Die Muqaddima: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 13. August 2026, 12:27 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Muqaddima |
| Autor(en): | Ibn Chaldun |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | C.H. Beck |
| Serie: | Neue Orientalische Bibliothek |
| Erscheinungsjahr: | 1377 |
| Seitenanzahl: | 540 Seiten |
| Originaltitel: | المقدمة |
| Originalsprache: | arabisch |
| ISBN-10: | 3406622372 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783406622373 |
| Schlagwörter: | Asabiyya, Maghreb, Zivilisation, Dynastien |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Die Muqaddima ist die 1377 abgeschlossene Einleitung Ibn Chalduns in sein Geschichtswerk Kitāb al-ʿIbar. Die Beck-Ausgabe in der Übertragung von Alma Giese bietet den ersten zusammenhängenden deutschen Überblick über das Ganze; nicht übersetzte Abschnitte sind zusammengefasst. Ibn Chaldun, geboren 1332 in Tunis, schrieb sie im maghrebinischen Exil, nach Ämtern, Kerkerhaft und der Einsicht, dass Höfe vergehen.
Inhalt
Ibn Chaldun sucht die Ursachen, nicht die Anekdote. Zivilisation – ʿumrān – entsteht aus dem Zusammenleben, und sie hat Gesetze, die sich am Maghreb und in Andalusien beobachten lassen. Der Kernbegriff ist ʿaṣabiyya: die Gruppenbindung der Stammesgesellschaft, die Eroberung und Herrschaft trägt. Solange sie hält, entsteht ein Reich. Sobald die Herrscher in den Städten weich werden, Steuern eintreiben und Söldner kaufen, zerfällt sie. Drei Generationen nennt er als ungefähres Maß eines Zyklus.
Stadt und Steppe sind keine Kulissen, sondern zwei Wirtschaften. Die Beduinen sind kriegstüchtig und arm; die Städter reich, arbeitsteilig und verteidigungsunfähig. Klima, Nahrung, Handwerk und Wissenschaft gehören in dieselbe Rechnung wie die Genealogie der Fürsten. Ibn Chaldun schreibt gegen die Hofchronik, die Siege als Tugend erzählt. Tugend folgt bei ihm aus der Lage, nicht die Lage aus der Tugend.
Die Muqaddima ist die Einleitung zu einer Universalgeschichte der Araber und Berber, aber sie löst sich von ihr. Was sie begründet, ist eine Wissenschaft von der menschlichen Gesellschaft – ʿilm al-ʿumrān –, die der Geschichtsschreibung vorausgehen muss, wenn diese mehr sein will als Nachricht. Kalifat, Steuer, Pädagogik, Prophezeiung: Alles wird daraufhin befragt, welche Bindung es stärkt oder verbraucht.
Einordnung
Europa hat Ibn Chaldun spät gelesen und dann oft als Vorläufer vereinnahmt: als Soziologen vor der Soziologie, als Vico des Maghreb. Das unterschätzt, wie genau das Buch an einer bestimmten Geschichte hängt: der der nordafrikanischen Dynastien. Neben Thukydides’ Geschichte des Peloponnesischen Krieges und Rankes Die römischen Päpste gehört es hierher, weil es die Macht nicht aus der Idee, sondern aus der Bindung erklärt – und weil es den Kreislauf ernst nimmt, den Fortschrittserzählungen gern übersehen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.