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	<title>Economics and World History. Myths and Paradoxes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T21:14:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Economics_and_World_History._Myths_and_Paradoxes&amp;diff=5819&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Fehlenden Werkartikel bzw. Autorenlemma angelegt.</title>
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		<updated>2026-08-22T18:36:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlenden Werkartikel bzw. Autorenlemma angelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Economics and World History. Myths and Paradoxes|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Paul Bairoch|Paul Bairoch]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = University of Chicago Press|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1993|&lt;br /&gt;
 LEN = 200|&lt;br /&gt;
 OT = Economics and World History. Myths and Paradoxes|&lt;br /&gt;
 OS = englisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 0226034631|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9780226034638|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Freihandel, Protektionismus, Kolonialismus, Mythos|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Bairoch Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Economics and World History. Myths and Paradoxes&amp;#039;&amp;#039; ist die 1993 bei der University of Chicago Press erschienene Untersuchung des Genfer Wirtschaftshistorikers [[Autor:Paul Bairoch|Paul Bairoch]]. Der in Antwerpen geborene, in der Schweiz lehrende Verfasser räumt mit rund zwanzig gängigen Sätzen über die Wirtschaftsgeschichte auf: dass Freihandel historisch zu Wachstum geführt habe, dass Protektionismus die Große Depression verursacht habe, dass die Kolonialmächte im neunzehnten Jahrhundert reich geworden seien, weil sie die spätere Dritte Welt ausbeuteten. Bairoch stellt jeweils her, wo der Glaube herkommt, und warum die Zahlen ihn nicht tragen. Der Band ist schmal, tabellenreich und absichtlich polemisch gegen das, was Ökonomen und Politiker einander als Geschichte erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bairoch schreibt gegen die Rückprojektion der Freihandelslehre in eine Vergangenheit, die sie nicht hatte. Bis in die frühen sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, so die zentrale Gegengeschichte, war der Außenhandel der entwickelten Länder fast durchweg Schutzpolitik, nicht ein goldenes Zeitalter offener Märkte. Phasen des westlichen Wachstums fallen bei ihm mit Schutzzöllen zusammen, nicht mit deren Abbau; die Vereinigten Staaten und Deutschland industrialisierten hinter Mauern. Der Börsensturz von 1929 und die Depression werden nicht zur Strafe für den Verrat am Freihandel. Der Freihandel, den Großbritannien im neunzehnten Jahrhundert predigte, kam, nachdem die eigene Industrie schon da war. Das Paradox lautet: die Lehre, die sich als Ursache des Reichtums ausgibt, ist oft dessen späte Rechtfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Block gilt dem Kolonialismus und der Dritten Welt. Bairoch bestreitet nicht Gewalt und Ausbeutung; er bestreitet, dass die Metropolen ihren Reichtum vor allem aus den Kolonien zogen und dass die Kolonien für die industrielle Revolution entscheidend gewesen seien. Rohstoffe der Tropen waren weniger zentral, als die rhetorische Ökonomie behauptet; die Einkommenskluft zwischen West und Rest war vor der modernen Entwicklung kleiner, als der Fortschrittsglaube meint. Gegenposition ist die Abhängigkeitstheorie, die Unterentwicklung als Produkt der Metropole schreibt, und die Freihandelsschule, die offene Märkte mit Wachstum gleichsetzt. Bairoch argumentiert mit historischen Reihen, nicht mit Modellen; die Tabellen sollen das Paradox sichtbar machen, dass gängige Sätze oft auf zu wenig Kenntnis der Zahlen sitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird das Buch, wo die Entkräftung eines Mythos selbst zum Mythos gerät: als wäre Schutzpolitik die eigentliche Lehre der Geschichte. Spätere Globalisierungsdebatten haben Bairoch teils als Kronzeugen gegen die Öffnung genommen, teils als veraltete Statistik. Zweihundert Seiten können zwanzig Behauptungen anreißen, nicht jede Volkswirtschaftsgeschichte ersetzen. Wer nur die Anti-Freihandels-Pointe will, unterschlägt die Nüchternheit, mit der Bairoch Kolonialschuld und Kolonialgewinn auseinanderlegt. Wer nur die Zahlen will, unterschlägt, dass der Band eine Intervention in die öffentliche Rede ist, keine stille Datenarbeit. Die englische Fassung hat den kürzeren, mythenkritischen Bairoch international gemacht; das große französische Werk über Siege und Niederlagen der Entwicklung blieb daneben der umfangreichere Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 hat Bairoch der Wirtschaftsgeschichte ein schmales Buch gegeben, das in Seminaren und Leitartikeln zitiert wird, weil es Sätze angreift, die man ohne Zahlen glaubt. Es steht neben der historischen Statistik, die er selbst mit aufgebaut hat, und neben einer Entwicklungstheorie, die den Westen entweder als Heilsbringer oder als Räuber braucht. Nachbarschaft hat der Text zu jeder Kritik der Globalisierung, die Protektionismus nicht für Sünde hält, und zu jeder Imperialismusforschung, die den Gewinn der Metropole kleiner rechnet, als die Moral ihn braucht. Wer nach Bairoch über Freihandel als Motor der Moderne spricht, spricht hinter diesem Band oder gegen ihn. Das Paradox bleibt: die Geschichte der Wirtschaft gehorcht den Lehrbüchern schlechter, als die Lehrbücher zugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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