<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hundejahre</id>
	<title>Hundejahre - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hundejahre"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Hundejahre&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-23T17:04:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Hundejahre&amp;diff=4046&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Hundejahre&amp;diff=4046&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-22T15:26:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Hundejahre|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Günter Grass|Günter Grass]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[dtv]]|&lt;br /&gt;
 SER = Danziger Trilogie|&lt;br /&gt;
 EJ = 1963|&lt;br /&gt;
 LEN = 752|&lt;br /&gt;
 OT = Hundejahre|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3423118237|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783423118231|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Danzig, Hund, Vogelscheuche, Schuld|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Hundejahre Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hundejahre&amp;#039;&amp;#039; ist der 1963 erschienene Roman von [[Autor:Günter Grass|Günter Grass]], der dritte Teil der Danziger Trilogie nach &amp;#039;&amp;#039;[[Die Blechtrommel]]&amp;#039;&amp;#039; und der Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Katz und Maus]]&amp;#039;&amp;#039;. Drei Erzähler schreiben im Winter 1960/61 gleichzeitig drei Bücher, Auftragswerk für das Vogelscheuchenbergwerk des Unternehmers Brauxel: das Opfer, der Zeuge, der Täter. Grass hat die Zeitgeschichte des Jahrhunderts nicht über Hitler, sondern über dessen Hund und über Vogelscheuchen erzählt. Der Stammbaum der Schäferhunde persifliert die Rassenlehre. Danzig, Weichseldeich, SA-Garten, westdeutscher Rundfunk, ein Schacht bei Hannover: Der Roman ist der verzweigteste der Trilogie und der am wenigsten gezähmte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Buch erzählt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauxel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der später als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Amsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kenntlich wird, die Kindheit an der Weichsel. Amsel, Sohn einer Witwe, der jüdische Vater ist im Ersten Weltkrieg gefallen, baut Vogelscheuchen, die Menschen erkennen und Vögel in Aufruhr versetzen. Der Junge &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Matern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sieht sich in einer dieser Figuren als Prügler und wird, ungleich und unzuverlässig, Amsels Blutsbruder. Sie gehen aufs Gymnasium, finden unter der Schule einen Schädel, Amsel will ihn verbauen, Matern schlägt zu. Studienrat &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brunies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; adoptiert das ausgesetzte Kind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jenny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; die Jungen wachsen mit ihr. Brauxel schreibt in Frühschichten, Danziger Mundart, Sätze, die abbrechen und den Deich zum Schreibtisch machen. Die Freundschaft ist Schutz und Verrat in einem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Buch schreibt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harry Liebenau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Liebesbriefen an die Cousine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tulla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Mitläuferblick auf die Jahre bis 1945. Ein Nachkomme von Materns Hündin Senta, der Schäferhund &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prinz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird Hitler zum Geburtstag geschenkt; Harrys Vater tritt in die Partei. Amsel bittet Matern in die SA, weil er Uniformen für Scheuchen braucht; Matern bleibt, glaubt, und prügelt 1937 mit Kameraden den Freund, schlägt ihm die Zähne aus, rollt ihn zum Schneemann. Amsel taut als schlanker &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haseloff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf, geht nach Berlin, leitet ein Ballett, später Fronttheater. Tulla zwingt Jenny zum Tanz um ein Denkmal, auch sie wird Schneemann und Primaballerina. Matern, aus der SA gestoßen, vergiftet den Hofhund Harras, beleidigt den »Führer«, gerät an die Ostfront, zuletzt ins britische Lager. Harry wird Luftwaffenhelfer, riecht hinter einem Zaun den Berg Knochen, sieht Tulla einen Schädel präsentieren. Grass lässt die Groteske die Vernichtung nicht ersetzen; sie macht sie nachbarlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Buch, die Materniaden, erzählt Matern über sich im Präsens, flüchtig, rechthaberisch, mittellos. 1946 trifft er Hitlers Hund Prinz, nennt ihn Pluto, zieht durch Trümmer, rächt sich an alten Nazis, indem er deren Frauen ansteckt, sucht Amsel, der als Goldmäulchen auf dem Schwarzmarkt arbeitet. Wunderbrillen der Firma Brauxel zeigen Kindern die Vergangenheit der Erwachsenen. Matern spricht im Rundfunk, die Kinder entlarven ihn, er flieht nach Berlin, der Hund folgt verjüngt, am Bahnhof Zoo wartet Goldmäulchen. Sie saufen, Amsel zündet die Kneipe an. Am Ende fliegen beide nach Hannover in Brauxels Bergwerk, wo Vogelscheuchen industriell entstehen: der Orkus oben, die Scheuche nach dem Bild des Menschen. Brauxel ist Amsel. Die Festschrift zum zehnjährigen Bestehen des Schachts ist das Buch, das der Leser in Händen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grass hat nach der Trommel Oskars und der Katze um Mahlke das weite, dunkle Drittmittelstück geschrieben: drei Stimmen, drei Schuldregister, kein Erzähler, dem man trauen darf. Amsel ist Opfer und, als Frontunterhalter, Nutznießer; Matern ist Täter und will Antifaschist gewesen sein; Liebenau sieht zu. Die Hunde koppeln Dorf, Partei und Führer, die Vogelscheuchen koppeln Kunst und Vertreibung. Westdeutsche Leser von 1963 bekamen keine Bewältigung, sondern ein Bergwerk. Die Trilogie ist damit geschlossen und zugleich das unbequemste Buch der drei, weil sie am wenigsten eine Figur lieben lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verglichen mit der &amp;#039;&amp;#039;Blechtrommel&amp;#039;&amp;#039; fehlt der eine gellende Erzähler; verglichen mit &amp;#039;&amp;#039;Katz und Maus&amp;#039;&amp;#039; fehlt die Novellenenge. Genau deshalb trägt &amp;#039;&amp;#039;Hundejahre&amp;#039;&amp;#039; die deutsche Nachkriegsprosa in die Länge: Deich, SA, Rundfunk, Schacht. Verfilmungen haben sich an Oskar gehalten, nicht an Pluto. Wer Grass nur als Trommler kennt, hat den Hundestammbaum und die Scheuchenfabrik noch vor sich. Die dtv-Ausgabe hält den Text in der Breite, die Steidl später illustriert hat; gelesen werden muss er in den drei Büchern nacheinander, nicht als Nachtrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
	</entry>
</feed>