Verfall und Untergang des römischen Imperiums: Unterschied zwischen den Versionen

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Neben [[Römische Geschichte|Mommsens Republik]] ist dies die andere große Rom-Erzählung: nicht die des Aufstiegs, sondern die des Verbrauchs. Das 19. Jahrhundert hat Gibbon als Stil gelesen, das 20. als These über Religion und Staat. Beides hält. Wer heute »Dekadenz« sagt und Rom meint, spricht in seinem Satzbau – oft ohne die Ironie, die den Satz erst erträglich machte.
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Neben Mommsens [[Römische Geschichte]] ist dies die andere große Rom-Erzählung: nicht die des Aufstiegs, sondern die des Verbrauchs. Das 19. Jahrhundert hat Gibbon als Stil gelesen, das 20. als These über Religion und Staat. Beides hält. Wer heute »Dekadenz« sagt und Rom meint, spricht in seinem Satzbau – oft ohne die Ironie, die den Satz erst erträglich machte.
  
 
[[Kategorie:Sachbuch]]
 
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Version vom 13. August 2026, 11:50 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Verfall und Untergang des römischen Imperiums
Autor(en): Edward Gibbon
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: WBG
Serie: 2 Bände
Erscheinungsjahr: 1776
Seitenanzahl: 1941 Seiten
Originaltitel: The History of the Decline and Fall of the Roman Empire
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3534268083
ISBN-13/

EAN-Code:

9783534268085
Schlagwörter: Römisches Reich, Aufklärung, Christentum, Dekadenz
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen

The History of the Decline and Fall of the Roman Empire erschien 1776 bis 1788 in sechs Bänden. Die Angaben beziehen sich auf die zweibändige WBG-Ausgabe, die die vollständige neuere deutsche Übersetzung versammelt. Gibbon erzählt vom Zeitalter der Antonine bis zum Fall Konstantinopels 1453 – und behauptet, dabei den Triumph der Barbarei und der Religion beschrieben zu haben.

Inhalt

Der Anfang ist ein Wohlstand, der sich selbst nicht mehr erklären kann. Unter den Antoninen liegt das Reich in Frieden; mit Commodus beginnt der Verfall der kaiserlichen Würde, mit den Soldatenkaisern der der Institutionen. Gibbon schreibt als Aufklärer: Schlechte Regierung, Söldnerheere, Steuerdruck und der Verlust bürgerlicher Tugend wiegen schwerer als ein einzelnes Schlachtenglück. Die Germanen kommen nicht als Schicksal, sondern als Nutznießer einer Schwäche, die zuerst innen entsteht.

Die Kapitel über das Christentum haben den Skandal gemacht. Gibbon bestreitet nicht den Glauben; er rechnet ihn zu den Kräften, die den Sinn fürs Irdische abspalten. Märtyrerkult, Mönchtum, theologische Streitigkeiten und die Bevorzugung der Kirche durch Konstantin erscheinen als Abzug von jener öffentlichen Energie, die das heidnische Rom zusammenhielt. Der Ton ist ironisch, nicht wütend. Die Fußnoten tragen oft die Pointe.

Im Fortgang weitet sich der Blick nach Osten: Justinian, der Islam, die Kreuzzüge, das lateinische Kaisertum, zuletzt 1453. Das oströmische Jahrtausend ist bei Gibbon keine bloße Nachgeschichte; es ist der lange Beweis, dass ein Reich überleben kann, ohne das zu bleiben, was seinen Namen rechtfertigte. Der Untergang hat kein Datum. Er hat eine Richtung, und Gibbon gibt ihr eine Stimme – die des gebildeten Weltmanns, der Rom als Maß und als Warnung braucht.

Einordnung

Neben Mommsens Römische Geschichte ist dies die andere große Rom-Erzählung: nicht die des Aufstiegs, sondern die des Verbrauchs. Das 19. Jahrhundert hat Gibbon als Stil gelesen, das 20. als These über Religion und Staat. Beides hält. Wer heute »Dekadenz« sagt und Rom meint, spricht in seinem Satzbau – oft ohne die Ironie, die den Satz erst erträglich machte.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.