Zurückgeben
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Zurückgeben |
| Autor(en): | Felwine Sarr, Bénédicte Savoy |
| Originaltitel: | Restituer le patrimoine africain |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 2018 |
| Schlagwörter: | Restitution, Museum, Kolonie, Provenienz |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kunstgeschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Matthes & Seitz
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| Umfang dieser Ausgabe: | 223 Seiten |
| ISBN: | 9783957577634 |
| Verweise | |
Zurückgeben. Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter ist der 2018 an den französischen Präsidenten erstattete Bericht von Felwine Sarr und Bénédicte Savoy, deutsch 2019 bei Matthes & Seitz. Nicht ob zurückgegeben wird, ist die Frage, sondern wie – und was Museen sind, wenn sie aufhören, Beute als Universalbesitz zu erzählen.
Inhalt
Sarr und Savoy schreiben gegen die Formel, afrikanische Objekte seien in Europa besser aufgehoben, erforscht, bewahrt. Der koloniale Entzug war kein neutrales Sammeln; er war Teil der Eroberung. Restitution ist deshalb keine Geste des guten Willens, sondern die Umkehrung eines Rechtsverhältnisses. Der Bericht schlägt Verfahren vor: Inventare, Fristen, Zusammenarbeit mit afrikanischen Institutionen, nicht den Symbolakt einzelner Ikonen. Die Benin-Bronzen, die Ethnologika der großen Häuser, die Lücken in Dakar und Abomey: Fälle einer Geographie, in der das Museum in Europa voll und das Museum in Afrika leer ist, als wäre das Natur. Wer Savoy nur als Anklägerin liest, unterschlägt die Historikerin der europäischen Transfers. Wer Sarr nur als Gutachter liest, unterschlägt den Ökonomen, für den Zurückgeben eine Epistemologie ist, kein Transport.
Das Buch ist Bericht und Intervention, mit einem Ton, der Archive und Öffentlichkeit zugleich meint. Die Kritik nannte das zu politisch, zu wenig restauratorisch, zu grob in den Rechtsfragen von Kauf, Gabe, Kriegsbeute. Die Autoren halten an der Vermutung fest, dass koloniale Aneignung Unrecht bleibt, auch wo Verträge sie kleiden. Die Gefahr ist die Ikonisierung: Restitution als Feuilletonstück, Depots unbewegt. Der Text will das Gegenteil: ein Verfahren, das den Normalfall ändert.
Die deutsche Ausgabe traf auf Museen, die im Vokabular schneller folgten als in den Magazinen. Seminare der Kunstgeschichte kommen an dem Bericht nicht vorbei. Wer ihn als Absage an das Museum liest, hat die Forderung nach anderen Museen mit der Abschaffung verwechselt.
Einordnung
Ohne diesen Bericht bleibt Provenienzforschung eine interne Tugend der Häuser. Sarr und Savoy haben sie zur Staatsache gemacht. Wer nach 2018 von Weltmuseum spricht, ohne zu fragen, wessen Welt dort hängt, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
