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	<title>Philosophie in der veränderten Welt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T13:59:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Philosophie_in_der_ver%C3%A4nderten_Welt&amp;diff=3355&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Philosophie in der veränderten Welt|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Walter Schulz|Walter Schulz]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = Klett-Cotta|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1972|&lt;br /&gt;
 LEN = 906|&lt;br /&gt;
 OT = -|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3608910409|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783608910407|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Wissenschaft, Innerlichkeit, Geschichte, Verantwortung|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_in_der_veränderten_Welt Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Philosophie in der veränderten Welt&amp;#039;&amp;#039; ist das 1972 erschienene Hauptwerk von [[Autor:Walter Schulz|Walter Schulz]]. Es will die Gegenwart von der Philosophie her erhellen, ohne sie auf den Begriff zu bringen. Einen metaphysischen Gesamtentwurf des Seins und die Gründung aller Wissenschaften durch die Philosophie hält Schulz für eine Rolle, die das Fach ausgespielt hat. Die Zeit erscheint ihm als Umbruch. Fünf Leitworte gliedern den Band: Verwissenschaftlichung, Verinnerlichung, Vergeistigung und Verleiblichung, Vergeschichtlichung, Verantwortung. Die Stuttgarter Ausgabe bei Neske, später Klett-Cotta, hat das Buch durch mehrere Auflagen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz schreibt gegen zwei Anmaßungen: dass die Philosophie noch das Ganze fundieren könne, und dass sie sich ins Private oder ins bloß sprachliche Argument zurückziehen dürfe. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verwissenschaftlichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Vorgang, in dem die einfache Trennung von Gegenstand und erfassendem Subjekt einer Forschung weicht, die beide verflochten. Schulz durchläuft den Wandel des Wissenschaftsbegriffs und die Lage von Physik, Soziologie und der Lehre von Steuerung und Nachricht. Entscheidend ist der Eingriff verselbständigter Spezialwissenschaften in den Alltag. Die Philosophie soll diese Entwicklung analysieren und auf ihre sittlichen Folgen befragen, nicht sie von oben her lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Leitworte entfalten die Behauptung geschichtlich. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verinnerlichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; meint die Philosophie der Subjektivität von Augustinus bis zum Deutschen Idealismus; die Existenzphilosophie setzt an die Stelle des Transzendierens die Verendlichung des Ich, bleibt aber der Innerlichkeit verpflichtet, indem sie die innere Welt zum Prinzip erhebt. Von der Gegenwart her sieht Schulz darin einen Irrweg, den man gleichwohl durchlaufen muss. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vergeistigung und Verleiblichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehören zusammen: bis Hegel galt Vernunft als das Wesentliche; im 19. Jahrhundert werden Wille, Trieb und Leib bestimmend, bei [[Autor:Arthur Schopenhauer|Arthur Schopenhauer]] und [[Autor:Friedrich Nietzsche|Friedrich Nietzsche]]. Die wissenschaftliche Anthropologie von Scheler, Plessner und [[Autor:Arnold Gehlen|Arnold Gehlen]] droht das Fragen nach dem Wesen preiszugeben, wenn sie nur noch Modelle des Verhaltens entwirft. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vergeschichtlichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat im Historismus von Hegel bis zur Hermeneutik gegipfelt und tritt in der Gegenwart zurück; Schulz will Geschichte als Dimension des Handelns auf die Zukunft hin festhalten, nicht als geistesgeschichtliche Durchleuchtung der Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird das Buch im Schlussteil &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verantwortung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auf den alle Analysen zulaufen sollen. Die Ethik sei an den Rand geraten oder auf Sprache und logisches Argument verengt. Schulz will sie aufwerten, ohne in eine private Innerlichkeitsmoral zu fallen: sie solle sich an sachlichen Problemen unter dem Aspekt der Zukunftsgestaltung ausrichten. Instanzen sind Mitleid, das die Gefährdung des Lebens wachhält, und Vernunft als Prinzip der Ordnungen, die dieser Gefährdung wehren. Jeder der fünf Teile geht denselben Weg: traditioneller Ansatz, Gegenwartslage, Ausblick auf das, was zeitgemäß nötig scheint. Die Breite erzeugt den Eindruck einer Summe und die Schwäche einer Summe: die Leitworte tragen viel Stoff, und die systematische Auskunft am Ende jedes Abschnitts bleibt knapper als die historische Durchmusterung, die ihr vorangeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz, in Tübingen Lehrer einer ganzen Generation, hat mit diesem Band die Nachkriegsphilosophie als Diagnose der wissenschaftlichen Zivilisation formuliert, ohne sich einer Schule zu verschreiben. Gegen [[Autor:Martin Heidegger|Martin Heidegger]]s Seinsgeschichte und gegen den Rückzug in die Existenz hält er an Verantwortung und Zukunft fest; gegen den Szientismus hält er an der philosophischen Befragung der Wissenschaften fest. Die Ethik des Mitleids und der Ordnung steht näher bei Schopenhauer, als der wissenschaftsgeschichtliche Auftakt vermuten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Autor:Jürgen Habermas|Jürgen Habermas]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Erkenntnis und Interesse]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Theorie des kommunikativen Handelns]]&amp;#039;&amp;#039; ist der Band ein anderer Versuch, die veränderte Welt nicht den Fachwissenschaften zu überlassen. Habermas setzt auf Verständigung, Schulz auf Verantwortung vor konkreten Sachproblemen. Wer über die Lage der Philosophie nach dem Ende der Metaphysik als Königin der Wissenschaften spricht, hat hier die ausführlichste deutsche Bestandsaufnahme der frühen siebziger Jahre – ein Buch, das seine Zeit erhellen wollte und sie zugleich als Umbruch festgeschrieben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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