<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F</id>
	<title>Die Verwirrungen des Zöglings Törleß - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-22T16:42:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F&amp;diff=3121&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F&amp;diff=3121&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-21T17:40:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Die Verwirrungen des Zöglings Törleß|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Robert Musil|Robert Musil]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Suhrkamp]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1906|&lt;br /&gt;
 LEN = 185|&lt;br /&gt;
 OT = Die Verwirrungen des Zöglings Törleß|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 351801448X|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783518014486|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Internat, Grausamkeit, Erwachen, Macht|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Verwirrungen_des_Z%C3%B6glings_T%C3%B6rle%C3%9F Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Verwirrungen des Zöglings Törleß&amp;#039;&amp;#039; ist der 1906 erschienene erste Roman von [[Autor:Robert Musil|Robert Musil]]. In einem Internat der k. u. k. Monarchie wird ein Dieb gefoltert, und ein Junge sieht zu, weil er verstehen will, was sich nicht rechnen lässt. Musil, selbst Zögling in Eisenstadt und Mährisch-Weißkirchen, hat daraus keine Anklageschrift gegen die Schule gemacht, sondern eine Geschichte des Erwachens, in der Grausamkeit und Erkenntnis denselben Raum teilen. Der Ton ist kühl, genau und schon ganz der des Mannes, der später den &amp;#039;&amp;#039;Mann ohne Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039; schreiben wird. Das Buch skandalisierte und wurde dennoch gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Törleß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lebt in einem Konvikt irgendwo im Osten der Monarchie, fern der Mutter, deren Briefe ihn rühren und nicht mehr erreichen. Seine Freunde sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiting&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der die anderen zu beherrschen liebt, und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beineberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der indische Seelenlehre und Machtphantasien mischt. Sie ertappen den Mitschüler &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basini&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beim Diebstahl. Statt ihn anzuzeigen, erpressen sie ihn: Basini muss dienen, sich demütigen, nachts auf den Boden kommen, wo sie ihn schlagen und sexuell missbrauchen. Törleß macht nicht mit wie die anderen; er sieht zu. Ihn interessiert, wie aus dem Mitschüler ein anderer Zustand wird, weich, verächtlich, und warum dasselbe Gesicht tagsüber im Unterricht sitzen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben steht die andere Verwirrung: Törleß begreift die imaginären Zahlen nicht, dieses Rechnen mit etwas, das es nicht gibt und das doch stimmt. Der Mathematiklehrer verweist ihn an die Philosophie; der junge Fürst, ein Mitschüler, verlässt die Schule, weil ihm die Luft zu roh ist. Törleß geht zu einer Prostituierten im Ort, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Božena&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, und findet dort nicht die Erlösung, sondern denselben Zwiespalt von Ekel und Reiz. Basini fleht ihn an, ihn zu retten; Törleß stößt ihn ab und fühlt sich von der Demut angezogen. Reiting und Beineberg steigern die Qualen, bis Basini zerbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Törleß rät Basini, sich selbst anzuzeigen, bevor die anderen ihn vernichten. Basini gesteht den Diebstahl; eine Untersuchung setzt ein. Törleß, vor dem Kollegium, redet von Zuständen, die sich der Moral entziehen, und wird nicht verstanden. Die Anstalt schickt ihn zu den Eltern, als sei die Schwierigkeit eine nervöse. Reiting und Beineberg bleiben, Basini wird entfernt. Auf der Fahrt nach Hause sieht Törleß die Mutter und weiß, dass etwas hinter ihm liegt, das er nicht mehr rückgängig machen wird. Er ist nicht besser geworden. Er hat gesehen, wozu Jungen fähig sind, wenn niemand sie hält – und wozu er fähig ist, wenn er nur denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musil hat den Internatsroman der Jahrhundertwende in eine Erkenntniskrise gedreht. Nicht die Prügel sind das Unerhörte, sondern Törleß’ Blick: Er will das Böse nicht rechtfertigen und nicht verurteilen, sondern die Stelle finden, an der ein Mensch kippt. Die imaginären Zahlen sind das Gleichnis dafür. Volker Schlöndorffs Film von 1966 hat den Stoff in die Nähe des Faschismus gerückt, was das Buch erlaubt, ohne es darauf zu reduzieren; die Monarchie liefert die Anstalt, nicht schon die Lehre. Neben [[Autor:Frank Wedekind|Wedekind]]s &amp;#039;&amp;#039;Frühlings Erwachen&amp;#039;&amp;#039; gehört &amp;#039;&amp;#039;Törleß&amp;#039;&amp;#039; zu den genauen Büchern über das Erwachen, weil es die Grausamkeit nicht als Betriebsunfall der Pubertät abtut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachwelt hat den Roman als Vorläufer des großen Spätwerks gelesen und als Schultext benutzt, was seine Kälte manchmal zudeckt. Der &amp;#039;&amp;#039;Mann ohne Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039; beginnt hier, in einem Hof, in dem schon gerechnet und gequält wird. Wer nach Musil über Macht und Blick spricht, spricht hinter diesem Band: hinter einem Zögling, der die Folter beobachtet, als wäre sie eine Aufgabe. Es bleibt ein erstes Buch, das keins mehr braucht, um zu gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
	</entry>
</feed>