<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bel-Ami</id>
	<title>Bel-Ami - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bookpedia.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bel-Ami"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Bel-Ami&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-24T04:02:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Bel-Ami&amp;diff=3862&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bookpedia.de/index.php?title=Bel-Ami&amp;diff=3862&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-22T15:24:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Bel-Ami|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Guy de Maupassant|Guy de Maupassant]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Reclam]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1885|&lt;br /&gt;
 LEN = 427|&lt;br /&gt;
 OT = Bel-Ami|&lt;br /&gt;
 OS = französisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3150207495|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783150207499|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Paris, Presse, Aufstieg, Verführung|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Bel-Ami Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bel-Ami&amp;#039;&amp;#039; ist der 1885 erschienene zweite Roman von [[Autor:Guy de Maupassant|Guy de Maupassant]], ein Sittenbild der Dritten Republik, in dem ein hübscher Niemand über Zeitungen, Schlafzimmer und Spekulation zur Macht kommt. Der Titel ist der Spitzname, den Frauen dem ehemaligen Leutnant Georges Duroy geben; er klingt zärtlich und meint denselben Mann, der Freundschaft, Ehe und Politik als Leitern benutzt. Maupassant, der die Pariser Redaktionen kannte, schreibt ohne Erbauung: Der Aufstieg ist weder verdient noch bestraft, er ist das Gesetz des Salons. Der erste Druck bei Victor Havard wurde ein Skandalerfolg, weil er die Verflechtung von Kolonialpolitik, Börse und Bett so nüchtern hinstellte, als sei sie Alltag. Heute gilt der Band als einer der schärfsten französischen Gesellschaftsromane des neunzehnten Jahrhunderts, gerade weil er den Charme nicht widerlegt, sondern vorführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georges Duroy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommt mittellos aus der Normandie nach Paris, hat bei der Eisenbahn gedient und weiß, dass sein Gesicht mehr wert ist als seine Bildung. Im Restaurant trifft er den ehemaligen Kameraden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charles Forestier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der bei der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;La Vie Française&amp;#039;&amp;#039; Karriere gemacht hat und ihn als Chronisten unterbringt. Forestiers Frau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Madeleine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; diktiert Duroy den ersten Artikel, glättet den Stil und erklärt ihm, wie man aus einem Gerücht eine Spalte macht. Duroy lernt die verheiratete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clotilde de Marelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kennen, die ihn in ihre Wohnung in der Rue de Constantinople nimmt, ohne die Ehe zu verlassen; sie nennt ihn Bel-Ami und lacht, wenn er posiert. Der Herausgeber &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monsieur Walter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; braucht gefügige Federn für die Algerienpolitik, die zugleich ein Börsengeschäft ist. Duroy steigt, weil er schreiben lässt, was man ihm zuflüstert, und weil er den Frauen nicht widerspricht, solange sie nützlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forestier stirbt an der Schwindsucht. Duroy heiratet Madeleine, nicht aus Liebe, sondern weil sie die Redaktion und die Minister kennt; die Ehe ist ein Arbeitsbündnis, in dem beide voneinander profitieren und einander belügen. Duroy duelliert sich um eine Nichtigkeit, um den Ruf des Mutes zu erwerben, und beginnt ein Verhältnis mit Walters Frau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Virginie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die älter ist, fromm tut und ihn finanzieren will. Madeleine wird beim Ehebruch mit einem Minister ertappt; Duroy nutzt den Skandal, um sich von ihr zu trennen und das gemeinsame Vermögen zu sichern. Er richtet den Blick auf Walters Tochter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suzanne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ein Mädchen, das ihn für den schönen Mann der Zeitung hält und mit ihm durchgehen will. Walter, gestellt zwischen den Verlust der Tochter und den öffentlichen Schaden, gibt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlussszene führt Duroy in die Madeleine-Kirche zur Hochzeit mit Suzanne: Kutschen, Neugier, der Erzbischof, und Bel-Ami, der sich selbst in einem Spiegel sucht und den nächsten Aufstieg schon hinter der nächsten Frau vermutet. Clotilde winkt aus der Menge, als sei nichts vorbei. Der Roman belohnt niemanden und bestraft niemanden; er zeigt nur, dass die Republik der Feuilletons denselben Hunger hat wie der Offizier ohne Sold. Paris bleibt die Maschine, in der Schönheit, Kredit und Kolonialgerücht ineinander übersetzt werden. Wer Duroy für einen Verführer im alten Sinn hält, unterschätzt die Zeitung: Sie ist die eigentliche Geliebte, und sie bezahlt in Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maupassant hat nach den Novellen und nach &amp;#039;&amp;#039;Une vie&amp;#039;&amp;#039; hier den Typus des modernen Aufsteigers festgehalten, der nicht mehr durch Geburt, sondern durch Sichtbarkeit herrscht. Die &amp;#039;&amp;#039;Vie Française&amp;#039;&amp;#039; ist keine Kulisse, sondern ein System: Leitartikel bereiten Feldzüge vor, Feldzüge bewegen Aktien, Aktien finanzieren Salons. Gegenüber dem moralischen Roman der älteren Generation, der den Lasterhaften stürzen lässt, bleibt &amp;#039;&amp;#039;Bel-Ami&amp;#039;&amp;#039; kalt; die Gesellschaft erkennt sich in Duroy und erhebt ihn. Zeitgenossen warfen dem Buch Zynismus vor; genau dieser Zynismus hat die spätere Großstadtliteratur erkannt, die im Journalisten keinen Wahrheitsdiener mehr sucht, sondern einen Vermittler von Interessen. Die Figur steht neben den Spekulanten [[Autor:Honoré de Balzac|Honoré de Balzac]]s und den Ehrgeizlingen [[Autor:Stendhal|Stendhal]]s, nur dass bei Maupassant die Feder die Stelle des Schwerts eingenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfilmungen, von 1939 bis zu späten Fernsehfassungen mit prominenten Bel-Amis, haben oft aus Duroy einen charmanten Schurken gemacht, dem nur die eine große Liebe im Weg steht. Der Roman erzählt etwas Trockeneres: Liebe ist eine Währung, und wer sie ausgibt, ohne den Kurs zu kennen, verliert. Neben &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kameliendame]]&amp;#039;&amp;#039;, die das Opfer der Kurtisane rührt, bleibt Maupassants Paris ungerührt. Wer nach 1885 über die Ehe zwischen Presse und Politik spricht, spricht hinter diesem Buch; wer es für eine bloße Verführungsgeschichte hält, hat die Redaktion nicht betreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
	</entry>
</feed>