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	<title>Der Trafikant - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-22T15:49:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Der_Trafikant&amp;diff=3083&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
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		<updated>2026-08-21T17:40:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Der Trafikant|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Robert Seethaler|Robert Seethaler]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Kein &amp;amp; Aber]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 2012|&lt;br /&gt;
 LEN = 256|&lt;br /&gt;
 OT = Der Trafikant|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3036959092|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783036959092|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Wien, Freud, Anschluss, Erwachsenwerden|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Trafikant_(Roman) Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Trafikant&amp;#039;&amp;#039; von [[Autor:Robert Seethaler|Robert Seethaler]] erschien 2012 in Zürich und Berlin bei Kein &amp;amp; Aber. Der schmale Roman führt den siebzehnjährigen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Huchel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vom Attersee ins Wien der Jahre 1937 und 1938, in eine Trafik, zu Sigmund Freud und in den Anschluss Österreichs. Seethaler, Schauspieler und Erzähler, schreibt in ruhigen Sätzen, ohne das Historische als Lehrstück aufzutragen. Die Zeitungen, die Franz jeden Morgen lesen muss, verdunkeln sich von selbst. Was als Lehrlingsgeschichte beginnt, endet mit einer Hose am Fahnenmast vor der Gestapo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz lebt mit der Mutter in Nußdorf am Attersee, vom Geld des Sägewerksbesitzers Preininger, der die Mutter unterhält, bis ein Blitz ihn im See tötet. Die Mutter schickt den Sohn zu ihrem Jugendfreund &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Trsnjek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einem einbeinigen Kriegsinvaliden, der in der Währinger Straße eine Trafik führt. Franz lernt Zeitungen, Tabak, den Fleischhauer Roßhuber nebenan, der den Nachbarn als Judenfreund beschimpft und nachts Blut und Parolen an die Scheibe schmiert. Stammkunde ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigmund Freud&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dem Franz die &amp;#039;&amp;#039;Neue Freie Presse&amp;#039;&amp;#039; und Virginiazigarren in die Berggasse trägt. Freud wird Gespräch, nicht Denkmal: der alte Mann empfiehlt, Träume aufzuschreiben, und sagt, in den entscheidenden Dingen sei jeder auf sich gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz verliebt sich in die Böhmín &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anezka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die er im Prater trifft; sie tanzt nachts nackt als Indianerin im Kabarett Zur Grotte und nennt ihn Burschi. Die Liebe bleibt einseitig, die Körperlichkeit nicht. Nach dem Anschluss im März 1938 holt die Gestapo Trsnjek vor der Trafik ab; Roßhuber sieht zu. Franz fragt täglich im Hotel Metropol nach, wird fortgeschickt, erfährt Wochen später den angeblichen Herztod und den Auftrag, den Laden weiterzuführen. Er ohrfeigt den Fleischer. Anezka kommt noch einmal, weist den Heiratsantrag ab, ist mit einem SS-Mann zusammen. Franz hängt bearbeitete Traumzettel an die Scheibe; Passanten bleiben stehen. Die Träume verbinden See, Mutter, Hakenkreuze im Riesenrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Freuds Abreise nach London schleicht Franz sich in die bewachte Wohnung, bringt eine Zigarre, sieht den Zug aus der Ferne. In der Nacht zum 7. Juni holt er die Hakenkreuzfahne vom Mast vor der Gestapo herunter und hisst Trsnjeks Hose. Am Morgen wird er verhaftet, nachdem er den letzten Zettel geklebt hat. Sein weiteres Schicksal bleibt offen. Im März 1945 sucht Anezka die geschlossene Trafik, reißt den vergilbten Zettel ab und hört die Bomber über der Votivkirche. Seethaler spart die Folter aus und lässt das Offene stehen: ein Junge, der lesen, träumen und eine Hose hissen gelernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman ist als Schullektüre angekommen, mit den üblichen Hilfen, die den Text oft auf Freud und den Anschluss verkürzen. Die Kritik lobte die knappe Sprache und tadelte den erfundenen Freud, der zu milde und zu sentenzenhaft spreche. Andreas Platthaus schrieb vom bösen Zauber; andere verglichen die Leichtigkeit mit [[Autor:Jurek Becker|Jurek Becker]]s &amp;#039;&amp;#039;Jakob der Lügner&amp;#039;&amp;#039;. Die Verfilmung von 2018 mit Bruno Ganz hat Freud das Gesicht gegeben, das der Roman offener lässt. Bühnenfassungen, auch vom Autor selbst, haben den Stoff durch den deutschsprachigen Raum getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den großen Wiener Untergangsromanen steht hier ein Lehrling, der die Stadt von der Ladentheke aus sieht. Erwachsenwerden heißt bei Seethaler nicht Reifung zur richtigen Partei, sondern die Entdeckung, dass Träume an die Scheibe gehören, solange Zeitungen lügen. Wer 1938 nur als Datum kennt, findet die Währinger Straße, den Geruch von Tabak und die Geste, die nichts umstürzt und doch nicht unterbleibt. Das offene Ende ist keine Spielerei: von Franz bleibt ein Zettel, von Trsnjek eine Hose, von Anezka ein Abschied, der zu spät kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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