Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. August 2026, 17:00 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie |
| Autor(en): | Karl Marx |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Dietz Verlag |
| Serie: | Marx-Engels-Werke 23 |
| Erscheinungsjahr: | 1867 |
| Seitenanzahl: | 955 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3320002252 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783320002251 |
| Schlagwörter: | Kapitalismus, Mehrwert, Arbeit, Ökonomiekritik |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Gesellschaftstheorie |
| Rezensionen | |
Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie ist das Hauptwerk von Karl Marx. Der erste Band erschien 1867; die Angaben in der Infobox beziehen sich auf ihn in der Ausgabe der Marx-Engels-Werke. Vollendet hat Marx das Werk nie.
Inhalt
Marx beginnt nicht mit Fabriken oder Klassen, sondern mit der Ware – dem kleinsten Baustein, aus dem sich der Reichtum kapitalistischer Gesellschaften zusammensetzt. Jede Ware hat einen Gebrauchswert, den sie für den Käufer hat, und einen Tauschwert, in dem sie sich mit ganz anderen Dingen vergleichen lässt. Vergleichbar, so die Grundthese, sind sie nur, weil in allen dasselbe steckt: gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit. Aus dieser Analyse entwickelt Marx das Geld und beschreibt, wie das fertige Produkt seine Herkunft verbirgt – Verhältnisse zwischen Menschen erscheinen als Eigenschaften von Dingen und Preisen. Diesen Schein nennt er den Fetischcharakter der Ware.
Der Kern des Buches ist die Frage, woher der Gewinn kommt, wenn im Tausch alle Beteiligten Gleichwertiges hergeben. Marx' Antwort: Auf dem Markt gibt es eine Ware, deren Gebrauch mehr Wert schafft, als sie selbst kostet – die Arbeitskraft. Der Lohnarbeiter verkauft sie zu ihrem Wert und arbeitet länger, als zu deren Ersatz nötig wäre; die Differenz ist der Mehrwert und damit die Quelle des Profits. Ausbeutung ist in dieser Darstellung kein Betrug einzelner Unternehmer, sondern die reguläre Funktionsweise eines Systems, in dem korrekt bezahlt wird. Wie sich der Mehrwert steigern lässt, zeigen die längsten Kapitel: durch Verlängerung des Arbeitstags und, wo Gesetze das verwehren, durch Kooperation, Arbeitsteilung und Maschinerie. Für den Arbeitstag hat Marx die Berichte englischer Fabrikinspektoren ausgewertet, und in der trockenen Analyse steht plötzlich die Nachtarbeit von Kindern.
Im letzten Teil geht es um die Bewegung des Ganzen. Profit wird nicht verzehrt, sondern wieder investiert; Akkumulation zwingt zu Konzentration, verdrängt kleinere Kapitale und schafft eine Reservearmee von Arbeitslosen, die den Lohn drückt. Am Ende kehrt Marx die Gründungserzählung der Ökonomie um: Am Anfang stand kein sparsamer Fleiß, sondern Gewalt – Vertreibung der Bauern von ihrem Land, Kolonialraub, Sklavenhandel. Die berühmte Schlussprognose, dass die Konzentration der Produktion die Enteigner selbst enteignen werde, steht als Ergebnis einer Beweisführung da, nicht als Aufruf.
Einordnung
Nur der erste Band ist von Marx selbst abgeschlossen und stilistisch durchgearbeitet worden. Den zweiten stellte Friedrich Engels 1885 aus Manuskripten zusammen, den dritten 1894 überwiegend aus Entwürfen von 1864/65, die Marx nach seiner Erkrankung kaum noch überarbeitet hatte; als vierter Band gelten die Theorien über den Mehrwert, die Karl Kautsky zuerst gekürzt und eigenmächtig geordnet herausgab und die erst in einer Edition der Jahre 1956 bis 1962 zuverlässig vorlagen. Zu lesen ist das Werk deshalb als Baustelle. Zugleich ist es zweierlei auf einmal: eine strenge ökonomische Untersuchung und eine Anklageschrift, deren Ironie an keiner Stelle nachlässt – und die Grundlage, auf die sich Arbeiterbewegung, Sozialwissenschaft und ein halbes Jahrhundert Staatspolitik gleichermaßen berufen haben.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Modell nicht angegeben). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.