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	<title>Dialog zwischen einem Priester und einem Sterbenden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T20:05:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Dialog_zwischen_einem_Priester_und_einem_Sterbenden&amp;diff=3342&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:54:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Dialog zwischen einem Priester und einem Sterbenden|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Marquis de Sade|Marquis de Sade]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Fischer Taschenbuch]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1782|&lt;br /&gt;
 LEN = 214|&lt;br /&gt;
 OT = Dialogue entre un prêtre et un moribond|&lt;br /&gt;
 OS = französisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3436015806|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783436015806|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Atheismus, Sterben, Vernunft, Libertin|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Dialog_zwischen_einem_Priester_und_einem_Sterbenden Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dialog zwischen einem Priester und einem Sterbenden&amp;#039;&amp;#039; (französisch &amp;#039;&amp;#039;Dialogue entre un prêtre et un moribond&amp;#039;&amp;#039;) ist der 1782 im Gefängnis Vincennes geschriebene philosophische Dialog des [[Autor:Marquis de Sade|Marquis de Sade]]. Ein Sterbender, Atheist und Freigeist, weist die Buße zurück und bestreitet, dass sich Gottes Dasein vernünftig beweisen lasse; der Priester unterliegt und endet in den Armen von Frauen. Der Text gehört zu den frühesten sicher datierbaren Schriften Sades und erschien erst 1926 bei Stendhal et Cie. Die deutsche Fassung im ersten Band der ausgewählten Werke bei Fischer hat das kurze Streitgespräch im Verbund späterer Stücke überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sade schreibt gegen die Sterbebettszene der Kirche, in der der Priester den Zweifelnden noch im letzten Atem zur Anerkennung Gottes und zur Reue zwingt. Der Geistliche verlangt, der Sterbende müsse die Notwendigkeit der Existenz Gottes zugeben; der Sterbende antwortet mit der Unmöglichkeit, sie zu beweisen. Wunder sind unglaubwürdig, die heiligen Schriften weder korrekt noch unparteiisch überliefert, der Dunkelsinn der Offenbarung ein Angriff auf die Vernunft. Der Sterbende denkt materialistisch: die Natur braucht keinen Urheber hinter sich, und die Tugend, die auf Lohn im Jenseits spekuliert, ist Berechnung, nicht Güte. Libertinage heißt hier zuerst Freiheit von der Furcht vor Strafe nach dem Tod, nicht schon die spätere Lehre, dass Lust jedes Recht bricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den späteren großen Romanen, in denen die Freigeister schrankenlosen Eigennutz, Grausamkeit und Amoral predigen, hält der Sterbende an der goldenen Regel fest: was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Moral braucht Gott nicht; sie braucht Wechselseitigkeit. Der rhetorische Sieg ist vollständig: der Priester, der bekehren wollte, wird verführt und stirbt, wie der Libertin leben wollte. Das ist Aufklärung als Umkehrung des Exempels, eine Szene gegen Jahrhunderte erbaulicher Todesstunden. Der Dialog bleibt knapp, fast schulmäßig in der Abfolge der Einwände, und darin schärfer als manche ausschweifende spätere Seite. Vincennes liefert den Ort: wer eingesperrt schreibt, lässt den Sterbenden gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird der Text, wo der Sieg der Vernunft in ein Gelage mündet. Die goldene Regel und die Verführung des Priesters stehen nebeneinander, ohne dass Sade den Widerspruch ausarbeitet. Gegner haben das Stück für blasphemische Posse, Freunde für das klarste atheistische Manifest Sades vor den großen Romanen gehalten. Es fehlt die Institutionenkritik der späteren Jahre und die Metaphysik der Grausamkeit; es ist noch der Freigeist der späten Aufklärung, der den Beichtstuhl widerlegt. Der Ton ist der des philosophischen Gesprächs, nicht der des Schreckensromans. Buñuel hat eine Sterbeszene in &amp;#039;&amp;#039;Nazarín&amp;#039;&amp;#039; als Verneigung vor diesem Dialog bezeichnet; das ist Wirkung, nicht Inhalt des Buches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog steht am Beginn von Sades schriftstellerischem Werk und am Ende der aufklärerischen Priestergespräche, die den Geistlichen durch den Philosophen beschämen. Er ist härter als viele deistische Kompromisse und milder als &amp;#039;&amp;#039;Justine&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;Philosophie im Boudoir&amp;#039;&amp;#039;. Neben [[Autor:Paul Henri Thiry d’Holbach|Holbach]]s System der Natur und gegen [[Autor:Blaise Pascal|Blaise Pascal]]s Wette setzt er die Unbeweisbarkeit Gottes und eine Moral ohne Jenseits. Die späte Erstveröffentlichung 1926 hat den Text in die Moderne der Surrealisten und der Sade-Renaissance gerückt, nicht in den Streit des Jahres 1782.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geblieben ist die Sterbeszene, in der die Vernunft den Beichtvater widerlegt und die goldene Regel noch gilt. Die Fischer-Ausgabe birgt es zwischen anderen Stücken; es trägt auch allein. Atheismus auf dem Totenbett und die Frage, ob Moral Gott braucht, bleiben an dieses Gespräch gebunden. Sade hat später grausamer argumentiert; hier argumentiert er knapper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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