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	<title>Mitternachtskinder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T10:31:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Mitternachtskinder&amp;diff=3777&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
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		<updated>2026-08-22T15:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Mitternachtskinder|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Salman Rushdie|Salman Rushdie]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[btb]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1981|&lt;br /&gt;
 LEN = 736|&lt;br /&gt;
 OT = Midnight&amp;#039;s Children|&lt;br /&gt;
 OS = englisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3442746604|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783442746606|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Indien, Unabhängigkeit, Telepathie, Familie|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Mitternachtskinder Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mitternachtskinder&amp;#039;&amp;#039; ist der 1981 bei Jonathan Cape erschienene Roman von [[Autor:Salman Rushdie|Salman Rushdie]], im Original &amp;#039;&amp;#039;Midnight&amp;#039;s Children&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saleem Sinai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommt am 15. August 1947 um Mitternacht zur Welt, in derselben Sekunde, in der Indien unabhängig wird; sein Leben und das des Staates sind fortan verdrahtet. Rushdie hat aus der Familiensaga, der Chronik und dem Wunder denselben Satz gemacht und den Bookerpreis erhalten; später wählte man das Buch zum besten Booker der Booker. Karin Graf hat die deutsche Fassung geschaffen. Wer indische Geschichte als Lehrbuch sucht, wird von Nasen, eingelegten Chutneys und tausend telepathischen Kindern in die Irre geführt – und gerade so unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saleem erzählt aus Bombay, später aus einer Fabrik für Eingelegtes, seinem späteren Leser Padma, die den Teig knetet und seinen Schwadronen misstraut. Die Vorgeschichte reicht zu den Großeltern in Kaschmir: der Arzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aadam Aziz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der eine Frau durch ein durchlöchertes Laken untersucht und sie Stück für Stück heiratet, die Mutter, die zwischen Männern wechselt, die Umzüge nach Agra und Bombay. Saleems Geburt ist ein Tausch: Die Krankenschwester &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mary Pereira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vertauscht den Sohn der Armen mit dem der Sinais, aus politischer Schwärmerei. Saleem wächst im Wohlstand auf, mit einer unmöglichen Nase, die riecht, was andere denken; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shiva&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das andere Mitternachtskind, wächst auf der Straße auf, mit gewalttätigen Knien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Mitternacht des Unabhängigkeitstags sind tausend Kinder geboren, mit Gaben, die der Staat nicht vorgesehen hat. Saleem ruft sie in seinem Kopf zur Mitternachtskinderkonferenz zusammen, einem Parlament der Wunder, das an Eifersucht, Klassenhochmut und an Shiva zerbricht. Die Geschichte Indiens läuft durch Saleems Körper: die Teilung, der Krieg um Bangladesch, der Ausnahmezustand unter Indira Gandhi, in dem den Kindern die Gaben genommen werden. Saleem zerfällt, bekommt Risse, wird sterilisiert, überlebt als Trümmer. Die Nation und der Erzähler beschädigen einander; wer die eine heilen will, muss den anderen anhören, und der andere lügt, übertreibt, beizt die Wahrheit in Gläsern ein, damit sie hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende arbeitet Saleem in der Fabrik, erzählt gegen das eigene Zerbröckeln an und weiß, dass Padma ihn heiraten und dass er, wie Indien, nicht ganz ganz bleiben wird. Die Chutneys sind das Verfahren: Zutaten aus Jahren, scharf, süß, haltbar gemacht. Shiva, Soldat und Vergewaltiger, bleibt der dunkle Zwilling, der Tausch, den niemand rückgängig macht. Rushdie schließt nicht mit einer geheilten Nation. Er schließt mit einem Erzähler, der seine Leserinnen braucht, damit die Geschichte nicht mit ihm stirbt, und mit der Behauptung, dass Wunder und Bürokratie, Nase und Staatsakt, in demselben Kind Platz haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rushdie hat [[Autor:Gabriel García Márquez|García Márquez]]&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Hundert Jahre Einsamkeit]]&amp;#039;&amp;#039; nach Südasien geholt, ohne Macondo zu kopieren: Das Wunder ist hier an ein Datum gebunden, an Mitternacht, an die Unabhängigkeit, an Radio und Ausnahmezustand. Der Erzähler ist unzuverlässig und trotzdem der genaueste Chronist, weil die Nation selbst aus Tausch, Lüge und Einlegung besteht. Der Roman steht am Beginn dessen, was man die neue indische Literatur in englischer Sprache genannt hat, und hat Nachahmer und Gegner in Mengen erzeugt. Die Fatwa gegen die späteren &amp;#039;&amp;#039;Satanischen Verse&amp;#039;&amp;#039; hat Rushdies Namen überschattet; &amp;#039;&amp;#039;Mitternachtskinder&amp;#039;&amp;#039; bleibt das Buch, das ihn zuerst unübersehbar machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bühne, der Film von Deepa Mehta, die Hörfassungen haben den Stoff weitergetragen, oft geordnet, wo der Roman wuchert. Wer nach 1981 über Indien als Familie spricht, spricht hinter Saleems Nase; wer den Band für Folklore hält, hat den Ausnahmezustand nicht gelesen. Padma, die zuhört und zweifelt, ist die wichtigste Figur nach dem Erzähler: ohne sie gäbe es keine Instanz, die den Wundern den Glauben verweigert und sie trotzdem einlegt. Der btb-Band folgt Grafs Übersetzung; die Sätze bleiben lang, gewürzt, und weigern sich, die Geschichte klein zu schneiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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