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	<title>Res gestae divi Augusti - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T21:18:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Res_gestae_divi_Augusti&amp;diff=3183&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:51:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Res gestae divi Augusti|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Augustus|Augustus]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Reclam]]|&lt;br /&gt;
 SER = Reclams Universal-Bibliothek|&lt;br /&gt;
 EJ = 14|&lt;br /&gt;
 LEN = 96|&lt;br /&gt;
 OT = Res gestae divi Augusti|&lt;br /&gt;
 OS = lateinisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3150018498|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783150018491|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Prinzipat, Inschrift, Rechenschaft, Rom|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Geschichte|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Res_gestae_divi_Augusti Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Res gestae divi Augusti&amp;#039;&amp;#039;, die Taten des vergöttlichten Augustus, sind der in der ersten Person verfasste Leistungsbericht des ersten römischen Kaisers [[Autor:Augustus|Augustus]]. Nach der am besten erhaltenen Kopie am Tempel für Augustus und Roma in Ancyra, dem heutigen Ankara, heißt das Werk auch Monumentum Ancyranum. [[Autor:Theodor Mommsen|Theodor Mommsen]], der einen bis heute wichtigen Kommentar verfasste, nannte es die Königin der antiken Inschriften. Das Original auf zwei Bronzepfeilern vor dem Augustusmausoleum in Rom ist verloren; drei provinziale Kopien und ein Fragment aus Sardeis erlauben die fast vollständige Wiederherstellung. Augustus gibt an, den Text in seinem sechsundsiebzigsten Lebensjahr verfasst zu haben, kurz vor dem Tod 14 nach Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bericht ist keine Chronik, sondern eine Rechenschaft in der Ich-Form, die der Senat nach dem Testament vom 3. April 13 an den Pfeilern anbringen und im Reich verbreiten ließ. Der erste Teil nennt die angebliche Befreiung der Republik durch Aufstellung einer Privatarmee, das zweite Triumvirat, den Rachekrieg gegen die Caesarmörder und die Aufnahme des jungen Octavian in den Senat, dann die Ehren, nach denen er, wie er betont, nicht ehrgeizig gefragt habe. Der zweite Teil zählt Gaben an das römische Volk: Geld, Spiele, Gebäude. Der dritte handelt von der Ausdehnung des Reichs, vom inneren Frieden und von der Freundschaft mit der übrigen Welt. Im vierunddreißigsten Abschnitt gibt Octavian an, nach den Bürgerkriegen die alleinige Macht freiwillig wieder abgegeben zu haben: Fortan habe er als Princeps alle an Ansehen übertroffen, an formaler Gewalt aber nicht mehr besessen als die Amtskollegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegner im Bürgerkrieg werden nicht beim Namen genannt. Marcus Antonius ist nur der, gegen den ich den Krieg führte; Sextus Pompeius erscheint als Pirat. Der Text färbt die Jahre zwischen Caesars Ermordung und dem Sieg schön und gibt die offizielle Sicht des Augustus, keine objektive Geschichtsdarstellung. Ein Anhang in der dritten Person, offenbar unter Tiberius für die Provinzen erstellt, fasst zusammen, listet Bauten und hält fest, dass Augustus sechshundert Millionen Denare aus eigenem Vermögen spendete. Zugleich bezeugt die Inschrift, dass er die göttliche Verehrung seiner Person in den östlichen Provinzen, in Verbindung mit der Göttin Roma, zuließ, in Rom aber ablehnte. Der lateinische Wortlaut und die griechische Übersetzung von Ankara sind die Hauptzeugen; Apollonia liefert nur Griechisch, Antiochia in Pisidien nur Latein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mommsen und die späteren Herausgeber – Hans Volkmann, Marion Giebel, Ekkehard Weber, John Scheid – haben den Text als Quelle und als Propaganda zugleich gelesen. Die Spannung ist die des Prinzipats selbst: Wiederherstellung der Republik in der Sprache, Monarchie in der Sache, beides in der ersten Person eines Mannes, der seine Taten als Dienste ausgibt. Wo der Bericht unsicher wird, ist nicht der Stolz, der ihn durchzieht, sondern die Lücke, die jedes Ich-Monument lässt: Was nicht ruhmreich war, steht nicht da. Die Inschrift ist deshalb unersetzlich und parteiisch in einem Satz. Lesen muss man sie gegen den Strich des Ichs, das sie spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne die &amp;#039;&amp;#039;Res gestae&amp;#039;&amp;#039; wäre die Selbstdarstellung des Prinzipats ein Rückschluss aus Münzen, Bauten und späteren Historikern. Mit ihnen hat die Alte Geschichte das Dokument, in dem das neue Regiment seine Formel gibt: auctoritas ohne Mehr an potestas. [[Autor:Tacitus|Tacitus]] und [[Autor:Sueton|Sueton]] schreiben gegen und über diesen Anspruch; Mommsens Edition hat das neunzehnte Jahrhundert die Inschrift als Königsdisziplin der Epigraphik lesen gelehrt. Die Kopien in Galatien zeigen, wie Rom Herrschaft als Text exportierte, zweisprachig, am Tempel, unübersehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bericht als Autobiographie eines bescheidenen Retters liest, fällt auf die Rhetorik herein, die er ist. Wer ihn nur als Lüge abtut, verfehlt, dass hier die Sprache gefunden wird, in der das Kaiserreich Jahrhunderte lang legitim war. Neben [[Autor:Thukydides|Thukydides]]’ Krieg und den Annalen des Tacitus steht das Monumentum als das amtliche Ich, das Geschichte wird, indem es sich in Stein setzt. Es bleibt die knappste Gründungsschrift des römischen Kaisertums – und ein Lehrstück, wie Macht erzählt, indem sie weglässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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