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	<title>Amok - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T20:35:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Amok&amp;diff=3861&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.</title>
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		<updated>2026-08-22T15:24:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel, ausführlicher Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Amok|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Stefan Zweig|Stefan Zweig]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Fischer Taschenbuch]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1922|&lt;br /&gt;
 LEN = 208|&lt;br /&gt;
 OT = Der Amokläufer|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3596292395|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783596292394|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Leidenschaft, Arzt, Kolonie, Schuld|&lt;br /&gt;
 SACH = Novelle|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Amokl%C3%A4ufer Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Amok&amp;#039;&amp;#039; ist die Novelle von [[Autor:Stefan Zweig|Stefan Zweig]], 1922 zuerst als &amp;#039;&amp;#039;Der Amokläufer&amp;#039;&amp;#039; gedruckt, im selben Jahr in dem Band &amp;#039;&amp;#039;Amok. Novellen einer Leidenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Ein Arzt erzählt auf einem Schiff zwischen Indien und Europa, wie ihn in einer niederländischen Kolonie die Begegnung mit einer weißen Frau in einen Zustand getrieben hat, den die Malayen Amok nennen: eine mörderische, sinnlose Monomanie. Zweig hat die psychologische Erzählung seiner Wiener Jahre in die Kolonie gelegt, ohne die Kolonie zu untersuchen. Die Form ist die Rahmenerzählung, der Ton fiebrig, der Ausgang der Sprung über Bord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Reisender, der Erzähler der äußeren Schicht, bemerkt an Deck eines Postdampfers einen verwahrlosten Mann, der das Licht und die Gesellschaft meidet. Nachts, in einer Ecke des Schiffes, bricht der andere sein Schweigen. Er ist Arzt gewesen, in einem Außenposten des niederländischen Indien, unter Eingeborenen und Langeweile, mit dem Stolz des weißen Heilers und der Leere des Exils. Eine vornehme Europäerin, Frau eines Großen, sucht ihn auf und verlangt eine Abtreibung, kühl, als ginge es um eine Dienstleistung, die man bezahlt und vergessen macht. Der Arzt verweigert aus Berufsethik, was er als Demütigung empfindet: Sie hat ihn nicht als Menschen gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum ist sie gegangen, setzt der Zustand ein, den er Amok nennt. Er läuft ihr nach, bietet Hilfe gegen Hingabe, verfolgt, droht, unterwirft den Verstand der einen Idee, sie zu besitzen oder zu retten, beides in einem. Die Frau wendet sich an einen anderen, unsicheren Helfer; es kommt zu Komplikationen, sie stirbt. Der Arzt, der sich als Retter aufgedrängt hat, steht als Mitschuldiger da. Er flieht, nicht vor der Polizei zuerst, sondern vor sich, und findet sich auf dem Schiff wieder, auf dem – das begreift der Zuhörer allmählich – der Sarg derselben Frau im Laderaum liegt. Der Gatte reist mit, ahnungslos oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arzt kann den Sarg nicht lassen. Schutz, Besitz, Sühne und der letzte Gehorsam gegenüber dem Zwang fallen in eins. Als man die Tote löschen oder umladen will, springt er hinterher ins Meer. Der Rahmen erzähler bleibt mit der Geschichte zurück, die ihm aufgeladen wurde wie ein Fieber, das nicht seines ist. Zweig gibt dem malaiischen Wort eine europäische Psychologie: nicht die Waffe im Dorf, sondern die Obsession des gebildeten Mannes, der Nein nicht erträgt, sobald es seine Eitelkeit getroffen hat. Die Kolonie ist Hitze, Rang und Isolation; die Frau bleibt die, die nicht um ihn gebeten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweig hat in den zwanziger Jahren wiederholt erzählt, wie Leidenschaft den bürgerlichen Haushalt sprengt; &amp;#039;&amp;#039;Amok&amp;#039;&amp;#039; ist die tropische, zugespitzte Form davon, vor &amp;#039;&amp;#039;[[Ungeduld des Herzens]]&amp;#039;&amp;#039; und neben den Novellen, in denen ein Nein den Helden vernichtet. Der Amoklauf ist hier keine ethnographische Szene, sondern eine Metapher, die sich der Arzt selbst umhängt, um nicht Feigheit und Gier sagen zu müssen. Die Kolonialkulisse liefert Rangunterschiede und keine Kritik des Empire; später hat man das dem Text vorgeworfen, zu Recht als Grenze, nicht als Nichtigkeitserklärung. Die sprachliche Suggestion – Steigerung, Atemlosigkeit, Beichte – ist Zweigs Markenzeichen und sein Risiko, in Kitsch zu kippen. Hier hält die Novelle die Spannung bis zum Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfilmungen und Hörspiele haben den Sarg und den Sprung oft als reines Drama genommen und den Zuhörer auf dem Schiff vergessen. In Zweigs Werk steht der Text am Beginn des Weltruhms der Novellen, leicht zu packen, schwer auszuhalten, weil der Arzt Mitleid verlangt und keines verdient. Wer nach Zweig über Leidenschaft als Krankheit spricht, findet in &amp;#039;&amp;#039;Amok&amp;#039;&amp;#039; den Mann, der helfen wollte, um zu herrschen. Der Rahmen schützt den Leser nicht; er macht ihn zum Mitwisser, der den Sprung nur noch berichten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belletristik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Novelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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