Zufall und Notwendigkeit
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Zufall und Notwendigkeit |
| Autor(en): | Jacques Monod |
| Originaltitel: | Le hasard et la nécessité |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1970 |
| Schlagwörter: | Zufall, Notwendigkeit, Code, Teleologie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Naturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 238 Seiten |
| ISBN: | 9783423300469 |
| Verweise | |
Zufall und Notwendigkeit (französisch Le hasard et la nécessité) ist das 1970 erschienene Buch von Jacques Monod über das Leben als Ereignis ohne Absicht. Mutation ist Zufall; danach herrscht die Notwendigkeit der Selektion und des Codes. Die deutsche Ausgabe hat der Molekularbiologie eine öffentliche Philosophie gegeben, die der Teleologie den Abschied gab.
Inhalt
Monod setzt die Objektivität als ethische Haltung, nicht nur als Methode. Die Natur erklärt nicht durch Zwecke; wer Zwecke in sie legt, treibt Animismus, auch wo er Gott sagt oder Dialektik. Der genetische Code, die Invarianz der DNA, die Teleonomie des Lebewesens, das Zwecke zu haben scheint, ohne welche zu haben: Das Labor des Pasteur-Instituts liefert die Härte. Zufall ist die Mutation, die kein Bedürfnis ruft. Notwendigkeit ist die Maschinerie, die das einmal Eingetretene vervielfältigt und prüft. Das Leben ist nicht unwahrscheinlich im Sinne eines Wunders. Es ist unwahrscheinlich im Sinne einer Geschichte, die so nicht geplant war.
Daraus folgt die Absage an den wissenschaftlichen Sozialismus ebenso wie an die natürliche Theologie. Monod, der in der Résistance war und den Nobelpreis für die Genregulation erhielt, schreibt gegen die Hoffnung, die Geschichte habe denselben Sinn wie ein Organ. Die molekulare Kybernetik – Allosteric, Operon – zeigt Regelung ohne Voraussicht. Der Ton ist französisch-scharf, moralisch, wo er die Askese der Objektivität predigt, polemisch gegen Teilhard und gegen den historischen Materialismus, der die Biologie zur Verbündeten machen wollte.
Unsicher bleibt, ob aus dem Code eine Ethik folgt, die mehr ist als die Treue zum Labor. Monod will eine Wissensethik, keine Natur der Werte. Die Kritik nannte Szientismus: die Ausweitung der Molekularbiologie zur Weltanschauung. Wer nur den Pessimismus des sinnlosen Lebens sucht, unterschlägt die Begeisterung für den Mechanismus. Wer nur den Nobelpreisträger meint, unterschlägt, dass hier der Zufall keine Lücke der Erklärung ist, sondern das Prinzip, das Zwecke überflüssig macht. Die siebziger Jahre haben das Buch als Skandal und als Befreiung gelesen.
Einordnung
Monod hat der Biologie nach Darwin und nach der Doppelhelix eine öffentliche Absage an den Sinn gegeben, den die Natur nicht hat. Charles Darwins Die Entstehung der Arten erklärt ohne Plan; Monod setzt den Plan in den Code und den Ursprung des Codes in den Zufall. Wer nach 1970 Leben sagt und Zweck meint, muss dieses Buch widerlegen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
