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Version vom 13. August 2026, 10:33 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Alles zerfällt |
| Autor(en): | Chinua Achebe |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1958 |
| Seitenanzahl: | 236 Seiten |
| Originaltitel: | Things Fall Apart |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3596905745 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783596905744 |
| Schlagwörter: | Kolonialismus, Igbo, Nigeria, Tradition |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Alles zerfällt (englisch Things Fall Apart) ist der 1958 erschienene erste Roman von Chinua Achebe. Er erzählt den Untergang einer Igbo-Welt von innen – nicht als Entdeckung durch Weiße, sondern als Geschichte eines Mannes, der das Alte so hart macht, dass es bricht. Die ältere deutsche Fassung hieß Okonkwo oder Das Alte stürzt.
Inhalt
Okonkwo ist der starke Mann von Umuofia. Er hat sich aus der Schande eines schwachen Vaters herausgearbeitet, besitzt Yams, Titel und Furcht, und hält die Bräuche so genau, weil er sich selbst nicht traut. Innere Unsicherheit wird bei ihm zu Härte, auch gegen die, die er liebt. Als das Dorf den beschlossenen Tod des Pflegesohns Ikemefuna vollstrecken lässt, führt Okonkwo den Hieb selbst – gegen den Rat, gegen die Zuneigung, aus Angst, weich zu erscheinen.
Ein versehentlicher Totschlag zwingt ihn in siebenjährige Verbannung. Im Mutterdorf sieht er die ersten Missionare, und sein leiblicher Sohn Nwoye, der den Tod Ikemefunas nicht verwunden hat, geht zu ihnen über. Als Okonkwo zurückkehrt, ist Umuofia nicht mehr dasselbe: Kirche, Gericht, eine fremde Verwaltung haben sich zwischen die Clans geschoben. Er will den Kampf, den die anderen nicht mehr wollen, tötet einen Boten der neuen Ordnung und erhängt sich. Nach Igbo-Recht ist der Selbstmord eine Verunreinigung; die Dorfbewohner dürfen ihn nicht begraben. Der britische Bezirksbeamte notiert den Fall für ein Kapitel seines geplanten Buches über die Befriedung der Stämme.
Der Titel stammt aus Yeats’ Gedicht The Second Coming: Things fall apart; the centre cannot hold. Achebe gibt der Zeile eine afrikanische Mitte – Sprache, Sprichwort, Fest, Recht der Ahnen – und zeigt, wie sie nachgibt: nicht nur unter dem Druck der Kolonialmacht, sondern auch unter der Starrheit dessen, der sie verteidigt. Das Dorfleben füllt die ersten zwei Drittel fast ohne Weiße; erst dann kommt, was der Titel verspricht.
Einordnung
Es ist der Roman, mit dem die moderne afrikanische Literatur auf Englisch weltläufig wurde: geschrieben gegen die Afrika-Bilder von Conrad und Joyce Cary, in der Sprache der Kolonialmacht, aber im Rhythmus der Igbo-Rede. Achebe hat Okonkwo nicht zum Edelwilden gemacht. Die Grausamkeit, die im Namen der Sitte geschieht, steht in dem Buch, und der Untergang ist keine reine Anklage gegen die Mission. Was folgt – No Longer at Ease, Arrow of God – führt die Geschichte in die Unabhängigkeit weiter. Alles zerfällt bleibt der Anfang, bei dem man sieht, was zerfiel, bevor man über das Neue spricht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.