Harmonia caelestis: Unterschied zwischen den Versionen

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  SCHLAGWORT = Familie, Vater, Ungarn, Satz|
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  SACH = Roman|
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Aktuelle Version vom 25. August 2026, 20:58 Uhr

Péter Esterházy · 2000 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Harmonia caelestis
Autor(en): Péter Esterházy
Originaltitel: Harmonia caelestis
Originalsprache: ungarisch
Erstveröffentlichung: 2000
Schlagwörter: Familie, Vater, Ungarn, Satz
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Berlin-Verl.


Umfang dieser Ausgabe: 920 Seiten
ISBN: 9783827005106
Verweise


Harmonia caelestis ist der 2000 erschienene Roman Péter Esterházys: eine Familiensinfonie der Esterházys, Sätze über den Vater, die Habsburger, den Sozialismus, das Ungarische als Sprache, die sich selbst feiert und zerreißt. Nachträglich kam das Buch Verbesserte Ausgabe, als die Akten den Vater als Spitzel zeigten – der Roman hält die erste Harmonie und den Riss. Das Werk hat Ostmitteleuropa nach 1989 den Adel als Satzkunst gegeben, nicht als Nostalgie.

Inhalt

Der erste Teil häuft Sätze, die mit »Mein Vater« beginnen, bis der Vater eine Figur aus Sprache wird, größer als jede Biographie. Der zweite Teil erzählt, lockerer, das Leben unter dem Sozialismus, das Gut, das nicht mehr Gut ist, die Kindheit. Esterházy schreibt gegen den realistischen Familienroman und gegen die nationale Trauer: Die Harmonie ist ironisch, himmlisch im Titel, irdisch in der Pointe, dass Familie eine Form ist, die man erzählen muss, weil sie sonst die Lüge der Größe bleibt. Gegen Szabós Tür, die zwei Frauen schließt, setzt er das Geschlecht der Väter, das Jahrhunderte aufhäuft.

Gegen Kundera, der die Geschichte als Witz der Unerträglichkeit liest, setzt Esterházy den Satz als Musik, die Geschichte trägt, ohne sie zu erklären. Tellkamps Turm bleibt der deutsche Bildungsroman der DDR; Harmonia caelestis ist der ungarische Gegenentwurf: nicht Milieu, sondern Sprache als Adel. Als die Akten kamen, hat Esterházy nachgelegt, nicht gestrichen. Wer nur die Affäre sucht, hat die Sätze nicht gelesen. Wer nur die Sätze sucht, unterschlägt, dass der Vater wirklich denunziert hat und der Roman das nicht wusste – eine Lage, die Ostmitteleuropa nach 1989 zur Probe auf jede Familie machte.

Die Grenzen liegen in der Virtuosität, die Leser ausschließt. Esterházy meinte eine Ethik der Form, keine Fingerübung. Die deutsche Aufnahme hat ihn zum Meister der Postmoderne gemacht, zu grob; er ist der Chronist einer Klasse, die das 20. Jahrhundert überlebt hat, indem sie Sätze baute. Das Buch bleibt das ungarische Epos nach 1989, das 1989 kaum nennt und doch dessen Freiheit voraussetzt: So viel Sprache war unter dem Zensor nicht zu haben.

Einordnung

Esterházy hat Ostmitteleuropa den Familienroman als Satzkunst hinterlassen. Neben Szabó, Kundera und Müller steht dieser Band als der Adel, der sich erzählt, bis die Akten ihn einholen. Die Wirkung reicht in jede Debatte über Väter und Archive. Wer nach 2000 Familie sagt und Harmonie meint, die reißt, spricht Esterházy. Die verbesserte Ausgabe gehört dazu, ohne den Slot zu verdoppeln.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.