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| − | Der Mechaniker '''Étienne Lantier''', Sohn der Gervaise aus ''Der Totschläger'', findet in den Gruben von Montsou Arbeit und Wohnung bei der Familie Maheu. Unter Tage die Hitze, oben der Hunger; Frauen und Kinder fahren mit ein. Étienne liest sozialistische Schriften, gründet eine | + | Der Mechaniker '''Étienne Lantier''', Sohn der Gervaise aus ''Der Totschläger'', findet in den Gruben von Montsou Arbeit und Wohnung bei der Familie Maheu. Unter Tage die Hitze und die stickige Luft, oben der Hunger; Frauen und Kinder fahren mit ein. Der Lohn reicht kaum zum Leben, die Grubengesellschaft bleibt unsichtbar. Étienne liest sozialistische Schriften, gründet eine Hilfskasse und wird, als die Gesellschaft den Lohn drückt, zum Anführer des Streiks. |
| − | Zehntausend treten der Internationale bei. | + | Zehntausend treten der Internationale bei, in der Hoffnung auf Geld aus dem Ausland. Es reicht nicht lange. Hunger, Unnachgiebigkeit der Gesellschaft und belgische Streikbrecher unter Militärschutz treiben den Ausstand in die Gewalt: Sabotage, ein Marsch der Hungernden, Schüsse, Tote. Die Pariser Blätter sprechen von einem Blutbad; die Grube geht wieder auf, die Forderungen sind nicht erfüllt. |
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| + | '''Souvarine''', der russische Anarchist, sabotiert den Schacht. Étienne überlebt eine Katastrophe unter Tage und geht. Der Erzähler sieht im letzten Satz kein Siegesfest, sondern Keimen: was unter der Erde liegt, werde die Erde sprengen. | ||
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| − | Zola hat den Streik nicht zum Siegeslied gemacht. Die Grube ist das Ungeheuer, die Aktionäre bleiben unsichtbar, die Niederlage ist vollständig – und trotzdem keimt es. Der Naturalismus zählt Löhne, Schächte, Körper; die Prophetie sitzt nur im letzten Satz. Neben [[Autor:Honoré de Balzac|Balzac]] und [[Autor:Gustave Flaubert|Flaubert]] hat Zola die Arbeit in den französischen Roman gezwungen, ohne sie zu verklären. | + | Zola hat den Streik nicht zum Siegeslied gemacht. Die Grube ist das Ungeheuer, die Aktionäre bleiben unsichtbar, die Niederlage ist vollständig – und trotzdem keimt es. Der Naturalismus zählt Löhne, Schächte, Körper; die Prophetie sitzt nur im letzten Satz. ''Nana'' hat die Halbwelt berühmt gemacht, ''Der Totschläger'' das Elend der Stadt; ''Germinal'' holt dieselbe Familie in die Kohle. Neben [[Autor:Honoré de Balzac|Balzac]] und [[Autor:Gustave Flaubert|Flaubert]] hat Zola die Arbeit in den französischen Roman gezwungen, ohne sie zu verklären. |
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Version vom 21. August 2026, 14:48 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Germinal |
| Autor(en): | Émile Zola |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Reclam |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1885 |
| Seitenanzahl: | 622 Seiten |
| Originaltitel: | Germinal |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3150049288 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783150049280 |
| Schlagwörter: | Bergwerk, Streik, Hunger, Proletariat |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Germinal ist ein Roman von Émile Zola, 1885 erschienen, der dreizehnte der zwanzig Rougon-Macquart. Der Titel nennt den Keimmonat des Revolutionskalenders: unter der Erde gärt, was die Erde sprengen wird. Weit bekannter im Zyklus waren zunächst Nana und Der Totschläger; Germinal ist das Buch der Grube und des Streiks.
Inhalt
Der Mechaniker Étienne Lantier, Sohn der Gervaise aus Der Totschläger, findet in den Gruben von Montsou Arbeit und Wohnung bei der Familie Maheu. Unter Tage die Hitze und die stickige Luft, oben der Hunger; Frauen und Kinder fahren mit ein. Der Lohn reicht kaum zum Leben, die Grubengesellschaft bleibt unsichtbar. Étienne liest sozialistische Schriften, gründet eine Hilfskasse und wird, als die Gesellschaft den Lohn drückt, zum Anführer des Streiks.
Zehntausend treten der Internationale bei, in der Hoffnung auf Geld aus dem Ausland. Es reicht nicht lange. Hunger, Unnachgiebigkeit der Gesellschaft und belgische Streikbrecher unter Militärschutz treiben den Ausstand in die Gewalt: Sabotage, ein Marsch der Hungernden, Schüsse, Tote. Die Pariser Blätter sprechen von einem Blutbad; die Grube geht wieder auf, die Forderungen sind nicht erfüllt.
Souvarine, der russische Anarchist, sabotiert den Schacht. Étienne überlebt eine Katastrophe unter Tage und geht. Der Erzähler sieht im letzten Satz kein Siegesfest, sondern Keimen: was unter der Erde liegt, werde die Erde sprengen.
Einordnung
Zola hat den Streik nicht zum Siegeslied gemacht. Die Grube ist das Ungeheuer, die Aktionäre bleiben unsichtbar, die Niederlage ist vollständig – und trotzdem keimt es. Der Naturalismus zählt Löhne, Schächte, Körper; die Prophetie sitzt nur im letzten Satz. Nana hat die Halbwelt berühmt gemacht, Der Totschläger das Elend der Stadt; Germinal holt dieselbe Familie in die Kohle. Neben Balzac und Flaubert hat Zola die Arbeit in den französischen Roman gezwungen, ohne sie zu verklären.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
