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	<title>Organon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T20:29:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Organon&amp;diff=3160&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Organon|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Aristoteles|Aristoteles]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Meiner]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = -350|&lt;br /&gt;
 LEN = 416|&lt;br /&gt;
 OT = Ὄργανον|&lt;br /&gt;
 OS = griechisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3787315942|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783787315949|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Aussage, Schluss, Beweis, Kategorie|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Organon_%28Aristoteles%29 Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Organon&amp;#039;&amp;#039; ist die seit der Spätantike so genannte Sammlung der logischen Schriften von [[Autor:Aristoteles|Aristoteles]]. Der griechische Titel bedeutet Werkzeug: Logik als Mittel der Wissenschaft, nicht als deren bloße Magd. Weder Name noch Reihenfolge stammen von Aristoteles; [[Autor:Andronikos von Rhodos|Andronikos von Rhodos]] und die spätere Schulüberlieferung haben sechs Bücher zusammengefügt, denen oft die Einleitung des [[Autor:Porphyrios|Porphyrios]] vorangeht. Die Spannweite reicht von der Sprachphilosophie bis zur Ontologie. Die Sammlung bleibt der erste große Versuch, das Schließen aus Beobachtungen zu lehren, zu prüfen und vor Trug zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Schriften behandeln, wie Wissen sich gliedert und wie aus Vordersätzen Neues folgt. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kategorien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entfalten in fünfzehn Kapiteln eine Ordnung der Aussageweisen – Substanz, Quantität, Qualität, Relation und die übrigen – als Gerüst jeder Beschreibung. &amp;#039;&amp;#039;Über die Deutung&amp;#039;&amp;#039; definiert die Aussage als Wortgefüge, das wahr oder falsch sein kann; Wünsche fallen heraus. Widerspruchsfreiheit wird zur Bedingung wissenschaftlichen Zuwachses. Die &amp;#039;&amp;#039;Erste Analytik&amp;#039;&amp;#039; lehrt den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Syllogismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: aus zwei wahren Prämissen folgt eine dritte, wenn die Begriffe richtig gegliedert sind. Die &amp;#039;&amp;#039;Zweite Analytik&amp;#039;&amp;#039; fragt nach Beweis, Prinzip und Grenze wissenschaftlicher Verfahren. Die &amp;#039;&amp;#039;Topik&amp;#039;&amp;#039; gilt den Sätzen aus Wahrscheinlichkeit, den Definitionen und dem fruchtbaren Streitgespräch. Die &amp;#039;&amp;#039;Sophistischen Widerlegungen&amp;#039;&amp;#039; zeigen, wie Trugschlüsse gebaut und entlarvt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristoteles schreibt gegen die sophistische Kunst, mit Worten zu siegen, und gegen eine Wissenschaft, die ihre eigenen Schritte nicht kennt. Die Form-Materie-Unterscheidung seiner Naturlehre fehlt hier; die Schriften lassen sich außerhalb des Systems als Vorbereitung lesen, ohne bloße Technik zu sein. Sie verweisen aufeinander, enthalten aber zwei unabhängige Lehren vom Schluss – in der Topik und in den Analytiken –, die keine fertige Urteilslehre voraussetzen. Die Rhetorik, sachlich der Topik nah, blieb ausgeschlossen. &amp;#039;&amp;#039;De interpretatione&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet nicht immer scharf zwischen Verhältnissen der Dinge und Verhältnissen der Wörter; die Kategorien schwanken zwischen Ontologie und Grammatik. Der Ton ist trocken, definitorisch, ohne Dialog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird die Zusammenstellung, weil sie einer späteren Einteilung in Begriff, Urteil und Schluss folgt, die Aristoteles so nicht voraussetzt. Die Chronologie der Bücher ist nicht die Reihenfolge der Ausgabe. Gleichwohl haben alle enthaltenen Texte Anteil an der Frage, was eine gültige Folgerung ist. Eine fertige formale Logik der Neuzeit ist das Organon nicht; wer Kalkül erwartet, überträgt ihn auf eine Sprache der Termini. Die mittelalterliche Logica vetus hat Kategorien, Hermeneutik und Porphyrios’ Isagoge zum Schulkern gemacht, lange bevor die Analytiken vollständig gelesen wurden. Die neuere Forschung betont Brüche zwischen Topik und Analytik statt einer einheitlichen Logik. Die Stärke liegt in der Analyse von Allgemeinem und Einzelnem, von Notwendigkeit und Wahrscheinlichkeit, von Beweis und bloß plausibler Topik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Organon hat Mathematik, Scholastik und, in der Rückschau, Grundbegriffe maschinellen Schließens gespeist: das Besondere und das Allgemeine, die Kette der drei Glieder, die Prüfung des Fehlschlusses. [[Autor:Immanuel Kant|Immanuel Kant]] setzte in der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; die transzendentale Logik gegen die allgemeine, ohne das Organon zu ersetzen. Die stoische und die moderne Aussagenlogik haben andere Wege genommen; [[Autor:Günther Patzig|Günther Patzig]] und andere haben die Syllogistik gleichwohl als formales Modell rekonstruiert. Nachbarschaft hat die Sammlung zur &amp;#039;&amp;#039;[[Politik]]&amp;#039;&amp;#039; und zur Wissenschaftslehre der Zweiten Analytik, nicht zur Dichtung der &amp;#039;&amp;#039;[[Poetik]]&amp;#039;&amp;#039;. Porphyrios’ Isagoge machte die Kategorien zum Schulbuch Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Missverständnis liegt darin, Aristoteles zum Erfinder einer zeitlosen Algebra des Denkens zu machen oder die Sammlung als ein von ihm komponiertes Hauptwerk zu behandeln. Sie ist Werkzeug und selbst Gegenstand der Philosophie. Die arabische und die lateinische Überlieferung haben das Organon zum Eingangstor der Philosophie gemacht, nicht zu deren Abschluss. Geblieben ist die Zumutung, dass Wissen Fortschritt nur ist, wo Aussagen sich nicht widersprechen und Schlüsse sich prüfen lassen – und die Warnung vor der sophistischen Widerlegung, die den Schein des Beweises erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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