Das Zeitalter der Extreme: Unterschied zwischen den Versionen

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Hobsbawm teilt das Jahrhundert in drei Lagen. Das Katastrophenzeitalter reicht vom Ersten Weltkrieg durch Faschismus, Weltwirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg. Das goldene Zeitalter danach ist die einzigartige Boomphase des Westens und der Wohlfahrtsstaaten, parallel zur Blockkonfrontation. Der Erdrutsch ab den siebziger Jahren löst beides auf: Industriearbeit, Gewissheiten des Fortschritts, die Ordnung von Jalta.
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Hobsbawm teilt das Jahrhundert in drei Lagen. Das Katastrophenzeitalter reicht vom Ersten Weltkrieg durch Faschismus, Weltwirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg. Das goldene Zeitalter danach ist die einzigartige Hochkonjunktur des Westens und der Wohlfahrtsstaaten, parallel zur Blockkonfrontation. Der Erdrutsch ab den siebziger Jahren löst beides auf: Industriearbeit, Gewissheiten des Fortschritts, die Ordnung von Jalta.
  
 
Die Oktoberrevolution und ihr langes Nachleben stehen im Zentrum, ohne Apologie. Hobsbawm hält den Kommunismus für die entscheidende Kraft, die das Jahrhundert geformt hat – als Drohung, als Versprechen, als Gegenwelt, an der sich der Kapitalismus messen musste. Der Zusammenbruch nach 1989 ist bei ihm nicht nur ein Sieg, sondern das Ende eines Spannungsfelds, in dem auch die sozialdemokratische Mitte gelebt hatte.
 
Die Oktoberrevolution und ihr langes Nachleben stehen im Zentrum, ohne Apologie. Hobsbawm hält den Kommunismus für die entscheidende Kraft, die das Jahrhundert geformt hat – als Drohung, als Versprechen, als Gegenwelt, an der sich der Kapitalismus messen musste. Der Zusammenbruch nach 1989 ist bei ihm nicht nur ein Sieg, sondern das Ende eines Spannungsfelds, in dem auch die sozialdemokratische Mitte gelebt hatte.
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Neben Judts [[Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart]] ist dies die andere große Erzählung des Jahrhunderts: globaler, linker, kälter gegenüber dem liberalen Happy End. Wer 1989 nur als Freiheit kennt, trifft hier auf die Rechnung, was mit dem kurzen Jahrhundert sonst noch zu Ende ging – einschließlich einer bestimmten Art, Zukunft für machbar zu halten.
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Neben Judts [[Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart]] ist dies die andere große Erzählung des Jahrhunderts: globaler, linker, kälter gegenüber dem liberalen versöhnlichen Schluss. Wer 1989 nur als Freiheit kennt, trifft hier auf die Rechnung, was mit dem kurzen Jahrhundert sonst noch zu Ende ging – einschließlich einer bestimmten Art, Zukunft für machbar zu halten.
  
 
[[Kategorie:Sachbuch]]
 
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Version vom 13. August 2026, 11:55 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Das Zeitalter der Extreme
Autor(en): Eric Hobsbawm
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie:
Erscheinungsjahr: 1994
Seitenanzahl: 783 Seiten
Originaltitel: Age of Extremes. The Short Twentieth Century, 1914–1991
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3423306572
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423306577
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Weltkriege, Kommunismus, Nachkriegszeit
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen

Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts erschien 1994. Eric Hobsbawm fasst das »kurze 20. Jahrhundert« von 1914 bis 1991: vom Schuss von Sarajevo bis zum Ende der Sowjetunion. Es ist die Synthese eines marxistischen Historikers, der die Partei verlassen hatte, ohne die Frage nach Klasse und Umbruch aufzugeben.

Inhalt

Hobsbawm teilt das Jahrhundert in drei Lagen. Das Katastrophenzeitalter reicht vom Ersten Weltkrieg durch Faschismus, Weltwirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg. Das goldene Zeitalter danach ist die einzigartige Hochkonjunktur des Westens und der Wohlfahrtsstaaten, parallel zur Blockkonfrontation. Der Erdrutsch ab den siebziger Jahren löst beides auf: Industriearbeit, Gewissheiten des Fortschritts, die Ordnung von Jalta.

Die Oktoberrevolution und ihr langes Nachleben stehen im Zentrum, ohne Apologie. Hobsbawm hält den Kommunismus für die entscheidende Kraft, die das Jahrhundert geformt hat – als Drohung, als Versprechen, als Gegenwelt, an der sich der Kapitalismus messen musste. Der Zusammenbruch nach 1989 ist bei ihm nicht nur ein Sieg, sondern das Ende eines Spannungsfelds, in dem auch die sozialdemokratische Mitte gelebt hatte.

Das Buch ist Weltgeschichte aus europäischer Perspektive, die sich ihrer Grenze bewusst ist. Kolonialismus, China, die Dritte Welt kommen vor, bleiben aber oft Folie. Die Stärke liegt im Zusammenhang: Kriege, Ökonomien, Kultur und Alltag in einem Atemzug. Hobsbawm schreibt als Zeitzeuge, der 1917 geboren wurde und das Ende des sowjetischen Experiments noch kommentieren konnte. Der Ton ist der eines Mannes, der verloren hat und trotzdem erklären will.

Einordnung

Neben Judts Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart ist dies die andere große Erzählung des Jahrhunderts: globaler, linker, kälter gegenüber dem liberalen versöhnlichen Schluss. Wer 1989 nur als Freiheit kennt, trifft hier auf die Rechnung, was mit dem kurzen Jahrhundert sonst noch zu Ende ging – einschließlich einer bestimmten Art, Zukunft für machbar zu halten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.