Dialektik der Aufklärung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 18. August 2026, 13:43 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Dialektik der Aufklärung
Autor(en): Max Horkheimer, Theodor W. Adorno
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: S. Fischer
Serie:
Erscheinungsjahr: 1947
Seitenanzahl: 304 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3596274044
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596274040
Schlagwörter: Aufklärung, Mythos, Kulturindustrie, Herrschaft
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen

Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente ist das 1947 erschienene Gemeinschaftswerk von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Geschrieben im kalifornischen Exil, fragt es, warum die Aufklärung in Mythos und Barbarei umschlägt, statt sie zu beenden.

Inhalt

Die These steht am Anfang: Aufklärerisches Denken ist von der Freiheit nicht zu trennen – und trägt in seinem Begriff den Keim des Rückschritts. Wer die Natur beherrschen will, indem er sie aufs Berechenbare reduziert, beherrscht am Ende die Menschen nach demselben Muster. Odysseus an den Mast gebunden, die Sirenen überlistend, ist das Urbild: Selbsterhaltung durch Verzicht, List als Herrschaft über sich und andere.

Das Kapitel über die Kulturindustrie beschreibt Film, Rundfunk und Zeitschriften nicht als Kunst für alle, sondern als Zurichtung: Wiederholung, Hit, das Immergleiche, das sich als Neuheit verkauft. Unterhaltung wird zur Verlängerung der Arbeit. Das Kapitel über den Antisemitismus liest die Judenverfolgung als Ticketdenken: Der Hass braucht den, den man aus der aufgeklärten Ordnung herausdefinieren kann.

Die Fragmente sind keine Systematik. Sie sind geschriebene Gespräche, von Gretel Adorno mitnotiert, scharf, aphoristisch, ohne Trost. Die zweite Ausgabe von 1969 hat das Buch zur Pflichtlektüre der westdeutschen Linken gemacht.

Einordnung

Neben Hannah Arendts Totalitarismusbuch und Karl Poppers Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist dies der dritte große Versuch, Auschwitz und den Stalinismus aus der Moderne selbst zu verstehen – hier nicht als Verrat an der Aufklärung, sondern als ihre Dialektik. Die Kulturindustrie-These hat die Medienkritik des Jahrhunderts geprägt, von Marshall McLuhans Die magischen Kanäle bis zu den Debatten über das Netz. Gelesen wird das Buch schwer; umgangen werden kann es nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.