<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tractatus_theologico-politicus</id>
	<title>Tractatus theologico-politicus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tractatus_theologico-politicus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Tractatus_theologico-politicus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-24T05:05:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Tractatus_theologico-politicus&amp;diff=3297&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Tractatus_theologico-politicus&amp;diff=3297&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-22T11:53:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Tractatus theologico-politicus|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Baruch de Spinoza|Baruch de Spinoza]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Meiner]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1670|&lt;br /&gt;
 LEN = 388|&lt;br /&gt;
 OT = Tractatus theologico-politicus|&lt;br /&gt;
 OS = lateinisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3787322876|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783787322879|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Denkfreiheit, Bibelkritik, Staat, Offenbarung|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Tractatus_theologico-politicus Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Tractatus theologico-politicus&amp;#039;&amp;#039; ist die 1670 anonym in Amsterdam gedruckte Streitschrift von [[Autor:Baruch de Spinoza|Baruch de Spinoza]]. Das Titelblatt täuscht Hamburg und das Druckjahr. Der Inhalt zeigt, dass die Freiheit zu philosophieren der Frömmigkeit und dem Frieden nicht schadet, sondern dass ihre Aufhebung beides mitaufhebt. 1674 wurde das Werk zusammen mit [[Autor:Thomas Hobbes|Thomas Hobbes]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Leviathan]]&amp;#039;&amp;#039; verboten. Bibelkritik und Staatslehre sind hier eine Bewegung: Wer Wunder und Priesterherrschaft zersetzt, begründet die Denkfreiheit als Bedingung des bürgerlichen Friedens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spinoza schreibt gegen die religiöse Intoleranz und gegen den Anspruch der Theologen, über die Philosophie zu richten. Die Niederlande galten als einer der freiheitlichsten Staaten Europas; Calvinisten, oranische Statthalterschaft und Kriege bedrohten diese Freiheit. Die Schrift wurde 1674 zusammen mit [[Autor:Thomas Hobbes|Thomas Hobbes]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Leviathan]]&amp;#039;&amp;#039; verboten. Die Kapitel eins bis fünfzehn gelten der Religions- und Bibelkritik. Prophezeiung, Wunder und übernatürliche Zeichen werden aus der Natur Gottes und der Naturgesetze erklärt, nicht als Durchbrechung der Ordnung. Gott handelt nicht nach einem menschlichen Zweck; die Zweckursache ist Furcht, die sich ein Ziel erdichtet. Religionen sind institutionalisierte Auslegungen heiliger Schriften durch partikulare Vertreter. Die fünf Bücher Mose sind nicht das Werk des Mose, sondern über lange Zeit von der Priesterschaft zusammengestellt. Das auserwählte Volk ist kein Vorzug vor Gott, sondern ein Mittel der Selbstbehauptung unter Verfolgung; die Tora spiegelt den frühen Staat Israels und bindet die Neuzeit nicht als bürgerliches Gesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapitel sechzehn bis zwanzig entfalten die politische Philosophie. Im Naturzustand fallen Recht und Macht zusammen; gerecht und ungerecht gibt es erst im Staat. Anders als Hobbes liefert der Naturzustand keinen Maßstab der Gerechtigkeit, nur die Gleichsetzung von Vermögen und Befugnis. Der Staat entsteht, damit Sicherheit und Denkfreiheit möglich werden; er muss von der Religion unabhängig sein. Demokratie gewährt die größte Freiheit, doch traut Spinoza der Menge das Urteil nicht zu und hält die Aristokratie für die angemessene Form. Gewisse natürliche Freiheiten kann der Einzelne nicht aufgeben; es nützt dem Staat, wenn abweichende Meinung öffentlich vertreten wird. Der Ton ist scharf, gelehrt, oft hinter der Maske der Schriftauslegung, und dann von einer Nüchternheit über den Frieden, der ohne Philosophie nicht hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher bleibt das Verhältnis von Demokratie und Misstrauen gegen das Volk. Spinoza will Freiheit und fürchtet die Menge, die Johan de Witt zerfleischte. Die textkritische Methode, die den Pentateuch zerlegt, ist kühner als manche Folgerung der Staatslehre, die den Gehorsam gegen das bürgerliche Gesetz festschreibt. Wer den Traktat nur als Bibelkritik liest, verfehlt den politischen Schluss; wer ihn nur als Plädoyer für Toleranz liest, verfehlt, dass Toleranz hier aus der Natur Gottes folgt, nicht aus Höflichkeit. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Ethik]]&amp;#039;&amp;#039;, nach dem Tod erschienen, gibt dem Gott, den der Traktat von Wundern reinigt, die Gestalt der einen Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Bücher der Frühen Neuzeit haben Kirche und Obrigkeit so nachhaltig gereizt. Die erste deutsche Übersetzung von S. H. Ewald erschien 1787; Julius von Kirchmann folgte 1870; Wolfgang Bartuschat hat den Text für Meiner neu übersetzt. [[Autor:Leo Strauss|Leo Strauss]] hat den Traktat als Muster verborgener Schreibart gelesen. Steven Nadler nannte ihn ein Buch, das in der Hölle geschmiedet sei: Geburt des säkularen Zeitalters. Gegen Hobbes’ Souverän, der auch die öffentliche Lehre bestimmt, setzt Spinoza die Unaufhebbarkeit der Denkfreiheit; gegen die Orthodoxie beider Testamente die historische Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Missverständnis, Spinoza zerstöre die Religion, verfehlt den Satz des Titelblatts: Frömmigkeit und Frieden fallen mit der Freiheit, nicht gegen sie. Geblieben ist die Doppelbewegung aus Bibelkritik und Staatslehre, die das 18. Jahrhundert die Aufklärung nannte, bevor das Wort geläufig war. Wer nach dem Recht, zu philosophieren, fragt, fragt hinter diesem Traktat – oft milder, selten grundsätzlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
	</entry>
</feed>