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	<title>Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-23T14:32:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Bookpedia Bücher einfach erklärt</subtitle>
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		<id>https://bookpedia.de/index.php?title=Allgemeine_Naturgeschichte_und_Theorie_des_Himmels&amp;diff=3366&amp;oldid=prev</id>
		<title>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert: Neuer Werkartikel (Geisteswerke).</title>
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		<updated>2026-08-22T11:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Werkartikel (Geisteswerke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Informationen zum Buch|&lt;br /&gt;
 DT = Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels|&lt;br /&gt;
 AUTOR = [[Autor:Immanuel Kant|Immanuel Kant]]|&lt;br /&gt;
 HERAUS = -|&lt;br /&gt;
 EO = -|&lt;br /&gt;
 VER = [[Meiner]]|&lt;br /&gt;
 SER = -|&lt;br /&gt;
 EJ = 1755|&lt;br /&gt;
 LEN = 212|&lt;br /&gt;
 OT = -|&lt;br /&gt;
 OS = deutsch|&lt;br /&gt;
 ISBN10 = 3817134150|&lt;br /&gt;
 ISBN13 = 9783808554203|&lt;br /&gt;
 SCHLAGWORT = Urnebel, Milchstraße, Gravitation, Kosmogonie|&lt;br /&gt;
 SACH = Sachbuch, Philosophie|&lt;br /&gt;
 REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Naturgeschichte_und_Theorie_des_Himmels Wikipedia]|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels&amp;#039;&amp;#039; ist die 1755 in Königsberg und Leipzig anonym erschienene Abhandlung von [[Autor:Immanuel Kant|Immanuel Kant]] über den mechanischen Ursprung des Weltgebäudes nach Newtonschen Grundsätzen. Der einunddreißigjährige Magister will zeigen, dass Planeten, Monde und Sternsysteme aus einem zerstreuten Urstoff nach bloßen Naturgesetzen entstehen können, ohne dass die Anordnung der Himmel jedesmal einen besonderen Eingriff verlangt. Die Schrift blieb zunächst fast ungelesen, weil der Verleger zahlungsunfähig wurde; später ging sie in die sogenannte Kant-Laplace-Hypothese ein. Sie gehört zu den vorkritischen Werken, in denen Kant die Natur noch als vollständig erkennbare Maschine behandelt. Der Weg von dieser Zuversicht zur &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; ist der Weg von der Kosmogonie zur Kritik der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kant schreibt gegen eine Physikotheologie, die in jeder Planetenbahn den unmittelbaren Finger Gottes sucht und die Naturgesetze damit zur bloßen Ausführungshilfe herabsetzt. Newton selbst hatte die regelmäßige Anordnung des Sonnensystems noch nicht aus der Schwere allein erklären wollen; Kant nimmt die Gravitation ernst und fügt eine abstoßende Kraft hinzu, damit aus der ruhenden Zerstreuung Bewegung wird. Aus einem fein verteilten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urnebel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verdichten sich Sonnen und Planeten; die Umlaufebenen, die Abstände und die Richtung der Drehung sollen sich aus demselben Mechanismus ergeben. Der Mond entsteht mit der Erde als Doppelkörper, nicht als später eingefangener Fremdling. Gott bleibt der Urheber der Gesetze, nicht der Arrangeur jedes einzelnen Sterns. Die Naturgeschichte des Himmels ist damit eine Theodizee der Mechanik: Je weiter die Materie allein reicht, desto größer erscheint der Gesetzgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Sonnensystem ist für Kant die verkleinerte Ausgabe größerer Ordnungen. Die Milchstraße deutet er, Thomas Wright folgend, als rotierende Scheibe von Sternen; die nebligen Flecken am Himmel liest er als ferne &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welteninseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; derselben Bauart, die von außen als Kreis oder Ellipse erscheinen. Das Weltall ist demnach weder die eine geschlossene Kugel der Alten noch ein einmal fertiges Inventar, sondern ein offener Raum periodischen Werdens und Vergehens. Systeme bilden sich, brennen aus, stürzen in das Chaos zurück und formen sich neu; die Schöpfung ist nicht ein Akt, sondern eine fortdauernde Arbeit der Materie. Kant wagt Angaben über Bewohner ferner Planeten und eine Stufenleiter der Vernunftwesen, die mit der Entfernung von der Sonne feiner werden sollen. Hier zeigt sich die Grenze des Unternehmens: Die Mechanik der Verdichtung bleibt an Newton gebunden, die Bewohner sind Spekulation im Ton der Lehrdichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicher wird das Buch, wo es den Übergang von der toten Materie zum Leben und zur Freiheit denkt, ohne ihn zu schließen. Kant weiß, dass die Hypothese unbeobachtet bleibt; sie gilt ihm als vernünftiger Entwurf, nicht als Messung. Pierre-Simon Laplace entwickelte 1796 unabhängig eine verwandte Nebelhypothese zur Entstehung der Planeten, ohne Kants Schrift zu kennen; die Schultradition hat beide Namen verbunden und dabei Kants kühneren Gedanken der vielen Welteninseln oft unterschlagen. Edwin Hubble hat im zwanzigsten Jahrhundert die Eigenbewegung ferner Nebel gemessen und die Vielheit der Sternsysteme bestätigt. Was Kant 1755 als Analogie wagte, ist seither Beobachtung. Die moralische Rangordnung der Planetenbewohner ist es nicht; sie gehört dem Jahrhundert, das den Himmel noch als Stufenbau der Würde las.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Naturgeschichte steht am Anfang des Weges, an dessen Ende die &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; die Metaphysik der Natur selbst begrenzt. Hier darf die Vernunft den Ursprung der Welt erzählen, weil Raum, Zeit und Kausalität noch als Eigenschaften der Dinge gelten; später sind sie Formen der Anschauung und des Verstandes, und die Kosmogonie wird zur regulativen Idee. Wer nur den kritischen Kant kennt, verfehlt, wie weit der vorkritische die Newtonsche Physik getrieben hat, bevor er ihr die Bedingung nachreichte. Die Schrift gehört in die Reihe der Aufklärungskosmologien, die den Himmel der Theologie entwinden, ohne den Schöpfer zu streichen. Sie ist Naturphilosophie, keine Empirie im späteren Sinn, und sie bleibt lesbar, weil sie die Größe des Weltalls als Folge der Gesetze denkt, nicht als Ausnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Wright und Laplace steht Kant als derjenige, der die Milchstraße zur Scheibe und den Nebel zur Nachbargalaxie machte, lange bevor das Fernrohr es erzwang. Die akademische Kantforschung hat das Buch lange als Jugendwerk beiseitegelegt; die Geschichte der Astronomie hat es als Vorläufer behalten. Die Spannung bleibt: Dieselbe Vernunft, die hier die Materie zum Weltgebäude organisiert, wird in der ersten Kritik zur Richterin über das, was sie von der Natur wissen darf. Die Allgemeine Naturgeschichte ist deshalb nicht der Gegensatz der Kritik, sondern deren vergessene Voraussetzung – der Mut, den Himmel als Geschichte zu erzählen, bevor die Grenze gezogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jean-Baptiste le Rond d’Alembert</name></author>
		
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