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	<title>Die Zeit, die Zeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-24T06:37:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Die_Zeit,_die_Zeit&amp;diff=4004&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
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		<updated>2026-08-22T15:25:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Die Zeit, die Zeit|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Martin Suter|Martin Suter]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Diogenes]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 2012|&lt;br /&gt;
 LEN = 304|&lt;br /&gt;
 OT = Die Zeit, die Zeit|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3257242611|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783257242614|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Trauer, Nachbarschaft, Experiment, Mord|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zeit,_die_Zeit_(Roman) Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Zeit, die Zeit&amp;#039;&amp;#039; ist der 2012 bei Diogenes erschienene Roman von [[Autor:Martin Suter|Martin Suter]], ein Spannungsbuch, das eine philosophische Behauptung wörtlich nimmt: Zeit gebe es nicht, nur Veränderung. Ein Buchhalter, dessen Frau erschossen wurde, beobachtet den alten Nachbarn, der die Umgebung auf den Stand von 1991 zurückbauen will, um die tote Gattin wiederzubekommen. Suter schreibt knappe Sätze, wie man es von ihm kennt, und lässt das Unmögliche im Kleinbürgerquartier geschehen: Buchsbäume, Autos, Fassaden, Wohnungsinventar. Die Kritik fand den Anfang stark und das Ende entweder kühn oder zu einfach. Es ist kein Laborroman, sondern eine Trauer, die sich als Handwerk verkleidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Taler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zweiundvierzig, Sachbearbeiter in der Finanzabteilung eines Bauunternehmens, kommt über den Tod seiner Frau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laura&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nicht hinweg. Sie wurde vor der Wohnungstür erschossen; die Polizei findet niemanden. Taler observiert nächtelang die Häuser gegenüber, eine Pistole in der Schublade, das Ziel klar: den Täter töten. Dabei fällt ihm &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knupp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf, zweiundachtzig, menschenscheu, von den Nachbarn für verrückt gehalten. Knupps Frau Martha starb vor zwanzig Jahren an Malaria nach einer Keniareise, an der er sich mitschuldig fühlt. Der Alte vertritt, die Zeit vergehe nicht, alles andere vergehe. Wer jede sichtbare Veränderung rückgängig mache, widerlege den Irrtum Zeit und hole die Tote zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knupp hat Taler seinerseits beobachtet und besitzt Photographien, die Hinweise auf Lauras Mörder versprechen. Damit zwingt er den Jüngeren zur Mitarbeit. Die beiden Männer – und teures Personal – versetzen Straßen, Gärten, die Wohnung Knupps in den Zustand von 1991: Bäume werden versetzt oder gefällt, Spielzeug, Lackierungen, Vorhänge, das ganze sichtbare Gedächtnis des Viertels. Taler merkt, dass er in eine Falle aus Trauer und Erpressung geraten ist, und geht der Mordspur weiter nach, auch in die Irre. Die Arbeit am Äußeren füllt die Leere, die beide Männer nicht anders füllen können. Suter schildert das Zurückbauen so genau, dass aus der Idee ein Alltag von Lieferungen, Genehmigungen und Nachbarschaftsstreit wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im wiederhergestellten Haus begreift Taler, dass Knupp Laura erschossen hat – aus Gründen, die mit dem Experiment und der Kontrolle über den Blick zusammenhängen. Er tötet den Alten mit der Pistole, die für den unbekannten Täter bestimmt war. Ein kurzes letztes Kapitel bricht die Gerade der Aufklärung: Die mühsam geordnete Welt von 1991 steht, und was tot war, ist in dieser Ordnung nicht mehr selbstverständlich tot. Ob Suter der Trauer den Wunsch erfüllt, den Knupp behauptet hat, oder ob er den einfachsten Kunstgriff wählt, das Vorhergehende umzudeuten, bleibt die letzte Bewegung des Buches. Talers Rache und Knupps Lehre fallen ineinander. Die Zeit, die es nicht geben sollte, hat trotzdem das letzte Wort – oder gerade keines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suter hat nach den Allmen-Geschichten und den Mailänder Spannungsromanen ein Gedankenexperiment in die Vorstadt gelegt. Rezensenten sprachen von Zukunftsphantastik im Kleinbürgermilieu, von Erbsenzählerei der Buchsbäume, von einem Schluss, der überrascht, ohne zu überzeugen. Die Stärke liegt nicht in der Physik, sondern in der Beschreibung zweier Männer, die Verlust nicht ertragen und ihn deshalb umbauen. Einstein und Aristoteles werden zitiert, wo ein Witwer eine Birke braucht; das ist komisch und ernst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Suter nur als Verfasser glatter Fälle kennt, findet hier den Band, in dem die Lösung den Fall nicht beruhigt. Diogenes hält das Taschenbuch in der Reihe, dreihundert Seiten, die sich wie ein kurzer Roman lesen und wie ein langes Protokoll des Rückbaus. Neben den Erfolgsbüchern um Identität und Betrug ist &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit, die Zeit&amp;#039;&amp;#039; das Werk, das Trauer wörtlich nimmt: als Arbeit an der sichtbaren Welt. Der Nachbar gegenüber bleibt der gefährlichste Mensch, weil er dieselbe Lücke hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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