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	<title>Aufzeichnungen aus dem Kellerloch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-21T20:35:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Aufzeichnungen_aus_dem_Kellerloch&amp;diff=3111&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
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		<updated>2026-08-21T17:40:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Aufzeichnungen aus dem Kellerloch|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Fjodor Dostojewski|Fjodor Dostojewski]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Reclam]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1864|&lt;br /&gt;
 LEN = 163|&lt;br /&gt;
 OT = Записки из подполья|&lt;br /&gt;
 OS = russisch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3150080215|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783150080214|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Untergrund, Ressentiment, Petersburg, Freiheit|&lt;br /&gt;
 SACH = Roman|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufzeichnungen_aus_dem_Kellerloch Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen aus dem Kellerloch&amp;#039;&amp;#039; ist die 1864 erschienene Erzählung in Romanform von [[Autor:Fjodor Dostojewski|Fjodor Dostojewski]], im Original &amp;#039;&amp;#039;Записки из подполья&amp;#039;&amp;#039;. Ein Mann Anfang vierzig schreibt aus einem Petersburger Winkel gegen die Vernunft, gegen das Glück und gegen sich selbst. Dostojewski hat damit die Figur geschaffen, die später Untergrundmensch heißt: nicht den Rebellen mit Programm, sondern den Beleidigten, der seine Freiheit darin findet, sich zu schaden. Das Buch ist kurz, scharf und ohne Trost. Es steht am Beginn der großen Romane und erklärt schon, warum [[Autor:Fjodor Dostojewski|Dostojewski]] den Menschen nicht der Formel überlassen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der namenlose Erzähler, ein ehemaliger Beamter, hat sich in ein Kellerloch zurückgezogen und redet gegen ein gedachtes Publikum. Er hasst die Kristallpaläste der Fortschrittsgläubigen, die den Menschen als Klavier Taste verstehen wollen, auf die man das Wohl berechnet. Zweimal zwei ist vier, sagt er, und gerade deshalb werde er zweimal zwei ist fünf wollen: aus Trotz, aus dem Recht, etwas Eigenes zu wollen, und sei es das Schädliche. Krankheit, Galle, Selbstbeobachtung sind sein Stolz. Er behauptet, die Bewusstheit mache unfähig zur Tat, und beweist es, indem er nichts tut als schreiben. Der erste Teil ist keine Handlung, sondern eine Anklage gegen jede Ordnung, die das Glück verordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil erzählt, wie er so geworden ist. Vor sechzehn Jahren, noch im Dienst, wird er von einem Offizier in einer Kneipe beiseitegeschoben, als wäre er ein Möbel. Jahre plant er die Rache und erreicht nur, dass der andere ihn auf dem Newski wieder nicht bemerkt. Bei einem Essensabend ehemaliger Schulkameraden – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simonow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferfitschkin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trudoljubow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der gefeierte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwerkow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – kommt er ungeladen, beleidigt alle, betrinkt sich und folgt ihnen ins Bordell. Dort begegnet er der Prostituierten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er hält ihr eine Predigt über Elend und Rettung, gibt ihr seine Adresse und genießt die Macht, die das Wort über sie hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage später steht Liza in seiner elenden Stube. Er ist in schmutziger Kleidung, hat mit dem Diener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apollon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gestritten und schämt sich. Statt die Predigt zu halten, die sie erwartet, demütigt er sie, gesteht, dass er sie nur habe beherrschen wollen, und drückt ihr Geld in die Hand. Liza wirft den Schein hin und geht. Der Erzähler läuft hinterher, findet sie nicht und kehrt ins Kellerloch zurück. Ein fiktiver Herausgeber bricht die Aufzeichnungen ab: Es gehe noch weiter, aber es genüge. Was bleibt, ist kein geläutertes Ich, sondern derselbe Mann, der nun auch die eine Begegnung, die ihn hätte treffen können, in Galle verwandelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dostojewski hat gegen den vernünftigen Egoismus der sechziger Jahre geschrieben, gegen [[Autor:Nikolai Tschernyschewski|Tschernyschewski]]s Glauben, der Mensch tue das Gute, sobald man es ihm vorrechne. Der Kellerlochmann ist die Widerlegung: Er kennt das Bessere und wählt das Kränkende, weil nur so ein Rest von Freiheit bleibt. Das Ressentiment ist hier keine Laune, sondern eine Weltanschauung, die sich an der Beleidigung nährt. Ohne diese Stimme sind &amp;#039;&amp;#039;[[Schuld und Sühne]]&amp;#039;&amp;#039; und die späteren Romane nicht zu haben; Raskolnikow denkt weiter, wo der Untergrundmensch nur speit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachwelt hat den Text zur Gründungsurkunde des modernen Ichs gemacht, oft gegen den Korn der religiösen Wende, die Dostojewski später suchte. Nietzsche hat die Figur gekannt; die Existenzphilosophie hat sie zitiert, manchmal als Freiheitshelden, was er nicht ist. Er ist der Mann, der nicht handeln kann und daraus eine Lehre macht. Wer nach Dostojewski über Freiheit spricht, muss dieses Kellerloch mitdenken: die Enge, die Galle und den Schein, den Liza nicht nimmt. Die angegebene Ausgabe folgt einer Übersetzung aus dem Russischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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