Ein einfaches Leben: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Sunja''' wächst auf der Insel Yeongdo bei Busan auf. Sie wird von '''Koh Hansu''' schwanger, einem reichen Koreaner aus Japan, der schon verheiratet ist. Sie weigert sich, die Geliebte zu sein, und heiratet '''Isak''', einen kranken presbyterianischen Prediger, der nach Osaka will. In den | + | '''Sunja''' wächst auf der Insel Yeongdo bei Busan auf. Sie wird von '''Koh Hansu''' schwanger, einem reichen Koreaner aus Japan, der schon verheiratet ist. Sie weigert sich, die Geliebte zu sein, und heiratet '''Isak''', einen kranken presbyterianischen Prediger, der nach Osaka will. In den Elendsvierteln von Ikaino beginnt das Leben als Koreaner in Japan: Arbeit, Scham, die japanische Sprache, die koreanische Küche, die Polizei. |
| − | Isak | + | Isak kommt ins Gefängnis, weil er den Shinto-Kult verweigert, und stirbt kurz nach der Entlassung. Sunja und die Schwägerin '''Kyunghee''' halten die Familie mit Kimchi und später mit Hansus undurchsichtiger Hilfe am Leben. Die Söhne teilen sich das Jahrhundert: '''Noa''' lernt, wird Japaner im Auftreten, erfährt, wer der leibliche Vater ist, und zerbricht daran. '''Mozasu''' verdient im Pachinko, dem Glücksspiel, das Koreanern offenstand, weil andere Berufe geschlossen waren. Der Enkel '''Solomon''' versucht es in der Finanzwelt und trifft auf dieselbe unsichtbare Schranke, nur in neuer Umgebung. |
| − | Lee schreibt ohne Magie und ohne Anklage als Dauerzustand. Diskriminierung ist Alltag, nicht Höhepunkt. | + | Lee schreibt ohne Magie und ohne Anklage als Dauerzustand. Diskriminierung ist Alltag, nicht Höhepunkt. »Die Geschichte hat uns im Stich gelassen, aber das macht nichts« – der erste Satz – gilt für ein Leben, das trotzdem eingerichtet wird: Kirche, Spielhalle, Schule, die Frage, ob man den Namen behält. Das Epos ist schlicht, fast chronikalisch. Die Gewalt liegt in der Wiederholung. |
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| − | Ein | + | Ein Familienroman zwischen Korea, Japan und Amerika, den die Fernsehreihe noch einmal vergrößert hat. Lee macht eine Geschichte sichtbar, die im westlichen Kanon fehlte: die Koreaner in Japan, weder Kolonie noch Einwanderung im amerikanischen Sinn. Neben Whiteheads [[Underground Railroad]] steht hier die andere lange Unfreiheit des 20. Jahrhunderts – ohne Bahn unter der Erde, mit Automaten, in denen Kugeln fallen. |
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Aktuelle Version vom 13. August 2026, 12:35 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Ein einfaches Leben |
| Autor(en): | Min Jin Lee |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2017 |
| Seitenanzahl: | 552 Seiten |
| Originaltitel: | Pachinko |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3423147504 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783423147507 |
| Schlagwörter: | Korea, Japan, Familie, Koreaner in Japan |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Ein einfaches Leben erschien 2017 im englischen Original als Pachinko. Min Jin Lee erzählt vier Generationen einer koreanischen Familie in Japan – von der Kolonialzeit bis in die achtziger Jahre. Der englische Titel nennt das Spiel, das den Ausgeschlossenen blieb; der deutsche nennt, was daraus werden sollte und nicht wurde.
Inhalt
Sunja wächst auf der Insel Yeongdo bei Busan auf. Sie wird von Koh Hansu schwanger, einem reichen Koreaner aus Japan, der schon verheiratet ist. Sie weigert sich, die Geliebte zu sein, und heiratet Isak, einen kranken presbyterianischen Prediger, der nach Osaka will. In den Elendsvierteln von Ikaino beginnt das Leben als Koreaner in Japan: Arbeit, Scham, die japanische Sprache, die koreanische Küche, die Polizei.
Isak kommt ins Gefängnis, weil er den Shinto-Kult verweigert, und stirbt kurz nach der Entlassung. Sunja und die Schwägerin Kyunghee halten die Familie mit Kimchi und später mit Hansus undurchsichtiger Hilfe am Leben. Die Söhne teilen sich das Jahrhundert: Noa lernt, wird Japaner im Auftreten, erfährt, wer der leibliche Vater ist, und zerbricht daran. Mozasu verdient im Pachinko, dem Glücksspiel, das Koreanern offenstand, weil andere Berufe geschlossen waren. Der Enkel Solomon versucht es in der Finanzwelt und trifft auf dieselbe unsichtbare Schranke, nur in neuer Umgebung.
Lee schreibt ohne Magie und ohne Anklage als Dauerzustand. Diskriminierung ist Alltag, nicht Höhepunkt. »Die Geschichte hat uns im Stich gelassen, aber das macht nichts« – der erste Satz – gilt für ein Leben, das trotzdem eingerichtet wird: Kirche, Spielhalle, Schule, die Frage, ob man den Namen behält. Das Epos ist schlicht, fast chronikalisch. Die Gewalt liegt in der Wiederholung.
Einordnung
Ein Familienroman zwischen Korea, Japan und Amerika, den die Fernsehreihe noch einmal vergrößert hat. Lee macht eine Geschichte sichtbar, die im westlichen Kanon fehlte: die Koreaner in Japan, weder Kolonie noch Einwanderung im amerikanischen Sinn. Neben Whiteheads Underground Railroad steht hier die andere lange Unfreiheit des 20. Jahrhunderts – ohne Bahn unter der Erde, mit Automaten, in denen Kugeln fallen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.