Der Steppenwolf: Unterschied zwischen den Versionen

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Dort erhält er ein kleines Buch, das scheinbar sein Leben beschreibt, und lernt die tanzbegeisterte '''Hermine''' kennen, die ihn in die Welt der Sinne und des Lebens führt. Unter ihrem Einfluss erlebt er Liebe, Jazz und gesellschaftliche Spiele – bis er in einer nächtlichen Maskenball-Szene Hermine und den Musikanten Pablo tötet. Im Irrenhaus reflektiert er am Ende die Möglichkeit, sein zerklüftetes Selbst nicht als endgültiges Urteil, sondern als Ausgangspunkt zu begreifen.
 
Dort erhält er ein kleines Buch, das scheinbar sein Leben beschreibt, und lernt die tanzbegeisterte '''Hermine''' kennen, die ihn in die Welt der Sinne und des Lebens führt. Unter ihrem Einfluss erlebt er Liebe, Jazz und gesellschaftliche Spiele – bis er in einer nächtlichen Maskenball-Szene Hermine und den Musikanten Pablo tötet. Im Irrenhaus reflektiert er am Ende die Möglichkeit, sein zerklüftetes Selbst nicht als endgültiges Urteil, sondern als Ausgangspunkt zu begreifen.
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Hermine, Pablo und der Pianist schufen für Haller einen Gegenentwurf zur bürgerlichen Ordnung: Tanz, Erotik, Jazz und spielerische Identitätswechsel. Der „Traktat über den Steppenwolf" im Text unterbricht die Handlung mit theoretischen Reflexionen über Mensch und Wolf. Die gewaltsame Katastrophe am Ball wirkt zugleich als Traum, als psychische Krise und als Angebot, das Ich nicht eindimensional zu lesen.
  
 
== Einordnung ==
 
== Einordnung ==

Version vom 20. Juli 2026, 22:17 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Steppenwolf
Autor(en): Hermann Hesse
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1927
Seitenanzahl: 305 Seiten
Originaltitel: Der Steppenwolf
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518188124
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518188125
Schlagwörter: Identitätskrise, Spätmoderne, Innenschau, Magischer Realismus
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Der Steppenwolf ist ein 1927 erschienener Roman von Hermann Hesse. Das Buch gehört zu den meistgelesenen Werken der deutschsprachigen Literatur und schildert die existenzielle Krise eines intellektuellen Einzelgängers in der Weimarer Republik.

Inhalt

Der mittelalterliche Gelehrte Harry Haller fühlt sich in der bürgerlichen Welt fremd und beschreibt sich selbst als „Steppenwolf": halb Mensch, halb einsamer Wolf. Einsam und depressiv irrt er durch eine unbenannte Stadt, bis er in einem Nachtlokal auf die geheimnisvolle „Absteige des Steppenwolfes" stößt.

Dort erhält er ein kleines Buch, das scheinbar sein Leben beschreibt, und lernt die tanzbegeisterte Hermine kennen, die ihn in die Welt der Sinne und des Lebens führt. Unter ihrem Einfluss erlebt er Liebe, Jazz und gesellschaftliche Spiele – bis er in einer nächtlichen Maskenball-Szene Hermine und den Musikanten Pablo tötet. Im Irrenhaus reflektiert er am Ende die Möglichkeit, sein zerklüftetes Selbst nicht als endgültiges Urteil, sondern als Ausgangspunkt zu begreifen.

Hermine, Pablo und der Pianist schufen für Haller einen Gegenentwurf zur bürgerlichen Ordnung: Tanz, Erotik, Jazz und spielerische Identitätswechsel. Der „Traktat über den Steppenwolf" im Text unterbricht die Handlung mit theoretischen Reflexionen über Mensch und Wolf. Die gewaltsame Katastrophe am Ball wirkt zugleich als Traum, als psychische Krise und als Angebot, das Ich nicht eindimensional zu lesen.

Einordnung

Der Roman verbindet Tagebuch, Essay und Vision zu einer intensiven Innenschau. Hesse erhielt 1946 den Nobelpreis für Literatur; Der Steppenwolf gilt als eines seiner zentralen Werke und wurde mehrfach für Bühne und Film bearbeitet.