Zwischen den Palästen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Zwischen den Palästen |
| Autor(en): | Nagib Mahfuz |
| Originaltitel: | بين القصرين |
| Originalsprache: | arabisch |
| Erstveröffentlichung: | 1956 |
| Schlagwörter: | Kairo, Familie, Wafd, Patriarch |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Unionsverlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 576 Seiten |
| ISBN: | 9783293202005 |
| Verweise | |
Zwischen den Palästen ist der 1956 erschienene erste Band der Kairoer Trilogie von Nagib Mahfuz, im Arabischen Bain al-Qasrain, nach einer Straße in der Altstadt. Ahmad Abd al-Gawwad herrscht über das Haus zwischen Strenge und Nachtleben; die Frau Amina verlässt die Wohnung kaum; die Söhne Yasin, Fahmi und Kamal, die Töchter Chadiga und Aischa füllen die Räume, bis die Politik der Jahre 1917 bis 1919 das Haus aufsprengt. Die deutsche Übersetzung von Doris Kilias erschien beim Unionsverlag. Nach Die Midaq-Gasse ist dies das Buch, in dem Mahfuz aus der Gasse die Familie als Staat macht. Die Folgebände Palast der Sehnsucht und Die Zuckergasse führen die Kinder weiter; der erste Band trägt die Gründung.
Inhalt
Der Kaufmann Ahmad ist im Haus der Patriarch, der Gebete, Uhrzeiten und Ausgänge festsetzt, und in den Nächten der Altstadt ein Sängerfreund, Trinker, Liebhaber. Amina gehorcht, kennt den Weg zur Heiligen Zainab kaum, wird nach einem heimlichen Besuch beim Heiligengrab verstoßen und gedemütigt wieder aufgenommen. Yasin, der Sohn aus erster Ehe, kopiert den Vater in gröberer Form. Fahmi, der Student, gerät in die Wafd-Bewegung gegen die britische Herrschaft. Kamal, der Jüngste, sieht und versteht nicht alles, merkt aber, dass die Welt größer ist als das Haus. Die Töchter werden verheiratet, wie es der Stand und die Nachbarschaft gebieten.
Mahfuz erzählt in genauer Alltagszeit: Mahlzeiten, Gassen, der Laden, der englische Soldat, die Nachricht, die ins Haus dringt. Die Revolution von 1919 holt Fahmi auf die Straße. Der Vater, der die Politik den Männern draußen überlassen wollte, verliert die Verfügung über den Sohn. Amina betet. Die Nachbarn, die Freunde des Vaters, die Sängerin, bei der er seine andere Höflichkeit hat: Das Personal der Altstadt ist vollständig, ohne Folklore zu werden. Kairo ist britisch besetzt, osmanisch erinnert, national begehrt. Das Haus zwischen den Palästen ist die Zelle, in der sich das alles als Gehorsam und als Bruch zeigt.
Fahmi fällt. Der erste Band endet mit dem toten Sohn und einem Vater, der zum ersten Mal weint, ohne dass die Ordnung des Hauses deshalb weicht. Kamal wird der Zeuge der nächsten Bände, der Zweifler, der Student, der die Religion und die Liebe nicht mehr zusammenbekommt. Mahfuz hat den realistischen Familienroman europäischer Prägung nach Gamaliyya geholt und ihm die demonstrativen Jahre gegeben, in denen Ägypten die Unabhängigkeit will und die Familie noch den alten Mann meint. Wer nur den Patriarchen sucht, unterschlägt Amina. Wer nur die Nation sucht, unterschlägt die Nächte des Vaters.
Einordnung
Die Trilogie hat Mahfuz den Nobelpreis von 1988 mitbegründet und den arabischen Roman zum Weltnamen gemacht. Zwischen den Palästen bleibt der zugänglichste Band: klarer als die späteren Zweifel Kamals, enger als die Gasse von 1947, öffentlicher als sie. Wer Mahfuz nur als Nobelpreisträger führt, hat die Gasse; wer die Nationalliteratur Ägyptens sucht, hat dieses Haus. Neben den europäischen Familienromanen des neunzehnten Jahrhunderts steht die Trilogie als das kairinische Gegenstück, in dem der Straßenname Titel wird und der Patriarch die Politik nicht fernhalten kann. Die Folgebände gehören dazu; der erste reicht, um zu verstehen, warum das Haus nicht hält.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
