Römische Geschichte: Unterschied zwischen den Versionen

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Mommsen erzählt Rom nicht als Altertumskunde, sondern als Staat, der sich selbst überlebt. Von den Königen über die Ständekämpfe zur Weltherrschaft im Mittelmeer: Jede Erweiterung der Herrschaft zersetzt die Verfassung, die sie ermöglicht hat. Der Ton ist der eines Zeitgenossen, der Institutionen wie lebende Streitfälle behandelt. Consuln, Tribune, Senate erscheinen als Ämter mit Interessen, nicht als Kostüm.
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Mommsen erzählt Rom nicht als Altertumskunde, sondern als Staat, der sich selbst überlebt. Von den Königen über die Ständekämpfe zur Weltherrschaft im Mittelmeer: Jede Erweiterung der Herrschaft zersetzt die Verfassung, die sie ermöglicht hat. Der Ton ist der eines Zeitgenossen, der Institutionen wie lebende Streitfälle behandelt. Konsuln, Tribunen, Senatoren erscheinen als Ämter mit Interessen, nicht als Kostüm.
  
 
Die Punischen Kriege und die Eroberung des Ostens liefern den Stoff, an dem die Republik zerbricht. Reichtum, Sklavenwirtschaft, das Proletariat der Hauptstadt und die Generäle, die Armeen auf ihren Namen verpflichten, machen aus dem Bürger eine Klientel. Mommsen nimmt Partei: Die Optimaten sind ihm eine Oligarchie im Verfall, die Gracchen ein notwendiger Angriff, Caesar der Mann, der die Konsequenz zieht, die andere verweigern.
 
Die Punischen Kriege und die Eroberung des Ostens liefern den Stoff, an dem die Republik zerbricht. Reichtum, Sklavenwirtschaft, das Proletariat der Hauptstadt und die Generäle, die Armeen auf ihren Namen verpflichten, machen aus dem Bürger eine Klientel. Mommsen nimmt Partei: Die Optimaten sind ihm eine Oligarchie im Verfall, die Gracchen ein notwendiger Angriff, Caesar der Mann, der die Konsequenz zieht, die andere verweigern.
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Mommsen hat Inschriften, Münzen und das Zivilrecht wie niemand vor ihm beherrscht; die ''Römische Geschichte'' ist trotzdem Literatur – geschrieben, nicht zusammengestellt. Ihr Caesarbild hat Generationen von Gymnasiasten und Politikern geprägt, und der Widerspruch dagegen gehört seither zur Altertumswissenschaft. Neben Rankes Quellenprobe steht hier die Erzählung, die eine Epoche in einem Charakter zusammenzieht.
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Mommsen hat Inschriften, Münzen und das Zivilrecht wie niemand vor ihm beherrscht; die ''Römische Geschichte'' ist trotzdem Literatur – geschrieben, nicht zusammengestellt. Ihr Caesarbild hat Generationen von Gymnasiasten und Politikern geprägt, und der Widerspruch dagegen gehört seither zur Altertumswissenschaft. Neben Rankes [[Die römischen Päpste]] steht hier die Erzählung, die eine Epoche in einem Charakter zusammenzieht.
  
 
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Aktuelle Version vom 13. August 2026, 12:25 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Römische Geschichte
Autor(en): Theodor Mommsen
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie: dtv-Bibliothek
Erscheinungsjahr: 1854
Seitenanzahl: 498 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3423060530
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423060530
Schlagwörter: Römische Republik, Caesar, Altertum, Nobelpreis
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen

Römische Geschichte ist das 1854 bis 1856 in drei Bänden erschienene Werk Theodor Mommsens über die römische Republik bis zum Tod Caesars. Die Angaben in der Infobox beziehen sich auf den ersten Band der dtv-Ausgabe; die Kaiserzeit als Erzählung hat Mommsen nie geschrieben. 1902 erhielt er dafür den Nobelpreis für Literatur – als bisher einziger Historiker.

Inhalt

Mommsen erzählt Rom nicht als Altertumskunde, sondern als Staat, der sich selbst überlebt. Von den Königen über die Ständekämpfe zur Weltherrschaft im Mittelmeer: Jede Erweiterung der Herrschaft zersetzt die Verfassung, die sie ermöglicht hat. Der Ton ist der eines Zeitgenossen, der Institutionen wie lebende Streitfälle behandelt. Konsuln, Tribunen, Senatoren erscheinen als Ämter mit Interessen, nicht als Kostüm.

Die Punischen Kriege und die Eroberung des Ostens liefern den Stoff, an dem die Republik zerbricht. Reichtum, Sklavenwirtschaft, das Proletariat der Hauptstadt und die Generäle, die Armeen auf ihren Namen verpflichten, machen aus dem Bürger eine Klientel. Mommsen nimmt Partei: Die Optimaten sind ihm eine Oligarchie im Verfall, die Gracchen ein notwendiger Angriff, Caesar der Mann, der die Konsequenz zieht, die andere verweigern.

Der dritte Band endet mit den Iden des März – und mit einer Würdigung Caesars, die das 19. Jahrhundert elektrisiert hat. Der Diktator ist bei Mommsen nicht der Totengräber der Freiheit, sondern derjenige, der eine unhaltbare Freiheit durch eine haltbare Ordnung ersetzt. Dass die Bände über die Kaiserzeit ausblieben, ist oft als Scheu gelesen worden, nach diesem Höhepunkt weiterzuschreiben. Was vorliegt, ist trotzdem ein Ganzes: die Geschichte einer Republik, die ihre Größe nicht überlebt.

Einordnung

Mommsen hat Inschriften, Münzen und das Zivilrecht wie niemand vor ihm beherrscht; die Römische Geschichte ist trotzdem Literatur – geschrieben, nicht zusammengestellt. Ihr Caesarbild hat Generationen von Gymnasiasten und Politikern geprägt, und der Widerspruch dagegen gehört seither zur Altertumswissenschaft. Neben Rankes Die römischen Päpste steht hier die Erzählung, die eine Epoche in einem Charakter zusammenzieht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.