<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kusari</id>
	<title>Kusari - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kusari"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Kusari&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-23T22:22:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Kusari&amp;diff=3350&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Kusari&amp;diff=3350&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-22T11:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Kusari|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Jehuda ha-Levi|Jehuda ha-Levi]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = Morascha|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1139|&lt;br /&gt;
 LEN = 514|&lt;br /&gt;
 OT = Kitāb al-ḥuǧǧa wa-d-dalīl fī naṣr ad-dīn aḏ-ḏalīl|&lt;br /&gt;
 OS = judäo-arabisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3906954218|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783906954219|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Offenbarung, Chasaren, Judentum, Prophetie|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Religionswissenschaft|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Kusari Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kusari&amp;#039;&amp;#039;, vollständig &amp;#039;&amp;#039;Buch der Widerlegung und des Beweises im Namen der verachteten Religion&amp;#039;&amp;#039;, ist das religionsphilosophische Hauptwerk von [[Autor:Jehuda ha-Levi|Jehuda ha-Levi]]. Es entstand über zwei Jahrzehnte und wurde 1139 vollendet, kurz bevor der Dichter nach Jerusalem aufbrechen wollte. Geschrieben ist es auf Judäo-Arabisch, bekannt wurde es durch die hebräische Übersetzung des Jehuda ibn Tibbon als &amp;#039;&amp;#039;Sefer ha-Kusari&amp;#039;&amp;#039;. Der Rahmen ist das überlieferte Überwechseln der Chasaren zum Judentum: ein König prüft Philosophen, Christen, Muslime und einen jüdischen Weisen. Die deutsche Übertragung von David Cassel, von Morascha neu vorgelegt, hat das Gespräch ins 19. und 20. Jahrhundert getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jehuda ha-Levi schreibt gegen eine Philosophie, die Gott aus Begriffen ableitet und die Offenbarung als nachträgliche Bekleidung der Vernunft behandelt. Der König der Chasaren träumt, ein Engel lobe seinen Vorsatz, nicht aber sein Tun. Ein Philosoph, ein Christ und ein Muslim überzeugen ihn nicht: den ersten erinnert er an den tödlichen Hass zwischen den Bekenntnissen, dem Muslim bleibt das Wunder der Sprache verschlossen, weil er kein Araber ist. Der Rabbi beginnt nicht mit Gottesbeweisen, sondern mit den Taten an Israel: Auszug aus Ägypten, Offenbarung am Sinai. Offenbarte Religion gilt ihm als der natürlichen überlegen; die griechische Philosophie, zumal des Aristoteles, sei ohne diese Unterstützung entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Übertritt des Königs und seines Wesirs werden Gottes Eigenschaften, das Land, das Volk und die hebräische Sprache erörtert. Alle Eigenschaften Gottes sind gleichermaßen bedeutsam; die Vermenschlichung in der Schrift verwirft Halevi nicht gänzlich, weil Antlitz, Auge und Hand die Ehrfurcht steigern können. Die Vorzüge von Land, Volk und Sprache hängen an der Tora als offenbartem Wort. Das Judentum bleibt das erwählte Bekenntnis, auch wo Christen und Muslime es verachten. Gegen die Karäer, die die mündliche Überlieferung des Talmuds nicht anerkennen, hält der Rabbi fest, dass schon Lesung und Vortrag der Tora der Überlieferung bedürfen, weil der Konsonantentext ohne Vokale und Vortragszeichen überkommen ist. Elohim und das Tetragramm sind nicht zwei Götter; die Vielfalt der Namen zersplittert das Wesen so wenig, wie vielfältiges Licht viele Sonnen ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird das Buch, wo es die Vorzüge Israels gegen die verachtete Lage der Gegenwart hält und die Philosophie als bloße Dialektik abtut. Im fünften Teil verwirft der Rabbi aristotelische Kosmogonie, neuplatonische Ausströmung und die Streitkunst des Kalām als Gedankenspiele über Schöpfung und Einheit. Den freien Willen verteidigt er gegen Zufallslehrer und Schicksalsgläubige. Der Fromme erscheint als Herrscher über Sinne und Kräfte, nicht als Weltflüchtiger. Am Ende verabschiedet sich der Rabbi, um nach Jerusalem zu gehen – wie Halevi selbst. Die Rahmenerzählung gibt der Apologie Wärme und macht sie angreifbar: der König ist schon bereit, und der Weise darf siegen, ohne dass ein gleich starker Gegner das letzte Wort behält. Die gerühmte Überlegenheit der Prophetie über die Philosophie bleibt ein Glaubenssatz, der sich im Gespräch bewährt, nicht ein Beweis, der den Zweifler zwingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Kusari&amp;#039;&amp;#039; ist neben dem &amp;#039;&amp;#039;[[Führer der Unschlüssigen]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Autor:Maimonides|Maimonides]] das zweite große Gesprächsbuch der mittelalterlichen jüdischen Philosophie, und er steht zu jenem in Spannung. Halevi misstraut dem aristotelischen Weg, den Maimonides später gehen wird; Offenbarung geht der Spekulation vor, das Sinaiwunder dem Gottesbeweis. Johann Buxtorf der Jüngere übersetzte 1660 ins Lateinische; Cassels zweisprachige Ausgabe von 1868 wurde zum deutschen Standard. Innerhalb der jüdischen Geisteswelt blieb das Buch eine Grundschrift der Selbstbehauptung in der Zerstreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuere Lektüre hat den polemischen Kern nicht entschärft: gegen die natürliche Religion, gegen eine Vernunft, die ohne Volk und Land auskommen will, gegen die Auflösung der mündlichen Tora. Wer über Offenbarung und Philosophie im Judentum spricht, hat in Halevi den Dichter, der die verachtete Religion nicht entschuldigt, sondern als geschichtliche Tat Gottes vorträgt. Die Reise nach Zion am Schluss ist biographisch und argumentativ: die Wahrheit des Buches soll sich nicht nur denken, sondern am Ort der Verheißung bewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
	</entry>
</feed>