Der Fremde
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Fremde |
| Autor(en): | Albert Camus |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1942 |
| Seitenanzahl: | 121 Seiten |
| Originaltitel: | L'Étranger |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3499104326 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783499104329 |
| Schlagwörter: | Absurdismus, Existenzialismus, Schuld, Gleichgültigkeit |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Der Fremde (französisch L'Étranger) ist ein 1942 erschienener Roman von Albert Camus. Er gilt als literarisches Schlüsselwerk der Philosophie des Absurden und als einer der meistgelesenen französischen Romane des 20. Jahrhunderts.
Inhalt
Der Angestellte Meursault lebt in Algier ein teilnahmsloses Leben. Schon beim Tod seiner Mutter, deren Beerdigung er ohne sichtbare Trauer beiwohnt, fällt seine emotionale Gleichgültigkeit auf. Kurz darauf beginnt er eine Beziehung mit Marie und lässt sich in die Angelegenheiten seines Nachbarn Raymond hineinziehen.
An einem gleißend heißen Tag erschießt Meursault an einem Strand einen Araber – fast beiläufig, geblendet von Sonne und Hitze. Im zweiten Teil steht sein Prozess im Mittelpunkt. Angeklagt wird jedoch weniger die Tat selbst als seine Gefühllosigkeit: Dass er am Grab seiner Mutter nicht weinte, wird ihm schwerer angelastet als der Mord. Meursault wird zum Tode verurteilt. In der Nacht vor der Hinrichtung findet er, im Aufbegehren gegen einen Priester, zu einer trotzigen Annahme der Sinnlosigkeit des Daseins.
Der erste Teil des Romans schildert Meursaults Alltag in Algier mit scheinbar belanglosen Details – Sonne, Bad, Arbeit, Freundschaft –, die erst im Rückblick als Vorbereitung auf die Tat erscheinen. Camus vermeidet psychologische Erklärungen; Meursault handelt und empfindet, ohne sich zu rechtfertigen. Im Gerichtssaal verschiebt sich der Fokus von Mord zu Moral: Die Gesellschaft verurteilt nicht nur eine Handlung, sondern eine Haltung ohne Trost und ohne Lüge.
Einordnung
Der Roman bildet zusammen mit dem Essay Der Mythos des Sisyphos den Kern von Camus' „Zyklus des Absurden". Meursaults nüchterne, distanzierte Ich-Erzählung wurde stilbildend. 1957 erhielt Camus den Nobelpreis für Literatur.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 5, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
