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	<title>Kriton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T18:05:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Kriton&amp;diff=3188&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Kriton|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Platon|Platon]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Reclam]]|&lt;br /&gt;
 SER = Reclams Universal-Bibliothek|&lt;br /&gt;
 EJ = -399|&lt;br /&gt;
 LEN = 96|&lt;br /&gt;
 OT = Κρίτων|&lt;br /&gt;
 OS = griechisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3150008956|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783150008959|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Gesetzesgehorsam, Gerechtigkeit, Sokrates, Polis|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriton Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kriton&amp;#039;&amp;#039; ist ein früher Dialog von [[Autor:Platon|Platon]], entstanden wohl bald nach der Hinrichtung des [[Autor:Sokrates|Sokrates]] im Jahr 399 vor Christus. Der einzige Gesprächspartner ist der gleichnamige Freund und Altersgenosse, ein wohlhabender Athener, der den Verurteilten im Gefängnis besucht. Der Text gilt der einen Nacht vor der Hinrichtung und der einen Frage, ob ein unschuldig Verurteilter fliehen darf. Platon lässt Sokrates die Flucht ablehnen, nicht aus Müdigkeit, sondern aus einer Lehre vom Unrecht: Man darf Unrecht nicht mit Unrecht vergelten, und der Bürger hat den Gesetzen gegenüber eine Pflicht, die er durch sein Bleiben in der Stadt übernommen hat. Damit steht der kleine Dialog neben der Apologie und dem Phaidon; die Rechtsphilosophie hat ihn bis in die Debatte um den bürgerlichen Ungehorsam nicht losgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog ist gegen die naheliegende Rettung geschrieben. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kriton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommt vor Tagesanbruch, hat Wärter bestochen, Geld und Freunde in Thessalien bereit und fürchtet den Vorwurf, die Anhänger hätten aus Geiz und Feigheit versagt. Er mahnt die Pflicht des Vaters gegenüber noch jungen Kindern und den Skandal, den Willen der Feinde zu erfüllen. Sokrates nimmt keines dieser Argumente als Maßstab. Maßgeblich sei allein die Vernunft, nicht die Menge, nicht der Ruf, nicht das Vermögen. Wie der Sportler nur dem Arzt folgt und nicht dem Geschrei der Zuschauer, so zähle in Fragen von Recht und Unrecht nur das sachkundige Urteil. Was im Menschen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit tragen – Sokrates umschreibt die Seele, ohne das Wort zu strapazieren –, werde durch Unrecht zerrüttet, und ein solches Leben sei nicht lebenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus folgen zwei Sätze, auf die sich beide längst geeinigt haben: Unrecht tun ist unter allen Umständen falsch, auch als Vergeltung; eine gerechte Verpflichtung, die man eingegangen ist, muss man halten. Ob die Flucht beides verletzte, lässt Sokrates die personifizierten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; selbst vortragen. Ohne Achtung der Urteile könne die Polis nicht bestehen; wer bleibe, nachdem er auswandern durfte, habe stillschweigend zugestimmt. Das Vaterland habe ihn geboren, erzogen und geschützt, mehr als ein Vater Anspruch auf Loyalität. Wer ein Urteil für ungerecht halte, müsse überzeugen oder gehorchen oder gehen. Sokrates habe Athen sein Leben lang vorgezogen, im Prozess die Verbannung abgelehnt und den Tod gewählt. Eine Flucht setze die Helfer der Strafe aus, mache ihn in wohlgeordneten Städten verdächtig und raube ihm den philosophischen Dialog, der sein Lebensinhalt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text wird unsicher, wo Gehorsam und Unrechtsverbot zusammenstoßen. Die Gesetze fordern, zu überzeugen oder zu gehorchen; was gilt, wenn der Staat aktive Teilnahme an einem Unrecht verlangt und Auswanderung unmöglich ist, wird nicht ausgetragen. In der Apologie erklärt Sokrates, einem Verbot öffentlichen Philosophierens würde er nicht folgen – ein gedachter Fall, den der &amp;#039;&amp;#039;Kriton&amp;#039;&amp;#039; nicht auflöst. Ob Platon die harte Rede der Gesetze für seine eigene hält oder sie dem unphilosophischen Freund als greifbares Bild vorsetzt, bleibt streitig. Sokrates vergleicht ihre Wirkung mit dem Rausch korybantischer Flötenmusik: Ergriffenheit, nicht Beweis. Kriton hat nichts zu erwidern. Das Gespräch endet mit der Bereitschaft, sich der göttlichen Lenkung anzuvertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Kriton&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den sokratischen Frühschriften und ist kürzer und scheinbar schlichter als &amp;#039;&amp;#039;[[Der Staat]]&amp;#039;&amp;#039;. Wo die &amp;#039;&amp;#039;Politeia&amp;#039;&amp;#039; eine gerechte Stadt entwirft, prüft der kleine Dialog, was der Einzelne einer ungerechten Stadt schuldet. Die Vertragstheorie – Loyalität kraft Bleibens und stillschweigender Zustimmung – hat [[Autor:David Hume|David Hume]] als antikes Gegenstück neuzeitlicher Gesellschaftsverträge gelesen, und sie nährt bis heute die Frage, wie weit Gesetzesgehorsam reicht, wenn das Urteil Unrecht ist. Autoritäre Deutungen nehmen die Gesetze beim Wort; gelindere trennen Sokrates’ eigene Ethik von ihrer Rhetorik und verweisen auf den &amp;#039;&amp;#039;Phaidon&amp;#039;&amp;#039;, in dem die Seele ausdrücklich unsterblich ist, während Kriton das Wort nicht tragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbarschaft zu [[Autor:Aristoteles|Aristoteles]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Nikomachische Ethik]]&amp;#039;&amp;#039; liegt nicht in der Staatsform, sondern in der Behauptung, gut leben heiße tugendhaft leben, und der Tod sei dem Unrecht vorzuziehen. [[Autor:Karl Popper|Karl Popper]] hat in &amp;#039;&amp;#039;[[Die offene Gesellschaft und ihre Feinde]]&amp;#039;&amp;#039; Platons Spätwerk als Feind der offenen Kritik gelesen; der &amp;#039;&amp;#039;Kriton&amp;#039;&amp;#039; liefert ihm den Gehorsam, den er fürchtet, und zugleich das Gegenbild eines Mannes, der einem Fehlurteil nicht mit Gewalt antwortet. Das Missverständnis des Textes ist die Karteikarte vom bedingungslosen Untertanen. Sokrates stirbt, weil er Unrecht weder tun noch mit Unrecht vergelten will – eine Haltung, die den Staat ernst nimmt und ihn nicht vergötzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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