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	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=S%C3%A4uglings-_und_Kinderpflege</id>
	<title>Säuglings- und Kinderpflege - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-24T09:25:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=S%C3%A4uglings-_und_Kinderpflege&amp;diff=3415&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:55:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Säuglings- und Kinderpflege|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Benjamin Spock|Benjamin Spock]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Ullstein]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1946|&lt;br /&gt;
 LEN = 527|&lt;br /&gt;
 OT = The Common Sense Book of Baby and Child Care|&lt;br /&gt;
 OS = englisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3548354750|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783548354750|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Erziehung, Kind, Eltern, Intuition|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Pädagogik|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4uglings-_und_Kinderpflege Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;The Common Sense Book of Baby and Child Care&amp;#039;&amp;#039; des amerikanischen Kinderarztes [[Autor:Benjamin Spock|Benjamin Spock]] erschien 1946 in New York; die deutsche Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;Säuglings- und Kinderpflege&amp;#039;&amp;#039; ist seit 1952 bei Ullstein greifbar, zuerst auch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Dein Kind – dein Glück&amp;#039;&amp;#039;. Das Buch gilt in den Vereinigten Staaten als das nach der Bibel meistverkaufte Werk des zwanzigsten Jahrhunderts; bis zu Spocks Tod 1998 gingen weltweit knapp fünfzig Millionen Exemplare in zweiundvierzig Sprachen. Es kehrte die strenge Säuglingspflege der ersten Jahrhunderthälfte um: statt Uhr, Waage und Distanz empfahl Spock Liebe, Wärme und das Vertrauen der Eltern in den eigenen Verstand. Spätere Auflagen haben Medizin, Geschlechterrollen und Familienformen nachgeführt, ohne den Grundsatz aufzugeben. Der wissenschaftliche Hintergrund war die Psychoanalyse [[Autor:Sigmund Freud|Sigmund Freud]]s, ohne dass Spock die Lehre beim Namen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spock schreibt gegen Luther Emmett Holt und [[Autor:John B. Watson|John B. Watson]], die das Kind auf Abstand halten, nach starrem Plan füttern und zur Sauberkeit zwingen wollten. Watson hatte 1928 geraten, Kinder nicht zu umarmen und nicht auf den Schoß zu nehmen. Spock setzt den gegenteiligen Satz an den Anfang: Vertraut euch, ihr wisst mehr, als ihr glaubt; lasst euch von Nachbarn und Fachleuten nicht einschüchtern, und nehmt auch mich nicht als letzte Wahrheit. Der erste Teil gilt der körperlichen Pflege des Säuglings: Geburt, Stillen oder Flasche, Windeln, Schlaf, Zahnen, Schreien, Impfungen, alltägliche Beschwerden. Die Entscheidung über die Ernährung überlässt er der Mutter, drängt aber zum Stillen und gegen die Stoppuhr. Väter sollen beteiligt sein; der Stimmungseinbruch der Mutter nach der Geburt wird ernst genommen. Das Kind ist kein kleiner Barbar, dem Erwachsenensitten einzubläuen wären, sondern ein vollständiger Mensch mit Willen und Ernst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mittlere Teil gilt der seelischen und sozialen Entwicklung vom Kleinkind bis in die Jugend. Spock befürwortet eine federführende, aber einfühlsame Erziehung: Eltern bleiben Autorität, ohne zu demütigen. Daumenlutschen, Sauberkeit, Schlaf, Spiel, Schule und die Aufklärung über den Körper behandelt er gelassen. Das kindliche Interesse an den Geschlechtsteilen und das Onanieren der Heranwachsenden erklärt er für gewöhnlich, nicht für ein Laster, das Strafe verdient. Strafe lenkt das Sozialverhalten nicht zum Besseren; frühe Erfahrung prägt das spätere Unglück – Freuds Sätze, ins Amerikanische des Hausarztbuchs übersetzt. Der letzte Teil ist ein medizinisches Nachschlagewerk: Infekte, Allergien, die großen Kinderkrankheiten der Nachkriegszeit, Erste Hilfe, Frühgeburt, Behinderung, Adoption, Scheidung, die erwerbstätige oder allein erziehende Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch selbst hat die Gegenpositionen später eingebaut, indem Spock es über Jahrzehnte umschrieb. Die zweite Auflage von 1957 betonte die elterliche Autorität, nachdem viele das Kind bei jedem Schrei gefüttert hatten. Die dritte Auflage von 1976 antwortete auf [[Autor:Gloria Steinem|Gloria Steinem]]s Vorwurf, Spock belaste die Mütter einseitig und erziehe Mädchen und Jungen ungleich. Spätere Bearbeiter nahmen gleichgeschlechtliche Eltern, Autismus, die Störung der Aufmerksamkeit und die Begrenzung der Bildschirmzeit auf. Unsicher bleibt das Verhältnis von Rat und Norm: was als Befreiung von der Drillpädagogik begann, konnte als neue Vorschrift gelesen werden. Spock hat die Endgültigkeit seiner Sätze bestritten und sie dennoch zum Hausbuch einer Generation gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung war gesellschaftlich, nicht nur pädagogisch. Eine Nachkriegsgeneration westlicher Mittelschichten lernte, Körperkontakt und Intuition für erlaubt zu halten. In den sechziger Jahren wurde Spock zur Gegenfigur der strengen Väter und, als Kriegsgegner im Vietnamkrieg, selbst zur Zielscheibe: Norman Vincent Peale und Spiro Agnew warfen ihm vor, eine undisziplinierte Jugend erzeugt zu haben. Die Beschimpfung „spock-marked“ verdrehte den Pockennarben-Vergleich. Konservative hielten das Buch noch spät für den Einlass von Selbstbezogenheit in die Familien; die Jugendbewegung traute dem Mann über dreißig. Thomas Maier nannte es einen Testfleck dafür, wie Amerika Familie und Gesellschaft sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Freuds Kulturkritik und der demokratischen Erziehungstheorie [[Autor:John Dewey|John Dewey]]s steht das Hausbuch als heimliche Übertragung der Psychoanalyse in die Kinderstube. Wer Spock für bloße Nachsicht hält, verfehlt die Forderung nach elterlicher Führung. Wer ihn für den Zerstörer der Disziplin hält, verwechselt einen Ratgeber mit einer Epoche. Nachfolger wie Penelope Leach, T. Berry Brazelton und William Sears haben den Ton weitergeführt, nicht ersetzt. In deutscher Sprache bleibt der Ullstein-Titel das Dokument, an dem sich ablesen lässt, wann Strenge als Wissenschaft und wann Wärme als Verstand galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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