Verfall und Untergang des römischen Imperiums: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''The History of the Decline and Fall of the Roman Empire'' erschien 1776 bis 1788 in sechs Bänden. Die Angaben beziehen sich auf die zweibändige | + | ''Verfall und Untergang des römischen Imperiums'' (englisch ''The History of the Decline and Fall of the Roman Empire'') erschien 1776 bis 1788 in sechs Bänden. Die Angaben beziehen sich auf die zweibändige Ausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, die die vollständige neuere deutsche Übersetzung versammelt. Gibbon erzählt vom Zeitalter der Antonine bis zum Fall Konstantinopels 1453 – und behauptet, dabei den Triumph der Barbarei und der Religion beschrieben zu haben. |
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| − | + | Am Anfang steht ein Reich, das seinen Wohlstand für selbstverständlich nimmt. Unter den Antoninen liegt es in Frieden; mit Commodus beginnt der Verfall der kaiserlichen Würde, mit den Soldatenkaisern der Verfall der Einrichtungen. Gibbon schreibt als Aufklärer: Schlechte Regierung, Söldnerheere, Steuerdruck und der Verlust bürgerlicher Tugend wiegen schwerer als ein einzelnes Schlachtenglück. Die Germanen kommen nicht als Schicksal, sondern als Nutznießer einer Schwäche, die zuerst innen entsteht. | |
| − | Die Kapitel über das Christentum haben den Skandal gemacht. Gibbon bestreitet nicht den Glauben; er rechnet ihn zu den Kräften, die den Sinn fürs Irdische | + | Die Kapitel über das Christentum haben den Skandal gemacht. Gibbon bestreitet nicht den Glauben; er rechnet ihn zu den Kräften, die den Sinn fürs Irdische schwächen. Märtyrerkult, Mönchtum, theologische Streitigkeiten und die Bevorzugung der Kirche durch Konstantin erscheinen als Abzug von jener öffentlichen Energie, die das heidnische Rom zusammenhielt. Der Ton ist ironisch, nicht wütend. Die Fußnoten tragen oft die Pointe. |
Im Fortgang weitet sich der Blick nach Osten: Justinian, der Islam, die Kreuzzüge, das lateinische Kaisertum, zuletzt 1453. Das oströmische Jahrtausend ist bei Gibbon keine bloße Nachgeschichte; es ist der lange Beweis, dass ein Reich überleben kann, ohne das zu bleiben, was seinen Namen rechtfertigte. Der Untergang hat kein Datum. Er hat eine Richtung, und Gibbon gibt ihr eine Stimme – die des gebildeten Weltmanns, der Rom als Maß und als Warnung braucht. | Im Fortgang weitet sich der Blick nach Osten: Justinian, der Islam, die Kreuzzüge, das lateinische Kaisertum, zuletzt 1453. Das oströmische Jahrtausend ist bei Gibbon keine bloße Nachgeschichte; es ist der lange Beweis, dass ein Reich überleben kann, ohne das zu bleiben, was seinen Namen rechtfertigte. Der Untergang hat kein Datum. Er hat eine Richtung, und Gibbon gibt ihr eine Stimme – die des gebildeten Weltmanns, der Rom als Maß und als Warnung braucht. | ||
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Aktuelle Version vom 13. August 2026, 12:27 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Verfall und Untergang des römischen Imperiums |
| Autor(en): | Edward Gibbon |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | WBG |
| Serie: | 2 Bände |
| Erscheinungsjahr: | 1776 |
| Seitenanzahl: | 1941 Seiten |
| Originaltitel: | The History of the Decline and Fall of the Roman Empire |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3534268083 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783534268085 |
| Schlagwörter: | Römisches Reich, Aufklärung, Christentum, Dekadenz |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Verfall und Untergang des römischen Imperiums (englisch The History of the Decline and Fall of the Roman Empire) erschien 1776 bis 1788 in sechs Bänden. Die Angaben beziehen sich auf die zweibändige Ausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, die die vollständige neuere deutsche Übersetzung versammelt. Gibbon erzählt vom Zeitalter der Antonine bis zum Fall Konstantinopels 1453 – und behauptet, dabei den Triumph der Barbarei und der Religion beschrieben zu haben.
Inhalt
Am Anfang steht ein Reich, das seinen Wohlstand für selbstverständlich nimmt. Unter den Antoninen liegt es in Frieden; mit Commodus beginnt der Verfall der kaiserlichen Würde, mit den Soldatenkaisern der Verfall der Einrichtungen. Gibbon schreibt als Aufklärer: Schlechte Regierung, Söldnerheere, Steuerdruck und der Verlust bürgerlicher Tugend wiegen schwerer als ein einzelnes Schlachtenglück. Die Germanen kommen nicht als Schicksal, sondern als Nutznießer einer Schwäche, die zuerst innen entsteht.
Die Kapitel über das Christentum haben den Skandal gemacht. Gibbon bestreitet nicht den Glauben; er rechnet ihn zu den Kräften, die den Sinn fürs Irdische schwächen. Märtyrerkult, Mönchtum, theologische Streitigkeiten und die Bevorzugung der Kirche durch Konstantin erscheinen als Abzug von jener öffentlichen Energie, die das heidnische Rom zusammenhielt. Der Ton ist ironisch, nicht wütend. Die Fußnoten tragen oft die Pointe.
Im Fortgang weitet sich der Blick nach Osten: Justinian, der Islam, die Kreuzzüge, das lateinische Kaisertum, zuletzt 1453. Das oströmische Jahrtausend ist bei Gibbon keine bloße Nachgeschichte; es ist der lange Beweis, dass ein Reich überleben kann, ohne das zu bleiben, was seinen Namen rechtfertigte. Der Untergang hat kein Datum. Er hat eine Richtung, und Gibbon gibt ihr eine Stimme – die des gebildeten Weltmanns, der Rom als Maß und als Warnung braucht.
Einordnung
Neben Mommsens Römische Geschichte ist dies die andere große Rom-Erzählung: nicht die des Aufstiegs, sondern die des Verbrauchs. Das 19. Jahrhundert hat Gibbon als Stil gelesen, das 20. als These über Religion und Staat. Beides hält. Wer heute »Dekadenz« sagt und Rom meint, spricht in seinem Satzbau – oft ohne die Ironie, die den Satz erst erträglich machte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.