Autor:Jan Philipp Reemtsma

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Jan Philipp Reemtsma (geb. 1952), in Bonn geboren, hat der Germanistik die Gewalt als Grundverhältnis der Moderne zugemutet, nicht als Betriebsunfall. Vertrauen und Gewalt fragt, warum Gesellschaften beides brauchen – und wie die Neuzeit die Gewalt anders organisiert als frühere Zeiten.

Leben

Er studierte Germanistik, arbeitete über Lessing und gründete die Arno-Schmidt-Stiftung. 1996 wurde er entführt und 33 Tage festgehalten. Der Umweg erklärt das Werk: Wer Gewalt am eigenen Leib erfahren hat und trotzdem Theorie schreibt, schreibt anders. Er gründete das Hamburger Institut für Sozialforschung, trug die Wehrmachtsausstellung und blieb öffentlich streitbar. Er lebt in Hamburg.

Wirkung

Reemtsma trennt Gewaltarten und widerspricht der Hoffnung, die Moderne zivilisiere sie einfach weg. Vertrauen ist kein Gegensatz zur Gewalt, sondern oft ihr Rahmen: Man gehorcht, weil man glaubt, der andere werde die Regel halten – oder die Strafe. Die Germanistik liest das neben Norbert Elias und gegen die glatte Fortschrittsgeschichte.

Die Kritik nennt das zu groß, zu männlich im Beispiel, zu nah an der eigenen Biographie. Das Buch hat die Debatte über Folter, Krieg und staatliche Gewalt nach 2008 trotzdem mitbestimmt. Wer nach der Entführung nur den Fall sieht, unterschlägt den Theoretiker.

Werke

In Auswahl außerdem: Lessings „Nathan“, Was heißt: einen literarischen Text interpretieren?, Helden und andere.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.