardt. Er verschiebt die Geschichte vom Staat auf die Formen des Lebens: Was die Italiener zwischen Trecento und Cinquecento aus sich und der Welt gemacht haben, gilt ihm als der Anfang der Moderne.

Inhalt

Burckhardt beginnt beim Staat als Kunstwerk. Die Signorien und Republiken Italiens sind ihm nicht Vorstufen der Nation, sondern Experimente der Macht, in denen Berechnung, Grausamkeit und Form zusammenfallen. Der Condottiere, der Tyrann, der Diplomat – sie handeln, als ließe sich ein Gemeinwesen entwerfen wie eine Fassade. Daraus folgt der zweite Satz des Buches: Die Renaissance entdeckt den Menschen als Individuum. Biographie, Porträt, Ruhm und der nackte Körper werden zu Weisen, ein Einzelner zu sein.

Gleichzeitig wird die Welt wieder lesbar. Antike Texte, Ruinen, die Natur und die ferne Geographie treten aus der Allegorie heraus. Burckhardt beschreibt Feste, Geselligkeit, Religion und Alltagsgewalt, ohne sie in Fortschritt aufzulösen. Die Wiedergeburt der Antike ist bei ihm keine Schulübung; sie ist der Stoff, aus dem eine säkulare Kultur ihre Maßstäbe nimmt – und ihre Hybris.

Das Buch hat keine Handlung und keinen Helden. Es hat Typen und Szenen: den Hofmann, den Gelehrten, den Banditen, den Heiligen. Der »Versuch« im Untertitel ist ernst gemeint. Burckhardt ordnet, wo Ranke reihen würde, und er urteilt ästhetisch, wo andere moralisch urteilen. Am Ende steht keine These über den Sieg der Vernunft, sondern ein Bild: Italien als der Ort, an dem der moderne Mensch zuerst sichtbar wird – glänzend und ohne Schonung.

Einordnung

Mit diesem Buch wird Kulturgeschichte eine eigene Disziplin, nicht der Rest, der nach Kriegen und Verträgen übrig bleibt. Huizingas Herbst des Mittelalters antwortet darauf für den Norden; beide fragen nach Formen, nicht nach Siegern. Burckhardt war Schweizer und schrieb gegen den preußischen Nationalstaat seiner Zeit. Dass »Renaissance« seither ein Epochenwort ist, geht auf ihn zurück – samt allem, was später an diesem Wort zu viel versprochen wurde.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.